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Hitlers Edeljude: Das Leben des Armenarztes Eduard Bloch
 
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Hitlers Edeljude: Das Leben des Armenarztes Eduard Bloch [Gebundene Ausgabe]

Brigitte Hamann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492051642
  • ISBN-13: 978-3492051644
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 302.269 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Brigitte Hamann
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Seit Jahrzehnten treibt Historiker die Frage nach den Ursachen von Hitlers paranoidem Hass auf die Juden um. Denn eines steht fest: In die Wiege gelegt wurde er ihm keineswegs. Im Gegenteil haben sich inzwischen die Hinweise verdichtet, dass Hitler – ganz im Gegensatz zu seinen diesbezüglichen Ausführungen in Mein Kampf – in jungen Jahren sogar eine gewisse Affinität zu Juden gehabt hat. Insbesondere ihre Leistungen und Talente in Kunst und Kultur schienen es ihm angetan zu haben. Ein Befund, der die absurdesten Spekulationen über seine Abstammung ins Kraut schießen ließ. Als gesichert kann jedenfalls gelten, dass er einen für die Zeit ungewöhnlich häufigen, bisweilen sogar freundschaftlichen Umgang mit Juden pflegte.

Aber ganz besonders am Herzen lag Hitler offenbar der Linzer Armenarzt Eduard Bloch, der seine über alles geliebte Mutter Klara in den Monaten vor ihrem Krebstod aufopferungsvoll gepflegt hatte. Seiner unglaublichen Lebensgeschichte hat Brigitte Hamann nun eigens ein Buch gewidmet. Unglaublich vor allem deshalb, weil Bloch wohl der einzige Jude gewesen ist, der den Holocaust mit offizieller Erlaubnis von ganz oben überleben durfte. Mit einer im Lichte seiner Untaten geradezu paradox anmutenden Sentimentalität erklärte Hitler seinen ehemaligen Hausarzt zum „Edeljuden“ und stellte ihn quasi unter seinen persönlichen Schutz – wenngleich er eine Wiederbegegnung peinlichst vermied und alle Beweise einstiger Verbundenheit beseitigen ließ. Welche Konsequenzen dieser absurde Sonderstatus – Bloch weigerte sich aus religiösen Gründen, „Ehrenarier“ zu werden – im täglichen Leben zeitigte, ist unbedingt eine Lektüre wert. Dabei schildert Brigitte Hamann nicht nur das Leben Blochs und seiner weit verzweigten Familie, sondern zeichnet auch ein lebendiges Bild der oberösterreichischen Hauptstadt Linz, die bekanntlich eine herausragende Rolle in Hitlers Nachkriegsplanungen spielte.

Hamann, die am beklagenswerten Trend zur thematischen Trivialisierung des Nationalsozialismus nicht ganz unbeteiligt war, hat mit diesem Buch zu alter Form zurückgefunden. Endlich tritt jemand fundiert den abstrusen Thesen des amerikanischen Historikers Rudolph Binion entgegen, der den angeblichen Hass auf Bloch als Triebfeder für Hitlers Antisemitismus ausgemacht haben will. Arnold Abstreiter

