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Hitlers Krieger
 
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Hitlers Krieger [Gebundene Ausgabe]

Guido Knopp , Christian Deick , Friederike Dreykluft
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Guido Knopp
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wer glaubt, alle Offiziere im III. Reich waren verblendete und verbohrte Nazis, der sitzt einer ungerechtfertigten Verallgemeinerung auf. Zwar haben alle Wehrmachtssoldaten einem verbrecherischen Regime gedient, ihre Beweggründe und ihr Verhalten waren jedoch so verschieden wie ihre Persönlichkeiten. Der für seine zeitgeschichtlichen Fernsehdokumentation und Bücher bekannte ZDF-Redaktionsleiter Guido Knopp befaßt sich im Rahmen seiner Arbeit über Hitler und seine Helfer diesmal mit sechs Wehrmachtsoffizieren. Diese stehen exemplarisch für die Generäle des III. Reiches.

Da sind die traditionellen Soldaten Erwin Rommel, Erich von Manstein oder Friedrich Paulus, die in unterschiedlicher Form mit dem Zwiespalt zwischen soldatischer Pflichterfüllung und Dienst für ein totalitäres System umgingen. Für all die skrupellosen Karrieristen steht Wilhelm Keitel, der im schrecklichsten Sinne alles tat, um seine Karriere und damit auch Hitler zu stützen. Fliegeras Ernst Udet verkörpert den unpolitischen Lebemann -- letztlich im Alltag gescheitert und noch im Tod propagandistisch mißbraucht. Und Wilhelm Canaris repräsentiert den stillen Widerstand gegen das Regime, gegen das keiner der sechs offen vorging. Der Abwehrchef versuchte "dem Guten und dem Bösen gleichzeitig zu dienen, in dieser Zwangslage hat sich Canaris aufgerieben".

