Ich studiere mitlerweise im 3. Semester Physik und habe mir bereits vor Beginn des Studiums zum reinschnuppern dieses Buch besorgt.
Zugegeben, ich war etwas entäuscht, denn als frischer Abiturient konnte ich einfach nichts mit den Inhalten anfangen. Doch schon schnell änderte sich das: Spätestens als wir die Taylorentwicklung durchnahmen und ich in allen anderen Lehrbüchern bzw. Vorlesung keine zufriedenstellenden Erklärungen fand, wurde mir der Wert dieses Buches bewusst.
Seither beziehe ich erstaunlicherweise nahezu alle wesentlichen Erkenntnisse der theoretischen Physik, aber besonders der linearen Algebra aus den "Mathematischen Methoden in der Physik". Einzig der Aufbau ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit Hilfe des Stichwortverzeichnisses und gewisser Erfahrung im Umgang mit dem Werk relativiert sich das dank den super Erklärungen wieder.
Mein persönliches Top an diesem Buch sind insbesondere die Kurzzusammenfassungen "Kurz und Klar" und die auf den zweiten Blick nicht so trockene Schreibweise wie in vergleichbaren Büchern.
Ich bin wirklich froh hiermit ein Buch gefunden zu haben, dass eigentlich alles bisher (also insb. die ersten 3 Semester) gelernte des mathematischen Teils des Studiums beinhaltet, mal abgesehen von tiefergehenden Themen wie Hamilton-Jacobi oder Lagrange.
Das Buch empfiehlt sich gleichermaßen als Nachschlagewerk (etwas Erfahrung im Umgang nötig), als auch zum detaillierten Studium gewisser Bereiche.
Zu erwähnen ist auch, dass sehr simple Beispiele und Aufgaben gewählt werden, die einem den Einstieg wesentlich erleichtern und das Lösen der schwierigeren Aufgaben der Übungen ermöglichen. Solch kompliziertere Aufgaben tauchen allerdings im Buch selbst nicht auf.
Trotzdem haben die Autoren allemal fünf Sterne verdient!
Kleiner Hinweis noch: Das Niveau der Inhalte bleibt über die Kapitel weg relativ konstant, fängt also nicht wesentlich einfacher an als es endet. Also nicht abschrecken lassen, wenn es "schon" zu Beginn schwer wird. Auch sollte man bereit sein zu blättern, um nützliche Hinweise zu einem Sachverhalt auch anderorts zu entdecken.