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Hjalmar Schacht: Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier
 
 
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Hjalmar Schacht: Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier [Gebundene Ausgabe]

Christopher Kopper
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 438 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG; Auflage: 1 (5. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446407006
  • ISBN-13: 978-3446407008
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 734.773 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Koppers Schacht-Biographie ist so sauber und kritisch recherchiert wie keine zuvor. Frühere Biographen übernahmen gutgläubig manche Schilderung aus Schachts Memoiren. Kopper hat erstmals Akten, Redeentwürfe und private Papiere von Schacht verarbeitet, die lange unzugänglich in DDR-Archiven und in Moskau lagerten." Spiegel online, 10. November 2006 "Mit großer Sachkenntnis hat Christopher Kopper die Geschichte einer von der eigenen Vortrefflichkeit überzeugten Expertenexistenz dargestellt." Literaturbeilage der ZEIT, 7. Dezember 2006 "Kopper lässt eigene Einschätzungen anklingen, hält sich aber mit abschließenden Bewertungen der Person Schachts zurück - nicht zuletzt deswegen ist 'Hjalmar Schacht - Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier' lesenswert." dpa, November 2006 "In seinem spannenden, teilweise rasant geschriebenen Buch weist der Bielefelder Historiker nach, wie eng der steile Aufstieg Schachts mit politischem Opportunismus verknüpft war.[...] Als Ergänzung zur Biographie Schachts ist deshalb unbedingt Koppers so lesenswerte wie erschreckende Studie 'Bankiers unterm Hakenkreuz' (2005) zu empfehlen." Deutschlandradio, 23. November 2006

dpa, November 2006

"Kopper lässt eigene Einschätzungen anklingen, hält sich aber mit abschließenden Bewertungen der Person Schachts zurück - nicht zuletzt deswegen ist 'Hjalmar Schacht - Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier' lesenswert."

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Von Sommerwind TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Hjalmar Schacht gehört wie Albert Speer zu den schrecklichen Technokraten des "Dritten Reiches"; erst der Intellekt und der Einsatz dieser Ungeister hat die Fortsetzung des nationalsozialistischen Terrors über den eigentlichen "Siedepunkt" hinaus möglich gemacht. Im Falle Schachts war das die komplexe Finanzierung von Hitlers Aufrüstung durch die so genannten MeFo-Wechsel - Wechsel, die von vorneherein auf eine imperialistische "Refinanzierung" hinauslaufen mussten. Schacht war in den entscheidenden Punkten Parteigänger von Hitler und seinen Ideologen. Ihn als weitgehend unpolitischen Finanzmagnaten darzustellen, wäre durchaus fehlerhaft. Kopper, spezialisiert auf die Geschichte des Banken(un)wesens, meistert derlei Klippen und Fährnisse nicht durchgehend mit Bravour. Allzu sehr verfällt er ins rein Biographische und geht Schachts um Harmlosigkeit bedachter Selbststilisierung auf den Leim. Trotz einer umfangreichen Quellenlage kann Koppers Arbeit daher nicht ganz überzeigen - ein Ersatz für die brillante Schacht-Biographie von John Weitz ("Hitlers Bankier Hjalmar Schacht" München/ Wien: Europa-Verlag 1998, 479 S.) ist sie zweifellos nicht. Das insgesamt ambivalente Bild wird durch einen ungelenken Stil bestätigt, der auf mangelhaftes Lektorat schließen lässt. Gegen Ende des Buches verfällt Kopper in eine bemerkenswerte, ja bedenkliche Tonlage; im letzten Absatz heißt es:
"Entgegen seinen eigenen Befürchtungen war ihm ein sehr langes Leben in guter geistiger und körperlicher Gesundheit vergönnt. Hjalmar Schacht starb am 3. Juni 1970 im gesegneten Alter von 93 Jahren." (S. 385)
Darf kritische Geschichtswissenschaft die Distanz zum biographischen Objekt auf eine solche Art und Weise unterschreiten? Immerhin handelt es sich um den Finanzier des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges. Die Antwort auf die Frage dürfte klar sein. Und sie dürfte noch einmal zeigen - auch wenn der feuilletonistische Werbekanon anderes insinuieren mag - warum diese Biographie ältere Arbeiten (u.a. die von Harold James oder Avraham Barkai) nicht ersetzen kann.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von K. Krug
Format:MP3 CD|Von Amazon bestätigter Kauf
die mit ihrer konservatischen Grundeinstellungen und großem Fachwissen die deutsche Geldpolitik entscheidend geprägt hat.

