Alle beschriebenen Frauen wurden von der Geschichte durch ganz natürliche Charaktereigenschaften in die Nähe Hitlers oder im Falle Marlenes ganz weit weg gespült, Ehrgeiz, Gefallsucht, Passion, Leidenschaft, Rebellion.. Ganz plakativ sieht man im Duo Leander/Dietrich, was Frauen bewegt: Die eine (Leander) wusste, dass ihr zweitklassiges Talent nur mit viel Vitamin B zum Ruhm führen würde, die andere (Marlene) war sich zu schade, um sich von zweifelhaften Machthabern instrumentalisieren zu lassen und ging ins gegnerische Lager über, um dort ihre Beine zu zeigen ...
Ich erinnere mich, dass meine Eltern, als ich klein war, die Zarah Leander Filme im Fernsehen ganz gern sahen... Kam jedoch ein Marlene-Filme, wurden sie sauer, fanden das Weib verworfen, schalteten um, was ich gar nicht verstand, denn ich fand Marlene viel lustiger ... "Propaganda wird unwirksam, wenn sie offensichtlich wird". Das Buch gibt Denkanstöße hierzu. Historische Folklore? Warum nicht? Wenn es ankommt!