Kurzbeschreibung

Dr. Eduard Bloch (1872–1945) war in Linz Hausarzt von Hitlers Mutter Klara. Aufopfernd begleitete er 1907 ihr Sterben. Damals entwickelte sich eine herzliche Beziehung zwischen dem frommen Juden und dem 18-jährigen Adolf Hitler. Als der »Führer« 1938 in Linz einzog, erwähnte er mehrfach lobend den »Edeljuden Dr. Bloch«. Er sorgte dafür, dass Bloch von der Linzer Gestapo »geschützt« wurde und 1940 mit seiner Frau in die USA emigrieren konnte. Doch Amerika wurde ihnen nicht mehr zur Heimat. Brigitte Hamann erzählt aus vielen privaten Quellen von Bloch und dessen großer Familie, von einem Leben in politisch wirren Zeiten. In »Hitlers Wien« hat sie die Ursprünge von Hitlers Antisemitismus erklärt. Hier widerlegt sie auch die absurde These, der jüdische Arzt Dr. Bloch sei einer der Auslöser dafür gewesen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Faszination Geschichte 11. Januar 2009
Format:Gebundene Ausgabe
In diesem Buch zeigt Brigitte Hamann vieles auf, das Wichtigste davon erscheint mir, dass aus den von ihr zitierten Stellen aus den Tagebüchern des Arztes Eduard Bloch, die Zwiespältigkeit von Hitlers Wesen augenscheinlich wird und dieser unmenschliche Diktator, der den Tod Millionen von Menschen auf dem Gewissen hat, in seiner Jugend gute menschliche Züge zeigte. Von Geburt an ist kein Mensch gut oder schlecht, in jedem von uns steckte die Möglichkeit, sich zum Heiligen oder zur Bestie zu entwickeln. Irgendwelche Schlüsselerlebnisse in der Kindheit oder auch in der Jugend scheinen die Weichen zu stellen, wohin der Weg geht.
In diesem Zusammenhang ist das Buch "Adolf H." interessant, in dem Eric-Emmanuel Schmitt aufzeigt, wie es vielleicht auch anders kommen hätte können.

Brigitte Hamann hat für ihr Buch jahrelange akribische Recherchen angestellt und schildert nicht nur das Leben des jüdischen Armenarztes Eduard Bloch und seiner Familie, sondern auch das ganze Umfeld der geschichtlichen und politischen Entwicklungen in Linz und Oberösterreich beginnend mit Blochs Geburt im Jahre 1872 in Frauenberg, Südböhmen, und endend mit seiner Ausreise in die USA im Spätherbst 1940. Hitler hatte ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Mutter. Eduard Bloch war der Arzt der Familie und betreute Hitlers Mutter während ihres Krebsleidens bis zu ihrem Tod. Hitler zeigte sich dafür dankbar und hielt dann, als die exzessiven Judenverfolgungen begannen, seine schützende Hand über die Familie Bloch.

Allgemein spricht das Buch alle an, die an der jüngeren Geschichte interessiert sind, die mehr über die Entwicklung der Person Adolf Hitlers erfahren und die Details über die Praxis der Vertreibung und Tötung der jüdischen Bevölkerung wissen wollen. Für mich als Oberösterreicher ist das Buch besonders interessant, da mir die Orte der Handlungen und fast alle Namen von Personen, die im Buch auftauchen, bekannt sind.

Ein Beispiel für die Genauigkeit von Frau Hamanns Recherchen und von den gedanklichen Verbindungen, die sich dadurch ergeben, möchte ich Folgendes anführen: sie erwähnt, dass das barocke Palais an der Linzer Landstraße, in dem die Familie Bloch wohnte, vom Bildhauer Leonhard Sattler erbaut, bzw. ausgeschmückt wurde, das ist jener Bildhauer, der auch den barocken Hochaltar in der Pfarrkirche von Christkindl schuf und sehr viel für das Stift Sankt Florian arbeitete.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kinder-Rezension
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch recherchiert nicht nur realistisch und detailgetreu die Linzer Jahre Aldolf Hitlers, sondern beschreibt in einer ausgezeichneten Art und Weise die politischen und sozialen Verhältnise Österreichs zu Beginn des 20 Jahrhunderts, wodurch so manche "Unsensibilitäten" des heutigen Österreichs erklärbar werden.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
echte Hamann 7. März 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Wieder einmal durfte ich eine "echte" Hamann konsumieren. Wie all ihre Bücher zeichnet sich dieses Werk auch durch erstklassige Recherche, spannende Erzählweise, sachliche Kompetenz, aus. Wer mehr über diese geschichtsträchtige Zeit wissen will, der sollte zugreifen.
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