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Hans Sarkowicz, Studium der Germanistik und Geschichte in Frankfurt, seit 1979 beim Hessischen Rundfunk, leitet das hr2-Ressort Kultur, Bildung und künstlerisches Wort, Buchveröffentlichungen zu politischen, literaturgeschichtlichen und kulturhistorischen Themen, Biografien (zus. mit anderen Autoren) über Erich Kästner, Heinz Rühmann, Philipp von Boeselager und die Familie Büchner, Mitherausgeber der Werke Erich Kästners, Herausgeber der Tondokumente zur Geschichte des deutschen Buchhandels, im Insel Verlag u. a. Als der Krieg zu Ende war. Erinnerungen an den 8. Mai 1945 (Hg.) und Hitlers Künstler. Die Kultur im Dienst des Nationalsozialismus (Hg.).
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Lesenswert!,
Rezension bezieht sich auf: Hitlers Künstler: Die Kultur im Dienst des Nationalsozialismus (Gebundene Ausgabe)
Hans Sarkowicz, der bereits mehrere hochinteressante Biographien vorgelegt hat, widmet sich in diesem Buch in Gänze dem Kunstbetrieb der Nazis. Nicht nur Goebbels und Goering, die 'ja stets um Künstler aller Couleur buhlten, auch Hitler selbst gab sich gerne den Anstrich des Kulturbeflissenen. Recht schnell und mit der der Nazis eigenen grausamen Effizienz gelang es ihnen, die allergrößten Teile des Kunstbetriebs gleich zu schalten und Stars zu machen, die bis heute unvergessen geblieben sind. Den Malern, Bildhauern, Schauspielern, Musikern und Schriftstellern war allen eines gemein: Sie profitierten von den Lücken, die durch das Vertreiben der Juden entstanden, und konnten plötzlich Karriere machen. Wer mag es ihnen verübeln? Viele witterten und nutzten eine einmalige Chance und blendeten eben all das Schauerliche, was z.T. unmittelbar um sie herum geschah, aus.So unterschiedlich die Wege der Künstler waren, so unterschiedlich war auch ihre persönliche Verstrickung in die Politik, es gab durchaus viele hochanständige Leute unter den Künstlern, die ihre exponierte Stellung nutzten um sich für verfolgte Kollegen einzusetzen. Der Autor bemüht sich sehr darum, den einzelnen Künstlern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und sie so fair wie möglich zu behandeln. Manche Wege bleiben aber im Dunkeln. Das große Verdienst dieses Buches ist, neben den schlaglichtartigen biographischen Skizzen, das Hans Sarkowicz sehr genau aufzeigt, wie der Kunstbetrieb in seinen unterschiedlichen Sparten funktionierte und sich gegenseitig kontrollierte. Ein Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung der besonderen Art. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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