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Hitlers Bombe: Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche
 
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Hitlers Bombe: Die geheime Geschichte der deutschen Kernwaffenversuche [Gebundene Ausgabe]

Rainer Karlsch
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Rainer Karlsch
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Hätten die Deutschen Ende des Zweiten Weltkriegs das Rennen um die Atombombe um ein Haar vielleicht doch noch gewonnen? Ganz sicher nicht! Auch wenn Hitler bis zuletzt immer wieder von der angeblichen Wunderwaffe faselte, die in Kürze einsatzbereit sein sollte und dem Krieg die entscheidende Wende geben werde: Ernsthaft hat die Aussicht darauf niemals bestanden. Auch haben Werner Heisenberg und seine Kollegen nach dem Krieg glaubhaft gemacht, dass für sie von vornherein festgestanden habe, dem SS-Staat eine solche Waffe nicht in die Hände zu geben. Tatsächlich zumindest liefen die Arbeiten in Heisenbergs Institut wohl auch nicht auf dem Hochdruck, den die Wissenschaftler der NS-Führung vorspielten.

So weit der bisherige Stand der Forschung. Rainer Karlsch indes lenkt in seinem Buch die Aufmerksamkeit endlich einmal auch auf andere Forschungsgruppen als das Heisenberg-Team, die an alternativen Möglichkeiten des Reaktor- und Bombenbaus forschten. Er berichtet von mehreren erfolgreichen Atomwaffentests auf Rügen und Thüringen, denen hunderte Menschen zum Opfer fielen. Auch wenn das Zerstörungspotential von Hitlers Bombe weit unterhalb des Potentials der beiden amerikanischen Atombomben gelegen habe, hätte ihr Einsatz, zeigt sich der Autor überzeugt, "dem Zweiten Weltkrieg beinahe noch ein weiteres furchtbares Kapitel hinzugefügt".

An den Haaren herbeigezogen, wie erste Reaktionen noch vor Veröffentlichung des Buches hätten glauben machen können, scheint Karlschs Darstellung nicht. Der Autor stützt sich auf zahlreiche bislang unbekannte Quellen, die er sauber dokumentiert und zu denen unter anderem sowohl sowjetische wie auch amerikanische Geheimdienstberichte gehören. Wie es am Ende eines Forschungsberichts mit Blick auf weitere Förderung gerne heißt: Further research is necessary! -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Unter Aufsicht der SS testeten deutsche Wissenschaftler 1944/45 auf Rügen und in Thüringen nukleare Bomben. Dabei kamen mehrere hundert Kriegsgefangene und Häftlinge ums Leben.
Nach jahrelanger Recherche entschlüsselte der Berliner Historiker Rainer Karlsch eines der größten Rätsel des Dritten Reiches. Neben Belegen für die Kernwaffenversuche fand er auch einen Entwurf für ein Plutoniumbombenpatent aus dem Jahr 1941 und entdeckte im Umland Berlins den ersten funktionierenden deutschen Atomreaktor.



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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dass jemand zu einem derart brisanten Thema Neues berichten könnte, darf anscheinend nicht sein. Anders ist die reflexartige Kritik an diesem Buch nicht zu erklären. Dabei wäre das Buch auch ohne die Behauptung, die Nazi-Forscher hätten drei taktische Atombomben gezündet, sensationell. Es ist schon erstaunlich, wie wenig man bis heute über die Atomforschung unter Hitler weiß. Der Blick richtete sich dabei bislang fast ausschließlich auf Heisenbergs und Weizsäckers "Uranverein". Dabei ist auch hier noch viel Entscheidendes unklar, etwa, was die Motivation der beiden Hauptbeteiligten betrifft. Zwei große Theoretiker, die auch in seriösen Dokumentationen immer wie die von minderen "Salieris" umgebenden "Mozarts" hingestellt werden, aber im Grunde nie auch nur in der Nähe eines funktionierenden Reaktors oder einer Atomwaffe kamen. Ob sie nicht wollten oder nicht konnten, wird wahrscheinlich nie geklärt werden. Der Autor von "Hitlers Bombe" neigt dazu, Heisenberg und Weizsäcker den Willen am Bau einer Bombe für Hitler abzusprechen. Andere machen sich über den von vorneherein zum Scheitern verursachten Versuch, mit den USA in dieser Hinsicht zu konkurrieren, fast lustig. Dabei war Deutschland Mitte des 20. Jahrhunderts in der Physik führend, was sich Nachgeborene vielleicht nicht mehr recht vorstellen können.

