Ich habe ursprünglich den SBM-500H bei MM testen können und war so begeistert, dass ich mir letztendlich dieses Nachfolgemodell (SBM-600H)gekauft habe. Wesentlicher Unterschied scheint beim neuen Modell die "3D" Massage zu sein = Massagekugeln, Vibration und Wärme zusammen schaltbar. Die Massagekugeln massieren ziemlich heftig, was ich positiv bewerte. Wem das zu stark ist, dem sei empfohlen, eine Decke zwischen Rücken und Sitz zu legen. Die Fernbedienung (=Kabel) ist auch anders strukturiert, sehr übersichtlich und leicht verständlich. Die wichtigen Tasten sind mit LED`s beleuchtet, so dass man die ausgewählten Funktionen/Einstellungen auf einen Blick wahrnimmt. Gefällt mir alles viel besser als beim Vorgängermodell.
Vorweg einige stichwortartige Auszüge hinsichtlich "Sicherheitsvorkehrungen" des Herstellers die mir erwähnenswert erscheinen: Das Gerät darf nur verwendet werden, wenn es an einem Stuhl befestigt ist. Der Benutzer muss aufrecht sitzen. Es darf nicht auf weiche Oberflächen gelegt werden, wie zB. Bett, Couch. Dieses Produkt sollte nicht von Diabetikern verwendet werden. Personen mit Herzschrittmachern und Schwangere sollten vor der Benutzung einen Arzt konsultieren. Eine zu lange Benutzung könnte zu übermäßiger Erwärmung des Produkts führen und die Lebensdauer verkürzen (Anm.: Nach ca. 15 Minuten schaltet das Gerät erst mal ab und die Kugeln gehen in Parkstellung...)
Ich habe den Sitz dauerhaft auf einen Bürosessel befestigt und lasse mich bei PC-Arbeiten gelegentlich massieren. Wenn der Sitz außer Betrieb ist, spürt man allerdings die Kugeln im LWS-Bereich (= Parkstellung). Sicherlich wird nicht jeder damit leben können oder wollen. Meist klappe ich im Ruhezustand die dünn gepolsterte Sitzfläche nach oben, so dass diese vor den Kugeln liegt welche dann kaum noch spürbar sind (ist sicherlich abhängig von der Ergonomie des Sitzmöbels, ob das auch bei Ihnen Vor-oder Nachteile bringt...). Jedenfalls wäre es mir zu viel Aufwand, das Teil bei Bedarf heraus zu kramen und jedes mal vernünftig an einen Sitz zu befestigen (= dehnbare Schlaufen, die hinter den Stuhl gezogen werden...).
Sie benötigen, wie erwähnt, einen stabilen Sitz, wo der SBM-600 drauf gelegt / befestigt werden kann.
Falls Sie im Vorfeld zu Hause ein geeignetes Sitzmöbel auswählen möchten, sind hier die Maße des Artikels:
Das Rückenteil ist ca. 73 cm hoch, an der breitesten Stelle ca. 40cm und im Kopfbereich ca. 30cm breit. Der Rückenbereich ist etwa 8cm dick, während der Kopfbereich ca. 13cm dick ist(erinnert an Auto-Kopfstützen...).
Die Sitzfläche selbst ist ca. 41 cm breit x 37-42 cm tief(= lässt sich durch Stoffverbindung zum Hauptteil etwas verschieben, ist nur dünn gepolstert und hat m.E. im Wesentlichen nur optische Vorteile...)
Schultermassage schalte ich nicht immer zu, weil hinsichtlich Tinnitus-Problemen (= Tagesform...) das Motorengeräusch in Ohrnähe für mich höchst unangenehm ist. Auch sonst wird wohl nicht jeder bei den Motorengeräuschen "chillen" können aber mit Musik, TV o.ä. (ggf. Kopfhörer) lässt sich das Massagegeräusch gut übertönen. Ganz lautlos lässt sich das ganze wohl nicht konstruieren denn schließlich müssen die drehmomentstarken Motoren auch einiges leisten...
