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Hitlers Kinder
 
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Hitlers Kinder [Taschenbuch]

Guido Knopp
2.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Vollst. Taschenbuchausg. (1. Mai 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344215121X
  • ISBN-13: 978-3442151219
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 12,4 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 452.818 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Guido Knopp
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Trick ist eigentlich einfach: Man nehme Kinder und Jugendliche (vermeintlich) ernst, biete ihnen Freizeitaktivitäten, Kameradschaftsgefühl, Abenteuer und eine Aufgabe und was bekommt man? Eine nachwachsende Generation, die die Werte des herrschenden politischen Systems gnadenlos verinnerlicht hat -- und seien sie auch noch so abwegig.

Der Nationalsozialismus nutzte diesen Ansatz wie kein Regime zuvor. Die Jungen wurden in der "Hitlerjugend" zu künftigen Soldaten herangezogen, die Mädchen erfuhren im "Bund Deutscher Mädel" von ihrer Aufgabe, dem Reich Nachwuchs zu schenken. Nahezu alle Kinder wurden "lückenlos erfasst, gedrillt, belogen", berichtet Guido Knopp in seinem Buch über die Mechanismen, mit denen das NS-System die Jüngsten in die ideologischen Klauen nahm. In altbewährter Knopp-Manier (analytische Passagen ergänzt mit Zeitzeugenaussagen und gutem Bildmaterial) vertieft dieser Begleitband zur ZDF-Dokumentationsreihe die bewegten Bilder des Fernsehens.

Knopp belegt auch, wie neben den Massenorganisationen HJ und BDM eigene Eliteschulen den Nationalsozialisten dazu dienten, ihren Führungsnachwuchs gemäß der Vorstellung des "neuen deutschen Herrenmenschen" heranzuziehen. Die Realität sahen die Verblendeten dann ab 1939: Gerade mal Achtzehnjährige erlebten in der Wehrmacht die Schrecken eines Krieges, während in der Heimat Minderjährige als Luftschutzhelfer oder in der Brandbekämpfung Dienst taten. All dies geschah im Hinblick auf ein "Tausendjähriges Reich", das jedoch nur zwölf Jahre hielt und am Ende viele Jugendliche im "Volkssturm" als letztes Aufgebot in sinnlosen Rückzugsgefechten verheizte.

Angesichts der ideologischen Einpeitschung fand dann für die, die überlebten, 1945 nicht nur eine politische Phase ihr Ende, für sie ging -- dies zeigt Knopp nachdrücklich -- tatsächlich die Welt unter. Über den Zerfall des Dritten Reiches hinaus "fraß der NS-Wahn so seine Kinder".--Joachim Hohwieler -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Hitlers Kinder – das waren die Kinder derjenigen, die den Diktator nicht verhindern wollten oder konnten. Kinder, die zum Nationalsozialismus verführt und zur Hingabe ans Regime bis in die Selbstaufopferung erzogen wurden. Lückenlos erfasste die Erziehungsmaschinerie der Nazis diese Generation, um sie zu willigen Gefolgsleuten und zu Müttern künftiger Soldaten zu formen – von Hitler auch zynisch als Kanonenfutter und Gebärmaschinen betrachtet. 1945 standen sie vor den Scherben ihrer Wertordnung, und viele wurden ihr Leben lang das Trauma nicht mehr los, Teil eines Terrorregimes gewesen zu sein. Guido Knopp lässt diese Generation zu Wort kommen, er sammelt ihre Erinnerungen und zeichnet nach, wie das NS-System systematisch die Jugend für sich gewann: „Das Vermächtnis einer Generation, die, ohne je gefragt zu werden, von der Geschichte zu Hitlers Kindern gemacht wurde.“


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Da fehlt doch was 13. März 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Da hat G. Knopp (und seine Mannschaft) schon bessere Bücher geliefert. Sicher, die Idee ist gut, die Gliederung passt, die Inhalte sind richtig. Und irgendwie tasten sich Autoren (man merkt sehr deutlich, dass hier viele Köche am Brei gerührt haben) und Leser an den Kern der Sache heran: Wie konnte ein Mensch (fast) die ganze Jugend eines Landes bedingungslos hinter sich bringen und ins Verderben stürzen. Aber es ist eine zähe Geschichte, die Emotionen nur bedingt aufwirft und zu sehr in die Ecke der stattlichen Organisationen drückt. Und aus den Dialogen mit den damals Betroffenen klingt fast nicht anderes als Entschuldigung. Schade, da hätte man mehr draus machen können/müssen.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch beschreibt an Hand zahlreicher Zeitzeugenberichte sehr anschaulich mit welchen menschenverachtenden und ideologisch verblendeten Mitteln der Versuch unternommen wurde, eine ganze Generation auf die Linie der NS-Propaganda zu bringen und sie letztlich zu nichts anderem, wie Kanonenfutter in einem sinnlosen Krieg zu machen. Neben den vielen, sehr persönlichen, Schilderungen der Zeitzeugen, werden aber auch die historischen Hintergründe und die handelnden Personen beleuchtet. Nicht zuletzt durch das zahlreiche authentische Bildmaterial, kann sich der Leser ein Bild machen, von den oft dramatischen Einzelschicksalen, die ebenfalls beschrieben werden. Das Buch hält es mit der Wahrheit und entlarft das Bemühen den NS-Schergen um die deutsche Jugend als daß, was es war - eine einzige große und verbrecherische Lüge! Empfehlenswert für jeden, der sich frei von falschem Heldenpathos mit dem Thema auseinander setzen will (und kann).
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9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Knopp gibt hier (gegliedert wie in der gleichnamigen Fernsehserie) das Schicksal der deutschen Jugend 1933-45 wieder. Von den Anfängen der Indoktrination bis zum Ende des 1000-jährigen Reiches, dem noch ein Großteil der Jugend folgt, sei es in Kämpfen als Teil der HJ, sei es im GULAG der Russen, sei es als Opfer von Mißhandlungen im gesamten ehemaligen deutschen Osten, aber auch in Ländern, in denen Deutsche und Ausländer bis dahin friedlich koexistierten (Tschechei), wo die Mädchen besonders gefährdet waren. Das Buch schildert, wie es dazu kommen konnte, daß sich noch zum Schluß ein großer Teil der männlichen Jugend willig in Breslau, Berlin und Königsberg etc. opferte. Es fehlt die Differenzierung zwischen dem Westen, wo jedes Opfer sinnlos wäre und dem Osten, wo es darum ging, die Bevölkerung zu schützen, solange es ging, wo es also nicht nur um die sinnlose Verlängerung der Agonie ging. Der Autor befaßt sich ausführlich mit den Jugendorganisationen (BDM und HJ) und ihrem Führer (Schirach), den NAPOLA's (Eliteschulen des 3. Reiches) und stellt sie in den Kontext der umfassenden Erfassung der Bevölkerung durch die Partei. Insgesamt sehr ausgewogen und ausgesprochen interessant, auch wenn die "spannenden Ereignisse" des Kriegsgeschehens fehlen.
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Hitlerjugend in München 0 09.04.2010
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