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Produktinformation
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So weit der bisherige Stand der Forschung. Rainer Karlsch indes lenkt in seinem Buch die Aufmerksamkeit endlich einmal auch auf andere Forschungsgruppen als das Heisenberg-Team, die an alternativen Möglichkeiten des Reaktor- und Bombenbaus forschten. Er berichtet von mehreren erfolgreichen Atomwaffentests auf Rügen und Thüringen, denen hunderte Menschen zum Opfer fielen. Auch wenn das Zerstörungspotential von Hitlers Bombe weit unterhalb des Potentials der beiden amerikanischen Atombomben gelegen habe, hätte ihr Einsatz, zeigt sich der Autor überzeugt, "dem Zweiten Weltkrieg beinahe noch ein weiteres furchtbares Kapitel hinzugefügt".
An den Haaren herbeigezogen, wie erste Reaktionen noch vor Veröffentlichung des Buches hätten glauben machen können, scheint Karlschs Darstellung nicht. Der Autor stützt sich auf zahlreiche bislang unbekannte Quellen, die er sauber dokumentiert und zu denen unter anderem sowohl sowjetische wie auch amerikanische Geheimdienstberichte gehören. Wie es am Ende eines Forschungsberichts mit Blick auf weitere Förderung gerne heißt: Further research is necessary! -- Andreas Vierecke
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Es ist das Verdienst dieses Buches, auf die (erschreckend zahlreichen) anderen Projekte der Nazis in diesem Zusammenhang hinzuweisen. Vor allem darauf, dass Experimentalphysiker weit eher das Können zum Bau von Reaktoren und Bomben mitbrachten. Und obwohl viele der hier beteiligten Forscher noch bis vor kurzer Zeit lebten und auch noch nach dem Krieg lehrten und arbeiteten, ist darüber bislang fast nichts bekannt. Man kann die Augenzeugen für die Testzündungen "taktischer Atombomben" auf Rügen und in Thüringen mit Recht abtun. An den wissenschaftlichen Überprüfungen der "Tatorte" führt aber kein Weg vorbei. Wenn hier die Fachleute nicht schwer gepuscht haben, gibt es keinen Zweifel: Unter Hitler wurden mindestens zweimal nukleare Bomben gezündet! Dass dies erst nach sechzig Jahren herauskommt, ist schon ein starkes Stück. Aber an ein so heikles Thema traut man sich wohl nur ungern ran. Die Reaktionen auf das Buch, die meist von keiner Kenntnis des gesamten vorgestellten Materials getrübt wurden, sprechen für sich.
Man mag sich vielleicht auch nicht vorstellen, was hätte sein können. Wenn Hitler diese Waffen wirklich in die Hände bekommen hätte! Bis 1945 hatte die starke Konzentration auf die Bemühungen des Uranvereins, die andere Forschungsgruppen behinderte, also ihr Gutes. Jetzt ist es aber wichtig, die ganze Wahrheit zu erforschen.
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