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(Hoch-)Begabung - (k-)eine Chance?: Underachiever finden, fordern und fördern. Ein Beitrag aus dem Deutschunterricht
 
 
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(Hoch-)Begabung - (k-)eine Chance?: Underachiever finden, fordern und fördern. Ein Beitrag aus dem Deutschunterricht [Taschenbuch]

Monika Konrad
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 104 Seiten
  • Verlag: Lit Verlag; Auflage: 1., Aufl. (August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3825884937
  • ISBN-13: 978-3825884932
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 14,6 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 600.832 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Diese Arbeit beschreibt Probleme von Jungen und Mädchen, die trotz besonderer Begabungen in der Schule keine entsprechenden Leistungen erbringen und bietet Hilfen zur Identifikation und zum Verständnis solcher Kinder

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Ein Praxisbuch: 1. März 2011
Von Amazon bestätigter Kauf
Die Autorin Monika Konrad eröffnet damit ein neues Problemfeld als Chance für Lehrer, wie für diese spezielle Schülergruppe. Das Vorgezeigte Kurpfalz Internat spricht diese neue Gruppe in seinen Ausführungen ebenfalls, wenn auch indirekt als Zielgruppe an. Diese Leistungsoptimierer, was bedeutet sie bringen nur dann Leistung, wenn es sie interessiert oder wenn die Versetzung oder der Schulabschluss gefährdet sind, bilden eine besondere Chance für die heutige Schule und deren Lernsituation. In den biografischen Angaben findet dieser Themenkomplex zunächst Erwähnung und wird an anderer Stelle weiter ausgeführt werden, da auch ich lange Jahre bis zu dem bereits beschriebenen Ereignis mit der Katecheten-Lehrerin, zu dieser Personengruppe gehörte. Mein Leben kam in der Schule nicht vor, habe mich gelangweilt und habe deshalb lieber blaugemacht und bin stattdessen mit meinem Mitarbeiter häufig auf Kurztrips unterwegs gewesen. Deshalb ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Hochbegabung zentral und wir knüpfen an die verdienstvolle Arbeit von Monika Konrad an:

*beschreibt Probleme von Jungen und Mädchen, die trotz besonderer Begabungen in der Schule keine entsprechenden Leistungen erbringen
*bietet Hilfen zur Identifikation und zum Verständnis solcher Kinder
*zeigt praktische Wege zur Förderung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
*Theorie und praktische Überlegungen sind gestützt durch aktuelle psychologische und pädagogische Forschungsergebnisse, weist der Rückentext des Buches auszugsweise aus.

triadisches Modell der Hochbegabung

Mönks, 1998, (zitiert nach Konrad, 2005)

Gegenüber dem Modell von 1996 gibt es einige kleine, wenn auch entscheidende, Akzentverschiebungen. So sind nicht nur Familie und Schule vertauscht, sondern die Hochbegabung hat, sozusagen, die Seiten gewechselt.
Dies bedeutet unserer Meinung nach, dass dadurch gesellschaftliche Strömungsveränderungen gekennzeichnet werden. 2000 schreibt Mönks:

"Deutlich ist, dass die Realisierung von Begabungspotential ganz wesentlich abhängig ist von einer erfolgreichen Interaktion zwischen den individuellen Begabungen und den verbindenden Faktoren (Moderatoren) innerhalb und außerhalb des Individuums. [...]

Ähnlich äußert sich Weinert (2000, S. 8): ,Begabung, Motivation, die Erfahrung eigener Leistung und die damit verbundene Anerkennung durch andere oder durch sich selbst stehen in einer dyna"""mischen Wechselwirkung, schaukeln sich gegenseitig auf, verstärken sich und führen mittelfristig zur Entwicklung intelligenter Experten. Natürlich kann der Erwerb von anspruchsvoller Expertise bei hochbegabten Menschen auch im Laufe der Zeit verflachen, versanden und in einer Sackgasse oder in Holzwegen enden.` [...]

Diskrepanzen zwischen besonders hoher Begabung und erheblich darunter liegender Leistung sind gemeinsame Grundlage theoretischer und praktischer Überlegungen" ,
sind kennzeichnende Merkmale für UNDERACHIEVER!

"Zum einen gibt es Diskrepanzen zwischen Beobachtungen von Eltern zu Hause und Lehrern in der Schule. Während Eltern ihr Kind als vielseitig interessiert und neugierig erleben, entsteht bei Lehrern der Eindruck, das Kind sei kaum für irgendetwas zu interessieren. Während Eltern Engagement, Ausdauer, Interesse am Lesen bei ihren Kindern bewundern, klagen Lehrer über mangelnden Einsatz."

Während Konrad, wie in der Literatur üblich, von Leistungsverweigerern- versagern oder auch -anstrengungsverweigerern spricht, bevorzugen wir den Begriff der Leistungsoptimierer, wenn wir Underachiever meinen. Im Anschluss an das vorherige Zitat von S.11/12 führt Konrad nach Holling im Anschluss an Butler-Por auf S.14 aus:

"Holling erklärt im Anschluss an Butler-Por: ,Hochbegabte, die über eine hohe Kreativität verfügen, stoßen durch ihre unkonventionelle Art, Aufgaben zu strukturieren und Probleme zu lösen, leicht auf Widerstand bei Eltern und Lehrern.Sofern sich die Erwachsenen nicht der Hochbegabung der Kinder bewusst sind, werden diese schnell als ,Störer` erlebt und dazu angehalten, sich möglichst konform zu verhalten. Dies kann zum einen zur Folge haben, dass sich die Begabung nicht optimal entfalten kann, da die normierten Rahmenbedingungen des Lernens für diesen spezifischen Personenkreis eher hemmend wirken. Zum anderen besteht die Gefahr,dass die betroffenen Kinder ihre Begabung ,verstecken`, um so einem unangenehmen sozialen Druck ausweichen zu können. Beides hat zur Folge, dass das Leistungsverhalten der Kinder nicht ihre tatsächlichen Fähigkeiten widerspiegelt.` "