Es ist das Verdienst dieses Buches, auf die (erschreckend zahlreichen) anderen Projekte der Nazis in diesem Zusammenhang hinzuweisen. Vor allem darauf, dass Experimentalphysiker weit eher das Können zum Bau von Reaktoren und Bomben mitbrachten. Und obwohl viele der hier beteiligten Forscher noch bis vor kurzer Zeit lebten und auch noch nach dem Krieg lehrten und arbeiteten, ist darüber bislang fast nichts bekannt. Man kann die Augenzeugen für die Testzündungen "taktischer Atombomben" auf Rügen und in Thüringen mit Recht abtun. An den wissenschaftlichen Überprüfungen der "Tatorte" führt aber kein Weg vorbei. Wenn hier die Fachleute nicht schwer gepuscht haben, gibt es keinen Zweifel: Unter Hitler wurden mindestens zweimal nukleare Bomben gezündet! Dass dies erst nach sechzig Jahren herauskommt, ist schon ein starkes Stück. Aber an ein so heikles Thema traut man sich wohl nur ungern ran. Die Reaktionen auf das Buch, die meist von keiner Kenntnis des gesamten vorgestellten Materials getrübt wurden, sprechen für sich.

Man mag sich vielleicht auch nicht vorstellen, was hätte sein können. Wenn Hitler diese Waffen wirklich in die Hände bekommen hätte! Bis 1945 hatte die starke Konzentration auf die Bemühungen des Uranvereins, die andere Forschungsgruppen behinderte, also ihr Gutes. Jetzt ist es aber wichtig, die ganze Wahrheit zu erforschen.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fakten nicht ausgepackt 2. August 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch liest sich sehr interessant, Das Bildmaterial gibt allerdings nicht viel her. Da hat der Autor wohl gespart.
Bezüglich der Bombe, gibt es nur Berichte vom Hörensagen. Leider fehlen die detaillierten Meßergebnisse. Wo sind die
Spektrogramme der Bodenproben? Die wollen wir natürlich groß abgebildet sehen! Selbsberständlich mit allen Details über Meßdauer,
Meßeinrichtung und Fundort. Das ist aber im Buch nicht drin. Wissenschaftlich ist das Buch keinesfalls, liegt etwa auf dem Niveau eines Stern-Artikels.Die zugrundeliegende Technik und Physik wird nur nebulös beschrieben. So kann man sich dem Thema nicht nähern, aber das ist wohl nicht das Fachgebiet für einen Dr. oec.
Wer sich mit dem Thema das erste Mal befaßt, wird natürlich wegen der Reaktorversuche verblüfft sein. Dieses Thema nimmt ja auch einen wesentlichen Teil des Buches ein. Aber auch hierzu wird nichts Neues erzählt. Dann gibts noch viel über Nachkriegskarrieren und Kurzbiographien und 50 Seiten Anmerkungen und Literaturhinweise. Damit wird ein Anschein von Wissenschaftlichkeit und Seriosität erzeugt. Aber das wesentliche fehlt: Die Meßergebnisse der Bodenproben!!! Schade. Wer sich gegen die vorherrschende Meinung stellt,
daß es keine Bombe gab, der muß ein wenig mehr auf den Tisch legen.
Da Buch von Günter Nagel über Atomversuche in Deutschland ist besser recherchiert und enthält auch besseres Bildmaterial. Die Lebenswege der beteiligten Wissenschaftler nach 1945 sind dort auch wesentlich besser beschrieben. Vermutlich kennt Rainer Karlsch
dieses Buch sehr gut. Wer sich eine eigene Meinung bilden möchte kann im Intenet im Archiv des deutschen Museums hervorragendes
