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Hleb
 
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Hleb

Leningrad Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

TAZ, 17.08.2004

„... In ihrer volksnahen wie anarchischen Art sind Leningrad so uncool, wie man es sich in unserem Video-Clip-Zeitalter nur wünschen kann. Aber man darf nicht vergessen: Das nächste Zeitalter steht an der Schwelle, und die Trendmacher von morgen haben bereits ihre Wahl getroffen. Und so bleibt uns nur eins: so schnell wie möglich zum Konzert zu laufen und das „Echte“ in vollen Zügen genießen, bevor es morgen endgültig zum neuen Trend wird. Man muss die Feste feiern, wie sie falle ...“

Junge Welt, November 2003

„... Publikations- und Auftrittsverbote machten die Band legendär, brannten ganze Verse in die Hirne einer Generation. 2002, als ein Veranstalter drohte, den Stecker zu ziehen, falls unschöne Worte auf der Bühne fallen sollten, meinte Shnur zu seinen Zehntausenden Moskauer Fans: „Wir dürfen die Texte zu unseren Songs nicht singen, also tut ihr es! ...“

taz nord, 27.05.2006

Einst waren die Russen der Geheimtipp der Intellektuellen, heute gelten sie als erfolgreichste Band des postsowjetischen Landes - und das, ohne auch nur ein bisschen ihrer, nun ja, Kredibilität einzubüßen. Denn "Leningrad" sprechen die Sprache des Volkes: lustig-derb, direkt und kritisch. In ihren Texten geht es um den "einfachen russischen Menschen" und der interessiert sich vor allem für Alkohol und Sex - das Herz natürlich immer am rechten Fleck.

taz nord, 27.05.2006

Einst waren die Russen der Geheimtipp der Intellektuellen, heute gelten sie als erfolgreichste Band des postsowjetischen Landes – und das, ohne auch nur ein bisschen ihrer, nun ja, Kredibilität einzubüßen. Denn „Leningrad“ sprechen die Sprache des Volkes: lustig-derb, direkt und kritisch. In ihren Texten geht es um den „einfachen russischen Menschen“ und der interessiert sich vor allem für Alkohol und Sex – das Herz natürlich immer am rechten Fleck.

sound-and-image.de, 29.05.2006

Mit der Gruppe Leningrad ist es wie mit Mütterchen Russland: einerseits ist es einem manchmal nicht so ganz geheuer, andererseits kann man sich einer gewissen Faszination nicht entziehen. Einerseits hauen die Rocker mit ihrer derben und heftigen Art ordentlich auf die Kacke, andererseits sind die Mannen um Segey Shnurov aber auch jederzeit in der Lage, anrührende und sentimentale Seiten zu zeigen. Und wenn man auch noch in Moskau Auftrittsverbot bekommt, skandalöse Videos dreht, sich vehement gegen den musikalischen Mainstream stellt und dann trotzdem noch als eine der russischen Top-10 Bands gehandelt wird, dann muß schon was dran sein an dieser Kombo.(...) Eine Anarcho-Kiste der besonders interessanten Art, die sich wohltuend von dem absetzt, was man aus unserer Rockliga so gewohnt ist.

Der Spiegel, Nr. 18, 29.04.06

Russische Mutterflüche sind weltweit berüchtigt, nun bekommen sie im Westen erstmals eine große Bühne. Die Rockband Leningrad aus St. Petersburg, bekannt für kräftigen Sound und deftige Worte, geht auf Tournee nach Deutschland und Österreich. Ende Mai wird sie in München, Graz, Berlin und Hamburg zu hören sein. Parallel dazu bringt das auf Osttöne abonnierte Berliner Independent-Label Eastblok Music das Album "Chleb" (Brot)der Combo heraus. Die Band von Sänger Sergej Schnurow, die in jüngster Zeit in ihrem Heimatland nicht nur Clubs, sondern auch Stadien füllt, hat in Moskau auf Geheiß von Oberbürgermeister Jurij Luschkow Auftrittsverbot, angeblich wegen der vulgären Verse. Doch nicht nur die drastische Sprache, auch Schnurows sozialkritische Texte ("Du hast die Wahl - bettelarm oder im Gefängnis") gehen den Mächtigen in Russland gegen den Strich. Die Devise der Rocker, die viel vom Lebendgefühl der russischen Jugend widerspiegelt, hat Schnurov im Song "Freiheit" in! einem Zweizeiler formuliert: "Nur wenn du gegen den Strom schwimmst / Verstehst du, wie viel die Meinung zählt."