Er kämpfte wie ein Titan gegen die Verschuldung der deutschen Kommunen, Städte, Länder und des Reiches das es einen nur erschauert, wie sehr wie einen Mann dieses Formates wieder brauchen könnten.
Sein Beharren am Goldstandard brachte viele ausgabenfreudige Politiker der Weimarer Repubklik zum Verzweifeln, wobei er sich später als willfähriger Handlanger Hitlers bei der Aufrüstung auch nicht für Tricks zu Schade war, die in der Bankenkrise 2008 als "außerbilanzielle Zweckgesellschaft" zu trauriger Berühmtheit kamen. Ich behaupte die dilletantischen Nazis hätten ohne Schact es garnicht geschafft so weit zu kommen, insoweit hat sich Schacht zum Steigbügelhalter gemacht.

Seine Ambivalenz ist auch in der nationalsozialistischen Judenverfolgung erkennbar: er wollte ihren öffentlichen Einfluss einschränken, setzte sich aber andererseits auch mit ganzer Persönlichkeit für ihre Rechte ein. Er war ein konservativer Opportunist und schlug sich überwiegend auf die Seite der stärksten Batallione.

Dieses Werk ist sowohl für historisch (beide Weltkriege) als auch finanzwirtschaftlich (Kriegsreparationen, Hyperinflation, Gold, Verschuldung, Börsenkrach) Interessierte äußerst empfehlenswert.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wer Adolf Hitler und das Dritte Reich kennt, wird mit dem Namen von Hjalmar Schacht ebenfalls etwas anfangen können und ich denke das insbesondere die damaligen Geldströme einer genaueren Untersuchung es wert wären, insbesondere diejenigen vor 1933 und etwas präziser die während der Krisenjahre der Weimarer Republik. Hjalmar Schacht war der einflussreichste Bankier in dieser Zeit und diente danach auch Hitler bis er 1938 in Ungnade viel. Wer war der Mensch Hjalmar Schacht? Was trieb ihn an und was dachte er? Schnörkellos und ohne Legendenbildung können wir uns im Buch HJALMAR SCHACHT nun dieser Person nähern.

Ich denke es bedarf mehr sauber recherchierter und sachlicher Literatur zum Thema des Dritten Reichs, mehr Kritik bare auch mehr Selbstreflexion, mehr Distanz zu Meinungen und bereits geschrieben, damit man die Fehler der Vorgänger nicht wiederholt. Das Buch HJALMAR SCHACHT von Christopher Kopper hat sich dies auf die Fahne geschrieben, sauber, kritisch und vorurteilsfrei.

Ich hatte mir gewünscht etwas über die Finanzierung der DAP / NSDAP, der SA und der SS zu lesen, insbesondere der Zeit zwischen 1919 und 1923, aber auch in den Jahren 1923 bis 1932 gingen interessante Dinge vor sich. Das Buch HJALMAR SCHACHT von Christopher Kopper widmet sich aber vor 1933 dem Bankier nur persönlich und zeigt seinen Aufstieg innerhalb der Bankenlandschaft sowie seine politischen Ambitionen und liberaldemokratischen Neigungen.

Doch was nach 1933 kam war wie ein Aufstieg in den Olymp für Hjalmar Schacht, denn er wurde von Adolf Hitler mit Sondervollmachten ausgestattet und war damit mehr als nur Reichsbankpräsident.

Das Buch geht sehr dezidiert mit der Zeit zwischen 1933 und 1938 um, und zeigt sehr deutlich die Einlassungen von Hjalmar Schacht auf die nationalsozialistische Rassenpolitik, die Judenvernichtung und Ausgrenzung und die Arisierung von jüdischem Vermögen.

Um es kurz zu machen, Hjalmar Schacht sah den Zug kommen und sprang auf, schwang sich empor zum obersten Herren über das Geld und die Finanzströme und wurde damit ohne Ethik und Moral zu einem Mittäter des Systems.

Hjalmar Schacht war, wie viele andere auch, einfach rücksichtslos an der Macht interessiert und setzte zur Erreichung seiner Ziele deshalb auch alle Mittel ein - die ihm zur Verfügung standen. Das er dann 1938 in Ungnade fiel durch seine Opposition und den Widerstand den er bot, war es nur eine Frage der Zeit bis er schließlich nach dem 20. Juli auch noch inhaftiert wurde.

Die Prozesse in Nürnberg, die Entnazifizierung, der bayrische Freibrief und seine wiederholte Verhaltung sehen am Ende der Geschichte aus wie ein Stück aus dem Tollhaus, hier habe ich fast gelächelt, den Hjalmar Schacht war zwar gewarnt worden, doch befolgte er den Rat guter Freunde nicht.

Insgesamt gesehen ist das Buch HJALMAR SCHACHT von Christopher Kopper interessant, wenn es auch nicht alle finanzpolitischen Bereiche abdeckt und sich maßgeblich auf die Zeit zwischen 1933 bis 1938 stützt, doch ist es eine gut gemachte Aufbereitung des Themas uns weitere gute Quelle, um sich dem Gesamtkomplex sauber und kritisch zu nähern.

Empfehlenswert!
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