Ansonsten geht auch die Schultermassage, welche sich separat mit der FB bedarfsgerecht nach oben/unten steuern lässt, ziemlich zur Sache. Ob Sie "Streicheleinheiten oder schon Schmerz" verspüren, ist neben der Körperstatur und Verspannung auch davon abhängig, wie stark man sich selbst gegen die Kugeln presst.
Die vom Hersteller angegebenen 29 Einstellmöglichkeiten muss man wie folgt sehen: Man hat im Wesentlichen 2 Massage-ARTEN zur Auswahl: "Shiatsu" und "Rolling". Erstgenannte Variante (kreisend/ rauf und runter) empfinde ich als angenehmer, letztere geht beidseitig neben der Wirbelsäule nur "gerade" rauf und runter.
Darüber hinaus gibt`s durchdachte Möglichkeiten der individuellen Anpassung: Man kann die Massagekugeln mittels Fernbedienung weiter von der Wirbelsäule weg bzw. näher ran einstellen. Ebenso ist es möglich, die Massage auf bestimmte Rücken-Abschnitte zu beschränken (=Voreinstellung auf der FB) oder aber mittels der Fernsteuerung eine Punktmassage erwirken. Ich bin der Meinung, dass man aufgrund der Steuerungsmöglichkeiten die Massage der Körperstatur und dem gewünschten Bedarf ganz gut anpassen kann (ich bin ca. 178cm groß). Schade nur, dass diese Einstellungen nicht gespeichert werden können. Insofern muss man beim nächsten Benutzen alles wieder neu positionieren. Unterm Strich kann man so von 29 Einstellmöglichkeiten sprechen, was die ART der Massage jedoch nicht ändert.
Es lässt sich zudem "Vibration" zuschalten (separat für Schulter / Rücken), ebenso wie Wärmezufuhr (separat Schulter / Rücken). "Vibration" erinnert mich ein wenig an einfachere Massagesitze, wie ich sie bislang kannte.
Die Wärmezufuhr könnte schneller erfolgen. Erst wenn man sich einen zweiten Massagedurchgang (= eigentlich gegen die Bedienungsanleitung!) gönnt, spürt man die Wärme so intensiv, wie ich es mir beim ersten Durchgang wünschen würde. Am Besten wäre natürlich eine stufenweise Schaltung der Wärme-Intensität um allen Ansprüchen gerecht zu werden.
Ich leide nicht selten unter Verspannungen und Bandscheibenproblemen. Nach einigen Wochen fast täglicher Benutzung bin ich der Meinung, dass der Massagesitz sich hier eher positiv auswirkt aber keineswegs einer professionellen Massage gleich kommt. Abgesehen davon ist das Teil auf lange Sicht "spottbillig" wenn man die Kosten für einen Physiotherapeut gegen rechnet.
Wer das Geld übrig hat kann hier zugreifen. Auch im Freundeskreis wird der "elektrische Masseur" als angenehm empfunden.
Nachdem mich also dieser Massagesitz überzeugt hat, habe ich mir noch ein Fußmassagegerät des gleichen Herstellers gegönnt und bewerte dieses in einer anderen Rezension...
Nachtrag 02/11
Bezüglich "nicht für Diabetiker geeignet" (=Sicherheitsvorkehrung des Herstellers...):
Ich war überrascht, als ich in einer Arztpraxis ("Diabetologe mit gutem Ruf") genau diesen Sitz im Wartezimmer sah. Wenngleich man hier aus Zeitgründen nicht umfangreich auf meine Frage(n) eingehen konnte, wurde mir vermittelt, dass der Massagesitz eigentlich nicht problematisch sei. Allerdings sollte man (nicht nur als Diabetiker) immer bei Verletzungen (Wunden o.ä) vorsichtig sein (ggf. Arzt konsultieren), was gedanklich nachvollziehbar ist.
Wesentlich kritischer wird allerdings ein elektrisches "Fußmassagegerät" bewertet. Weil der gestörte Stoffwechsel bei Diabetes häufig für Durchblutungsstörungen und Nervenerkrankungen an den Füßen sorgt, ist die Empfindung für Wärme und Schmerz oft vermindert und Verletzungen werden evtl. nicht rechtzeitig gespürt. Aus diesem Grund ist bei Diabetikern hier ("an den Füßen") besondere Vorsicht angebracht.