Leider habe ich mir diesen Hera Lind Roman angetan. Die Geschichte ist kurz erzählt: Star-Reporterin, die ihre Umwelt mit allen Mitteln der Klatsch-Presse ins unrechte Licht rückt, fällt bald selbst vom hohen Ross. Eitelkeit und Arroganz sind bald durch einen Schicksalsschlag dahin: Unfall, Ehemann und Kinder verschwinden, Karriere im Eimer... Geläutert von allen bösen Missetaten läuft ihr zu guter Letzt noch ihr Traumprinz über den Weg, der sich der wildfremden Ex-Klatsch-Reporterin völlig unvermittelt offenbart, indem er ihr sein schreckliches Kindheitstrauma darlegt und... Friede, Freude, Eierkuchen. Dieser Roman erinnert mich sehr stark an Kiosk-Romanheftchen: genauso schmalzig, vorhersehbar und langatmig.
Hera Lind war einmal eine Schriftstellerin mit Witz und Frische, aber wenn's am Schönsten ist, sollte man aufhören.