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Hitler besiegen: Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss
 
 
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Hitler besiegen: Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss [Gebundene Ausgabe]

Avraham Burg , Ulrike Bischoff
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

12.09.2009 / Süddeutsche Zeitung: Ein Land im Schatten des Holocaust "Avraham Burg ist der rhetorische Scharfrichter der israelischen Gegenwart."

17.09.2009 / Rheinischer Merkur: Das Unheil lähmt "Mit viel Verve wehrt sich hier erstmals ein prominenter Nachgeborener gegen die langen Schatten von Auschwitz."

18.09.2009 / Der Freitag: Starker Tobak "Das Hannah Arendt gewidmete Buch ist Vieles in einem: eine Liebeserklärung an Burgs Land, eine Abrechnung mit dessen Politik und eine Mahnung an das Judentum, seine Menschlichkeit nicht zu verlieren."

21.09.2009 / Der Tagesspiegel: Seele statt Muskeln "Dieses Buch ist eine Bombe. Eine geistige Bombe, die das Selbstverständnis des jüdischen Staates und der israelischen Identität in der Luft zerfetzt. Radikal, gnadenlos und polemisch."

07.10.2009 / Frankfurter Rundschau: Sich vom Holocaust lösen "Eines der wichtigsten Bücher dieser Jahre."

10.10.2009 / Neue Zürcher Zeitung: Im Mantel des Propheten "Dieser ... stets packende Band ist im wahrsten Sinne des Wortes ein epochales Ereignis. Artikuliert doch dieses Buch nicht mehr und nicht weniger als den inneren Zerfall des zionistischen Bewusstseins." Micha Brumlik

01.12.2009 / Kommune: Wem gehört der Holocaust? "Ein fulminanter Text ... Ein solches Buch ... darf man ein Ereignis nennen."

12.04.2010 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Eine Generalabrechnung "'Hitler besiegen' ist auch ein beredtes Zeugnis für das in Israel Erreichte: die freie Meinungsäußerung, die allein der jüdische Staat als einzige Demokratie in der gesamten Region uneingeschränkt gewährleistet."

10.05.2010 / Das Parlament: Heilige Dogmen "Ein herausragendes Buch."

Kurzbeschreibung

Avraham Burg, früherer Parlamentspräsident, Knesset-Sprecher und Leiter der Jewish Agency, spricht aus, was viele in Israel empfinden: Der jüdische Staat ist besessen vom Misstrauen – gegen sich selbst, seine Nachbarn und die Welt um sich herum. Der Holocaust wird als ultimatives Trauma vereinnahmt, um israelisches Unrecht zu legitimieren. Burg kritisiert sein Land als militaristisch, fremdenfeindlich und anfällig für Extremismus. So wird der Weg zu einem Frieden im Nahen Osten immer wieder verbaut. Trotz der großen Bedeutung des Erinnerns an die Opfer ist es Zeit, dass Israelis, Juden und die westliche Welt – allen voran Deutschland – das Trauma des Holocaust überwinden und Israel zu einem neuen Selbstverständnis findet, das auf Freiheit und Demokratie beruht. » Dies ist ein wichtiges Buch, geschrieben von einem mutigen Mann.« Tony Judt, Autor von »Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart« » Ein faszinierendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Jeder, der sich um Israels Zukunft sorgt, sollte es lesen.« John J. Mearsheimer, Koautor von »Die Israel-Lobby«

