....sollte dieses Buch gelesen haben.
Die „Palette" der Bücher die sich mit dem Tode Hitlers „beschäftigen", auseinandersetzen, wird immer länger und voller erstaunen stellt man / frau fest, wesentlich neue Erkenntnisse sind kaum zu erlangen - wie auch ? Diese Veröffentlichung des englischen Historikers H.R. Trevor-Roper gehört trotz seiner frühen Ersterscheinung / Erstausgabe - „The last days of Hitler" zu einem „Standardwerk von internationalem Rang.
Als einer der ersten Autoren hat H. R. Trevor-Roper versucht, die letzten Tage Hitlers zu rekonstruieren und dies ist ihm bestens gelungen. Im Gegensatz zu manch anderen Autoren die sich dieses Themas angenommen haben, berichtet er über diese letzten Tage, anschaulich und genau. Bewußt verzichtet er auf jegliche populärwissenschaftliche „Schnörkeleien" und „Ausschmückungen". Man / frau ist am Ende seines Buches fast etwas beschämt, das dieser Bericht / dieses Buch so „spannend" und „fesselnd" ist.
Erstaunt ist der geneigte Leser über die Exaktheit seiner Schilderung sowie der Fähigkeit des Autors, Selbstkritik zu üben. Da gehört es wie selbstverständlich dazu, das immer wieder auf widersprüchliches hingewiesen wird und ........das Eingeständnis, das er mit der ein oder anderen Aussage auch Irren könnte. Allein seine 40 Seiten Einleitung zur 3. Auflage sind insgesamt der Versuch, die „damals neuen" Erkenntnisse, die ihm beim schreiben der ersten Auflage noch nicht vorlagen - zwischen der ersten und dritten Auflage liegen fast 10 Jahre - einzuarbeiten, auf Widersprüche einzugehen, auf Widersprüche hinzuweisen. Nach heutigem „Stand der Dinge" wissen wir das er gut daran getan hat, man / frau auf diese Widersprüche hinzuweisen ohne sich eindeutig für die ein oder andere These zu positionieren, denn .....einige dieser „Ungereimtheiten" haben sich bis auf den heutigen Tag „gehalten", andere hat der „Lauf der Geschichte" längst geklärt. Ein kleiner Tipp, als „Einstieg" zu diesem Thema halte ich dieses Buch für nicht geeignet, zu verwirrend sind die Fakten die auf den Leser „einstürzen", - als Ergänzungsliteratur jedoch ein unbedingtes muß. Leider unerklärlich bleibt, warum auf Seite 124 trotz seiner Kenntnisse, der Bunkerlageplan überhaupt nicht stimmt. Eine Erklärung dafür läßt sich -so glaube ich - im Buch des Autors Anton Joachimsthaler „Hitlers Ende" finden, der im speziellen auf diese Widersprüche einzelner Autoren näher eingeht und uns diese auch noch einmal aufzeigt.