Bei jedem dieser Offiziere schildert Knopp ausführlich den Lebenslauf, auch weit vor der Hitler-Zeit. Gerade ihr Verhalten in drei völlig unterschiedlichen Systemen -- Kaiserreich, Weimarer Republik und Hitler-Deutschland -- verdeutlicht ihre Charaktere. Knopp hinterfragt ihre Position gegenüber Hitler, dem Widerstand und dem Antisemitismus. So ergibt sich eine hochinteressante Studie über fünf sehr eigene Persönlichkeiten, die einerseits mit ihrer Tätigkeit das III. Reich gestützt haben, andererseits mit den Untaten der Nazis völlig verschieden umgegangen sind. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Der Historiker Guido Knopp befaßt sich mit sechs hohen Offizieren, die Hitlers Angriffskriege führten. Rommel, Keitel, Paulus, Udet, Canaris und Manstein stehen stellvertretend für eine Militärkaste, die sich, bei aller Skepsis gegenüber Hitler und der NS-Ideologie, auf ihre Gehorsamspflicht berief und so aus der Verantwortung stahl.Prof. Dr. Guido Knopp, Jahrgang 1948, war Redakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und anschließend Auslandschef der "Welt am Sonntag". Heute leitet er die ZDF-Redaktion Zeitgeschichte. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Jakob-Kaiser-Preis, den Europäischen Fernsehpreis, den Telestar, den Goldenen Löwen und das Bundesverdienstkreuz.
Guido Knopp ist Autor zahlreicher, zum Teil preisgekrönter Fernsehfilme, zu deren Themen er u.a. folgende Bücher veröffentlicht hat: "Die deutsche Einheit" (1990), "Der verdammte Krieg" (1991), "Bilder, die Geschichte machten" (1992), "Entscheidung Stalingrad" (1993), "Die großen Fotos des Jahrhunderts" (1994), "Top-Spione" (1994), "Das Ende 1945" (1995). Seine Bücher "Hitler. Eine Bilanz" (1995), "Hitlers Helfer" (1996), "Hitlers Helfer" (1997), "Vatikan" (1997), "Hitlers Krieger" (1998), "Kanzler - Die Mächtigen der Republik" (1999), "Hitlers Kinder" (2000) und "Holokaust" (2000) standen monatelang auf den Bestsellerlisten.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Als das deutsche Schlachtschiff "Dresden" im Herbst 1914 im Pazifik vom Ausbruch des ersten Weltkrieges überrascht wurde, kam das einem Todesurteil gleich, denn gegen die Royal Navy war auf den Weltmeeren kein Kampf zu gewinnen. Die "Dresden" wird auch schnell von der "Glasgow" versenkt, die Besatzung kann sich jedoch an das chilenische Ufer retten, wo sie interniert wird. Der junge Seeoffizier Wilhelm Canaris flieht aus der Internierung, überquert im Winter die Anden, durchwandert Argentinien und schlägt sich wieder bis nach Deutschland durch. In den nächsten Jahren arbeitet er als Agent und Kontaktmann des kaiserlichen Heeres in Spanien, um die Versorgung der deutschen U-Boote sicherzustellen. Nach der Niederlage des 1.Weltkrieges schließt sich Canaris den Freikorps an und spielt eine höchst zweifelhafte Rolle bei der Aburteilung der Luxemburg-Liebknecht-Mörder, verhilft sogar einem zur Flucht, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Ganz anders Ernst Udet, eines der Kampffliegerasse des 1. Weltkrieges, der sich in der Zeit Republik als Schauflieger und Partylöwe durchschlägt und der mit seinen Fliegereinsätzen in den ersten deutschen Spielfilmen zum Idol der Jugend aufsteigt. So wie Canaris durch seine Bekanntschaft mit Reinhard Heydrich in der Zeit des Dritten Reiches seinen Aufstieg erlebt, so wird Ernst Udet von seinem ehemaligen Fliegerkollegen Hermann Göring als öffentliche Galionsfigur in die Wiederaufrüstung der deutschen Luftwaffe involviert.
Canaris und Udet, der Chef der Abwehr und das Aushängeschild der Luftwaffe, sind nur zwei von sechs Schicksalen, die Guido Knopp in dem vorliegenden Buch unter dem Titel "Hitlers Krieger" behandelt. Mit von der Partie sind noch Generalfeldmarschall Rommel, der Held von Nordafrika, dem seine Verstrickung in den Widerstand zum Verhängnis wurde, und Ernst von Manstein, das unbestrittene militärische Genie der Wehrmacht, der geistige Vater des "Sichelschnittes" gegen Frankreich und der Retter der Kaukasusheere, der es als einziger wagen konnte, Hitler zu widersprechen. Wird man Canaris, Rommel und Manstein das menschliche Format nicht absprechen können, gilt das nur eingeschränkt für den labilen und unsteten Udet und den Generalfeldmarschall Paulus, dem Verlierer von Stalingrad, der anders als der überwiegende Teil seiner 200.000 Soldaten in Russland gut über die Runden kam und der sich, nachdem er dem nationalsozialistischen Regime gedient hatte, nach 1949 auch noch der kommunistischen Propaganda in der DDR zur Verfügung stellte. Als bloßer Ja-Sager ohne jedes eigene menschliche und moralische Format erscheint dagegen Wilhelm Keitel, der Oberbefehlshaber der letzten Kriegsmonate, der sogar den Kommisaarbefehl gegenüber interner Wehmachtskritik verteidigte
So packend die sechs Kurzbiographien von Rommel, Manstein, Keitel, Paulus, Udet und Canaris zu lesen sind - die eigentliche Hauptfigur bleibt Hitler, dessen Faszination alle zunächst erlagen, bis sie sich an der Entwicklung des Regimes rieben, protestierten wie Rommel oder Manstein, resignierten wie Paulus, sich umbrachten wie Udet, kollaborierten wie Keitel oder wenigstens wie Canaris am Ende eines langen Irrweges sich dem Widerstand anschlossen. So kann dieses ausgezeichnete und ungemein spannend geschriebene Buch auch als eine Geschichte Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jhdts. gelesen werden, verfasst aus sechs Perspektiven, gruppiert um die finale Person Hitlers, der nicht nur diesen sechs sondern ganz Europa zum Verhängnis wurde.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geteilte Ansichten 21. Dezember 2005
Format:Taschenbuch
Ich finde dieses Buch nicht schlecht, es ist eine gute Darstellung der Generalitäten des dritten Reiches.

Ich stelle hier jedoch einen subjektiven Konflikt zwischen mir und Herrn Knopp fest. Ich finde, dass er Rommel und Mannstein zu viele Vorwürfe macht. Wenn man sich gewissen Passagen 2-3 mal durchliest, bekommt man den Eindrück, als wären diese 2 Generäle absolute Täter, das stimmt nicht. Er wirft ihnen vor, nichts getan zu haben - z. B. 44er Attentat -, einerseits versetzt er den Leser in die Lage, wie die beiden Generäle denken und handeln wollten und mussten, auf der anderen Seite ist es ein Postulat das nicht verwirklicht wurde.

Sie beteiligten sich nicht an dem Attentat, aber vielleicht sollte Herr Knopp bedenken, das man zu Hitlers Zeiten eine andere Auffassung von Treuebruch und Verrat hatte als jetzt! Ich kann und will nicht verstehen, dass er diese zwei derartig anklagt. Sie haben ihre Pflicht erfüllt, sicher für das falsche Regime, sie haben immer versucht das Beste aus den gegebenen Situationen zu machen und sie waren durch ihren Eid verpflichtet. Das sollte man nicht in einer derartigen Forderung nach Taten ausarten lassen, finde ich nicht fair. Man denke an Rommel, er hat Kriegsgefangene sehr gut behandelt und niemanden exekutiert. Das war für einen deutschen Offizier der damaligen Zeit wohl eher ungewöhnlich.