Konrad nennt also apriori Kausalfaktoren für gelingendes Lernen. Mit der Person des Lehrers nennt sie einen weiteren Katalysator, auf den auch wir bereits mehrfach hingewiesen haben. Auf Seite 17/18 heißt es daher:

"Außerdem ist die Persönlichkeit des Lehrers von großer Bedeutung. Unkenntnis der Probleme von Underachievern und eine negative Einstellung zur Hochbegabung sind ebenso problematisch wie falsche, insbesondere zu niedrige Erwartungen oder ein Lehrstil, der zwar zum Lehrer, aber nicht zu den Fähigkeiten des Underachievers passt."

Üblich wie notwendig ist, es auf das Zusammenwirken, innerhalb des Bedingungsgefüges, zwischen Individualselbstkonzept, Schule und Eltern hinzuweisen. Auf Seite 25/26 schreibt Konrad:

"Wenn Lernen solchen Anforderungen genügen soll, muss berücksichtigt werden, dass Kinder verschiedene Lernstile bevorzugen, das Sehen, Hören, Bewegen, Berühren; ,oft ist ein Lernweg dominant, wird jedoch mit anderen kombiniert` (Huser, 1999, S. 39). Je nach bevorzugter Vorgehensweise ergeben sich vier Lernstiltypen:

-Der Macher mit überwiegend konkret-systematischem Stil bei praktischen, faktenorientierten und gewissenhaften Persönlichkeiten
-Der Denker mit abstrakt-systematischem Stil bei analytisch, gründlich und vernetzt denkenden Persönlichkeiten
-Der Entscheider mit konkret-assoziativem Stil bei energievollen, experimentierfreudigen und willensstarken Persönlichkeiten
-Der Entdecker mit abstrakt-assoziativem Stil bei sozialen, gefühlsbetonten und kreativen Persönlichkeiten"

Am Ende ihrer Ergebniszusammenschau macht Konrad deutlich, dass die Möglichkeit der Rückmeldung von Schülerseite ein Aspekt der Wertschätzung ist und darstellt. Auf S.66 heißt es:

"Und ich hatte das Gefühl, durch dieses Bonmot aus Schülermund erstmals explizit eine Bestätigung dafür zu haben, daß neben aller Planung zählt, ob man die Sache, die man unterrichtet, als seine Sache glaubhaft machen kann."

Auch die Authentizität in allen Bereichen ist dabei wesentlicher Erfolgsgarant, wir haben mehrfach darauf hingewiesen. Beide Aspekte können aus 12 Jahren Berufserfahrung bestätigt werden. Auf S.69 schreibt Konrad unter den nachfolgenden Überschriften:

"3.2 REFLEXION UND AUSWERTUNG IM NACHFOLGENDEN UNTERRICHT

Meine Anstrengungen zur Überwindung der Einstellung ,Sprache - Nein Danke!` sind nicht erfolglos geblieben. Auch die Gespräche mit den Eltern bestätigen, daß die Kinder sich bei uns an der Schule und im Deutschunterricht wohlfühlen. Alle vier beteiligen sich inzwischen zunehmend von sich aus, nicht nur an Handlungsaktivitäten, sondern auch an Unterrichtsgesprächen, nicht nur, aber auch im Deutschunterricht. Das ist eine Ermutigung, die Herausforderung weiterhin mit Phantasie und Energie zu beantworten. Damit ist der Einstieg gelungen, andere große Probleme sind noch ungelöst.

3.2.1 PRODUKTORIENTIERUNG: DAS GEMEINSAME MÄRCHENBUCH

Außer den bereits erwähnten Standbildern sollten noch weitere Eigenproduktionen in das gemeinsame Märchenbuch kommen. Die Aufnahme eigener Märchen,Märchenrätsel und Bilder sollte, nach übereinstimmender Auffassung der Kinder, solchen Produkten vorbehalten sein, die das auch verdienten. Diskussionen über einzelne Produkte hat es nicht gegeben. Niemand hat aber was abgegeben, das nicht mit großer Mühe und Sorgfalt gemalt und geschrieben war. Der Computer durfte zu Hause als Hilfsmittel eingesetzt werden. Die Abgabe der Reinschriften war nicht für einen festenTermin, sondern für einen längeren Zeitraum verabredet. Und sie war freiwillig. Die Orientierung an dem gemeinsamen praktischen Ziel gab immer wieder Anlaß zu Gesprächen. Sie begannen mit Fragen wie: ,Darf denn ... ?` oder: ,Kann denn ... ?`, in denen die Kinder besprachen, wie genau die Produkte beschaffen sein könnten und wie das hinzubekommen sei. [...]

Es ergaben sich Vorschläge, die als Auseinandersetzung mit dem Thema und als Schreibübung nicht weniger sinnvoll waren als meine. Es gab also vielfältige Anreize und Gelegenheiten zu selbstständigem und selbstreguliertem Lernen.
Obwohl die Arbeiten vielfach zu Hause über einen längeren Zeitraum zu Ende geführt werden konnten, fehlte es nie an bereits fertigen Produkten als Stoff für die Besprechung von nachahmenswerten Ideen und Möglichkeiten der Verbesserung."

Heißt es auf S.70. Der Erfolg liegt auf der Hand und ist mehr als offensichtlich. Der schulische Rahmen mit seinem Zeitmanagement und der Bezirksregierung als oberste Dienstbehörde geben einem Lehrer dazu aber wenige Möglichkeiten. Lesen Sie weiter... ›
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