Bildmaterial, den wisschenschaftlichen Schriftverkehr und die Bewertungen der Amerikaner finden.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor deckt - sauber und aufwändig recherchiert - auf, dass die Atomforschung im Dritten Reich noch ganz andere Facetten hatte als bislang bekannt. Dass am Schluss Fragezeichen stehen, was genau in Thüringen und auf Rügen gezündet wurde, zeigt den Weg und den Bedarf an weiterer Forschung. Der Autor hat jedenfalls wichtige neue Fakten gebracht, auch wenn sich die Presse ja offenbar am Buchtitel reibt. Nur: Hitlers Bombe ist Hitlers Bombe, egal ob groß oder klein. Wenn die Nazis kurz vor der Einsatzreife auch nur einer kleinen Atombombe standen, so ist das nicht nur eine geschichtliche Fußnote.
Christof Schössler
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Die neuesten Kundenrezensionen
Die wahre deutsche "Wunderwaffe"...
...scheint nicht die V2 gewesen zu sein, sondern die Atombombe! Nur mit einer V2 kann man nicht einen schon verlorenen Krieg wenden wollen, wohl aber mit einer Atombombe - wie ja... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Juni 2008 von Reinhardt Graetz
Der Wahrheit ins Auge sehen
Rainer Karlschs Buch ist nicht nur hervorragend recherchiert, es zeigt auch, dass man aus der Geschichte lernen kann und muss. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2007 von Michael Weber
Arnstadt war nicht Alamogordo
Die Erforschung des deutschen Atomprojekts konzentrierte sich bisher auf den so genannten "Uranverein" und hier vor allem auf den Nobelpreisträger Werner Heisenberg. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juli 2006 von Dr. Michael Schaaf
Wo bleibt das Gutachten ?
Das Buch von Herrn Karlsch ist leider nicht der grosse Wurf als der es in TV und Presse angekündigt worden ist. Lesen Sie weiter...
Am 13. Oktober 2005 veröffentlicht
Ausgezeichnet recherchiert,flüssig geschrieben,ein Vergnügen
Über das gesamte Buch hinweg ist der Schreibstil des Autors ausgesprochen angenehm und klar. Mir sind keine Sätze in Erinnerung, die ich zweimal lesen musste, wie dies... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juli 2005 von Klaus Meffert
Neue Beweise ,neue Fragen
Dem Autor ist das Verdienst hoch anzurechnen , dass er als Wissenschaftler seinen Ruf für das Thema der deutschen Atombombe riskiert hat. Lesen Sie weiter...
Am 31. März 2005 veröffentlicht
Spannend und gut recherchiert
Ich verstehe die Aufregung nicht. Das Buch ist spannend geschrieben und wissenschaftlich fundiert. Der herausragende Quellennachweis macht es zum Standardbuch für die... Lesen Sie weiter...
Am 31. März 2005 veröffentlicht
Sehr gut recherchiertes Buch
Ich habe das Buch über die Ostertage gelesen und muss sagen, dass ich die negative Kritik nicht verstehe. Lesen Sie weiter...
Am 29. März 2005 veröffentlicht
Dem Thema einen Bärendienst erwiesen
Nun hatte man erwartet, daß ein renommierter und auf seine Reputation achtender Historiker in der Lage ist, das Thema der deutschen Atombombe einer wirklich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. März 2005 von Stefan
Hitlers Bombe
Der Aufschrei der Presse und das fast einheitliche Einprügeln auf das Buch von Karlsch sollte zu denken geben. Lesen Sie weiter...
Am 19. März 2005 veröffentlicht
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