Aber nichts desto trotz ist das Buch sehr lesenswert, man sollte sich seine eigene Meinung über diese zwei Personen bilden. Guido Knopp ist ein guter Autor, auch Hitlers Helfer sind sehr gute Bücher, leider fehlt es Herrn Knopp manchmal ein wenig an Objetivität.

Im Großen und Ganzen, kaufen!!
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Hitlers Kriegsstrategen 6. Oktober 2011
Von geozone
Format:Taschenbuch
"Hitlers Krieger" befasst sich mit den Lebenläufen von:

Erwin Rommel
Wilhelm Keitel
Erich von Manstein
Friedrich Paulus
Ernst Udet
Wilhelm Canaris

Wie schon in den Vorgängerbüchern dieser Reihe wird die Verstrickung der einzelnen Personen in Hitlers Regime erläutert. Dies geschieht teilweise auf eine weniger objektive Art. Im Fall Rommel lässt sich Herr Knopp schon sehr zu dessen Gunsten mitreißen. An der ganzen Reihe empfinde ich auch die Inhaltsangabe stören, bei der nicht die Personen aufgelistet werden sondern nur Schlagwörter wie "Das Idol", " Der Stratege" usw. Für Querleser ist dies keine geeignete Lösung.

Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit der Auswahl der "Krieger" die einen guten Querschnitt bilden und viel Wissenswertes rund um die einzelnen Teile des Militärs bilden.

Fazit: Lesenswert
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Die neuesten Kundenrezensionen
kein schlechter Einstieg
den Guido Knopp geschrieben hat. Mir persönlich sind seine Bücher lieber als seine Fernsehbeiträge. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Januar 2009 von Historienfreak
Erneut Ziel verfehlt
Vergleichbar dem zweiten "Hitlers Helfer"-Band krankt auch dieses Guido Knopp-Buch an einer unverständlichen Auswahlmethodik der in Kurzbiographien beschriebenen Personen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2008 von Muggenhorst
"Ich habe geglaubt, ich habe geirrt...!"
der Ausspruch Wilhelm Keitels umfaßt das Dilemma vieler Offiziere im Zweiten Weltkrieg zusammen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juli 2008 von Meggie
Zu deutsche Biographien
Das Buch enthält eine Zusammenstellung von sechs solide beschriebenen Kurzbiographien von bekannten, deutschen Militärs im Zweiten Weltkrieg. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2007 von Niclas Grabowski
Aufklärung statt Legendenbildung
In "Hitlers Krieger" beschreibt der zur Zeit bekannteste Historiker Guido Knopp die Rolle der Generalität während des Nazi-Regimes. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2001 von Berthold
Z.B.Rommel, wer hätte das gedacht???
Rommel..? er war kein Nazi, zumindest nicht in seinem Inneren! Wilhelm Canaris, seine in diesem Buch kurz geschilderte Biographie, die einen schon fast traurig stimmt, denn dieser... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. April 2001 von Yal
Und wieder ein Bestseller von Guido Knopp
Dieses Buch sollte ein militärhistorisch Interessierter immer im Bücherregal haben! Knopp berichtet in seinem Buch über Rommel, Keitel, Manstein, Paulus, Udet und... Lesen Sie weiter...
Am 5. August 2000 veröffentlicht
Erfolgreiche Fernsehdokumentation jetzt als Taschenbuch
"Hitlers Krieger" (Goldmann 15045 - Erstauflage 1998) von Professor Guido Knopp, dem Leiter der ZDF-Redaktion "Zeitgeschichte" ist ein Buch, das auf der... Lesen Sie weiter...
Am 27. Mai 2000 veröffentlicht
interessant durch seine vielen verschiedenen Aspekte
In diesem von Knopp hervorragend recherchierten Buch (wie wohl fast alles von Knopp hervorragend recherchiert ist) beschreibt der Autor den Werdegang und die Charakterzüge von... Lesen Sie weiter...
Am 13. Januar 2000 veröffentlicht
6 Biographien führender Wehrmachtsgeneräle
Das Buch beschreibt den Werdegang von sechs Wehrmachtsgenerälen. Es sind dies die Herren Rommel, Keitel, Manstein, Paulus, Udet und Canaris. Lesen Sie weiter...
Am 5. Dezember 1998 veröffentlicht
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