Pressestimmen
"Schmidt zeigt, wie Brandt sich vom Anhänger der Philosophie der 'Ehrfurcht vor dem Leben' eines Albert Schweitzer zu dem Mann entwickelte, der für Massenmord verantwortlich war." (BBC History Magazine)
Kurzbeschreibung
Karl Brandt (geb. 1904), der ursprünglich als Arzt im Umfeld Albert Schweitzers tätig sein wollte, gehörte seit 1934 zu Hitlers Führungszirkel. Der talentierte Chirurg und Organisator setzte mit mörderischer Konsequenz Vorstellungen vom gesunden Volkskörper um. Bis zu seiner Hinrichtung bekannte sich der enge Freund Albert Speers entrüstet als »nicht schuldig« und verteidigte überzeugt die Euthanasie. Ulf Schmidts fesselnde Darstellung erschließt über den vielschichtigen Charakter Karl Brandts die Hintergründe für die Normalität des Inhumanen im Nationalsozialismus und führt hin zu aktuellen Debatten über die Ethik der Medizin. »Schmidt zeigt, wie Brandt sich vom Anhänger der Philosophie der »Ehrfurcht vor dem Leben« eines Albert Schweitzer zu dem Mann entwickelte, der für Massenmord verantwortlich war.« BBC History Magazine
Über den Autor
Ulf Schmidt, Historiker, geb. 1967, promovierte in Oxford, Fellow der Royal Historical Society, seit Sommer 2007 Professor für Moderne Geschichte an der Universität Kent (Großbritannien). Publikationen über Medizin und Ethik in Nazideutschland in Englisch und Deutsch.