taz Nord vom 27.5.2006

... Das mittlerweile 15 Köpfe zählende Orchester aus St. Petersburg ist ein Phänomen, spektakulär ist schon das Line-Up. Zur imposanten Bläser-Sektion - Posaune, Saxophon, Trompete und Tuba - kommen Xylophon, Gitarren, Schlagzeug und Percussion. Stilistisch wird eine eigenwillige Mischung aus Ska, kubanischem Salsa und russischen Knast-Chansons geboten. Neuerdings gesellen sich auch Rap-Einflüsse und harte Rock-Gitarren dazu. Einst waren die Russen der Geheimtipp der Intellektuellen, heute gelten sie als erfolgreichste Band des postsowjetischen Landes - und das, ohne auch nur ein bisschen ihrer, nun ja, Kredibilität einzubüßen. Denn "Leningrad" sprechen die Sprache des Volkes: lustig-derb, direkt und kritisch. In ihren Texten geht es um den "einfachen russischen Menschen" und der interessiert sich vor allem für Alkohol und Sex - das Herz natürlich immer am rechten Fleck ...

wom magazin, Nr. 260, Mai 2006

... Leningrad [ist] eine der wenigen Bands, die sich nicht damit begnügt, den Westen musikalisch zu kopieren, sondern originäre Traditionen zu verarbeiten. Wie etwa die Gefängnislieder der Dreißiger, die so wie Schnur die Sehnsucht nach einer antibürgerlichen Haltung besingen. Slawistik-Studenten und Russendisko-Gänger kennen die Band schon von ihren energiegeladenen Konzerten. Es mag nun Zeichen der Veröstlichung des Westens ein, dass das 16 Mann starke Ensemble um ihren charismatischen Sänger nun ihr erstes Album im deutschsprachigen Raum veröffentlicht - und zwar auf Russisch. "Hleb" heißt im Russischen das Brot. So geht es in den hervorragenden Texten um all das, was im russischen Alltag vermeintlich und wirklich am Leben hält. Die 16 Lieder sind ein wilder, musikalischer Kraftakt mit absoluter Hitgarantie, den nur derjenige zustande bringen kann, der sich sicher weiß im Sattel der russischen Realität. Wie singt "Schnur": "Ich bin frei, habe vergessen, was Angst ist."

Kurzbeschreibung

Zur Gruppe Leningrad gehören im Moment 16 Leute. Das macht die Live-Auftritte natürlich zu einem beeindruckenden Erlebnis. Die Bläser – Posaune, Saxophon, Trompete und Tuba – werden begleitet von Xylophon, Gitarren, Schlagzeug, Percussion und der rauen Stimme des Frontmanns Shnur. Dies alles macht den unwiderstehlichen Charme von Leningrad aus. Die Musik ist eine Mischung aus Ska, kubanischem Salsa und russischen Gefängnis-Chansons, die mit dem Herzen auf der Brust vorgetragen werden. Neuerdings gibt es auch verstärkt Rap-Einflüsse und harte Rockgitarren.
Leningrad verstoßen gegen alle möglichen Verbote, brechen mit Traditionen, sie fluchen in der Öffentlichkeit, drehen skandalöse Videos und verbreiten Chaos auf ihren Konzerten. So wurden sie berühmt, ohne sich besonders anzustrengen oder zu verkrampfen. Shnur meint selbst über seine Gruppe: „Leningrad – das ist wie ein Pornofilm: mit kleinsten Mitteln starke Emotionen hervorrufen.“ Moskaus Bürgermeister war dies zuviel, und er erteilte Leningrad Auftrittsverbot. Im Rest des Landes spielen sie dafür vor mehreren Tausenden frenetischer Fans. Leningrad ist das Salz in der Suppe des russischen Showbusiness. Sie lassen sich trotz ihres riesigen Erfolges nicht vereinnahmen, und Shnur sagt seine Meinung zu allen Themen, die ihn bewegen. Leningrad hat schon immer die Sprache des Volkes gesprochen – auf lustig-derbe oder direkt-kritisierende Art. „Hleb“ ist Leningrads bis dato sozialkritischstes Album. Die Gitarren auf „Fuck You“ getunt und wie immer in wenigen markanten Sätzen gesellschaftliche Probleme beschreibend – Leningrad at it’s best!

Der Künstler über die CD

"Die Pläne von Leningrad stimmen mit denen Russlands überein - wir wollen mal wieder Europa erobern. Und zwar werden wir dies mit viel Enthusiasmus und ohne materielle Grundlage tun." (Sergey Shnurov in der Tageszeitung "Märkische Allgemeine" vom 30.05.2006)
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