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sternstunde 30. November 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Ab und an gibt es Sternstunden in der Geschichte der philosophischen und politischen Literatur. Avraham Burgs "Hitler besiegen" markiert eine solche. Hier beschreibt ein hochrangiger israelischer Diplomat das historisch-politische Dilemma seines Landes, das aus seiner pathologischen Fixierung auf das jüdische Schicksal in der Weltgeschichte ("die ganze Welt ist gegen uns"), in Sonderheit auf den von den Nazis angerichteten Holocaust, resultiert. Die Juden haben sich, so Burgs zentrales Argument, zu mentalen Gefangenen dieses Schicksals gemacht, unfähig (und offenbar unwillig), sich aus den lähmenden Fesseln ihres Traumas zu befreien, blind für die Einsicht, dass sie sich von der fixen Idee eines Leidensmonopols unter den Völkern dieser Erde verabschieden müssen.
Besser als der (missverständliche) deutsche Buchtitel "Hitler besiegen" bringt der englische Titel "The Holocaust is over: We Must Rise from the Ashes" Burgs emanzipatorisches Anliegen zum Ausdruck: Appell für Neubesinnung, Neubeginn, Neuordnung. Damit redet er keinesfalls einer Verdrängung der jüdischen Geschichte oder einer Exkulpation der deutschen Nationalsozialisten das Wort, sondern plädiert für eine Selbstbefreiung der Juden von einem sie psychisch belastenden und gesellschaftspolitisch schädlichen Komplex. Er möchte, dass Israel "erwachsen" wird und zu einer realistischen Definition seiner Selbst im Verbund mit seinen Nachbarn gelangt. Er will nichts anderes als eine wohlverstandene "Normalität" in Kultur, Gesellschaft und Politik.
Burg ist ein profunder Denker, hervorragender Psychologe und überzeugter Humanist - seiner Zeit weit voraus. Er erkennt wie wenige andere, dass die expansionistische Regierungspolitik Israels der Position des Landes in der Völkergemeinschaft schweren Schaden zufügt.Doch darin liegt just die Crux seines Menschen- und Wirklichkeitsbildes: Es dürfte zu progressiv, zu scharfsinnig, zu vernünftig, zu utopisch sein, um die große Mehrheit seiner Landsleute, insbesondere Israels Politiker und Militärs, überzeugen zu können. Einsprüche gegen das Werk hat es denn auch bereits gehagelt.
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Alle Vorschläge, das Nahost Problem zu lösen, liegen spätestens seit dem Jahr 2000 auf dem Tisch. Die Literatur, die für beide Seiten zufriedenstellende Lösungsmöglichkeiten aufzeigt, füllt mittlerweile ganze Bibliotheken, und es kommt täglich neue hinzu. Eine dieser Neuerscheinungen ist Avraham Burg's Titel Hitler besiegen - Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss."
In ihr führt der ehemalige Berater von Schimon Peres und Sprecher der Knesset, das weiter aus, was Norman G. Finkelstein bereits in seinem 2000 erschienen Buch Die Holocaustindustrie" angestoßen hatte, in dem er beschrieb, wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird.
Burgs Ansatz zielt jedoch, im Gegensatz zu Finkelsteins Aspekt der eher materialistischen Ausbeutung des Holocaust, auf die Köpfe der Menschen. Einer Nation, die sich ständig und ausschließlich über den Holocaust identifiziere, werde es niemals gelingen das Trauma dieses Ereignisses zu überwinden und zu einem neuen Selbstverständnis zu gelangen:
Wir sitzen auf dem Ast vergangener Trauer und schwingen uns nicht auf in die Höhen der Menschlichkeit, in die wir gehören. ... Die Shoa ist wie das Ozonloch: nicht zu sehen, aber immer präsent".
Burg geht sogar noch einen Schritt weiter. Er vergleicht das heutige Israel mit Deutschland in der Weimarer Zeit:
In Deutschland veränderten langsame Prozesse die Wahrnehmung der Realität in einem Maße, dass Wahnsinn zur Norm wurde, und dann wurden wir vernichtet. Das geschah im Lande der Dichter und Denker. Dort war es möglich, und es ist ebenso hier, im Land der Propheten möglich."
Burg knüpft damit an die Stimmen jener an, die seit Jahren davor warnen, daß die Fortsetzung der israelischen Politik für beide Parteien letztlich in einem Desaster enden wird.
Die Supermacht der Gedenkpolitik", so der Autor, betreibe eine Politik, der es an Visionen mangele und die eher einem Kleinstadtgeschacher gleichkomme als einer Staatsführung, die die Last der Verantwortung übernehme. Das alles müsse geändert werden, wenn man einen gesunden, normalen und rationalen Staat wolle. Es sei an der Zeit, intensiv über das Wesen dieses Staates und seine Schwächen nachzudenken.
Burg reklamiert ein neues Judentum. Die gesamte Tora lasse sich in dem einen Vers zusammenfassen, nämlich anderen nicht anzutun, was man selbst nicht erleiden möchte.
Es waren Hans Küng und Helmut Schmidt, die dem US-Präsidenten und Friedensnobelpreisträger 2009, Barack Obama, eben diese Erkenntnis in den Text seiner historischen Rede an die islamische Welt" an der Kairo-Universität hineinschrieben:
Es gibt auch eine Regel, die jeder Religion zugrunde liegt ­ dass man andere behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte."
Gleichwohl, jene Verantwortlichen, so muß man leider bedauernd feststellen, die dazu aufgerufen sind, daran etwas zu ändern und diese Regel umzusetzen, ziehen es immer noch vor, mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen! Im Gespräch mit Israel Radio, äußerte z.B. gerade in diesen Tagen der israelische Außenminister Avigdor Lieberman, er glaube, es sei unrealistisch, in absehbarer Zeit zu einer langfristigen Vereinbarung über die Beendigung des Konflikts zu kommen. Wer dies denke, habe keine Ahnung von der augenblicklichen Situation.
Ich denke, es ist an der Zeit, endlich mit dem Finger auf diejenigen zu zeigen, die aus Angst vor der öffentlichen Meinung und Feigheit vor einer radikalen Minderheit an den alten Positionen und Denkschablonen festhalten und damit seit Jahren einer Lösung des Konflikts im Wege stehen.
Ein ebenso mutiges, wie notwendiges Buch!
Aber ändern wird es an der augenblicklichen Situation wohl nichts!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wichtiges Buch 17. November 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wichtiges und gutes Buch. Allein wegen des Kapitel 9 "Wem gehört der Holocaust" lohnt es sich, diese Buch zu lesen. Das es in Israel für Empörung gesorgt hat, ist sicher nachzuvollziehen. Es ist jedoch merkwürdig und auch symptomatisch, dass es in Deutschland bisher so wenig Echo gefunden hat. Es ist wahrscheinlich die Sorge missverstanden zu werden oder gar in die Richtung gedrängt zu werden, die entschuldigen oder vergessen machen will. Wer das Buch richtig liest, dem kann das nicht passieren.
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