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Hitler als Vorläufer: Auschwitz - der Beginn des 21. Jahrhunderts? [Taschenbuch]

Carl Amery
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 190 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (1. März 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630620272
  • ISBN-13: 978-3630620275
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 11,6 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 256.873 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Adolf Hitler – Angelpunkt der Weltgeschichte?

Neue ideengeschichtliche Studien

Von Micha Brumlik

Hitler und der Nationalsozialismus werden zunehmend vor dem Hintergrund der europäischen Ideengeschichte analysiert. Dabei mischt sich Bizarres mit Aufschlussreichem. – Ein Blick in vier neue Arbeiten.

Dass Auschwitz um so mehr an Bedeutung gewinnt, ja um so «bedeutender» wird, je länger es zurückliegt, ist zu einem Gemeinplatz der öffentlichen Debatte geworden. Was für die Tat gilt, scheint auch für den Täter zu gelten; das legt jedenfalls eine Reihe von Neuerscheinungen nahe. Mit dem ersten Teil von Ian Kershaws Hitler-Biographie (vgl. NZZ vom 6. 10. 98) sind die Grenzen und Möglichkeiten eines gesellschaftsgeschichtlichen Forschungsprogramms deutlich geworden, das entschlossen darauf verzichtet, seinem Gegenstand menschliche Bedeutsamkeit und das heisst «Grösse», und sei es auch nur im Negativen, zuzubilligen. Die Theorie vom mehr oder minder ohnmächtigen Diktator bzw. vom redegewandten Charismatiker, der wie ein Medium die Stimmungen und Wünsche breiter Bevölkerungsmassen und illiberaler Eliten bündelte, hat jedenfalls die Frage nach dem, was Hitler politisch wollte, entschieden ausgeklammert.

Aber so wie der spätere Diktator Ausdruck reaktionärer und illiberaler Tendenzen unter den konservativen und reaktionären Schichten von Bürgertum und Arbeiterschaft war, so sehr könnte er auch Ausdruck und letzte Konsequenz geistiger und ideologischer, ja theoretischer Elemente gewesen sein, die sich in ihm in einzigartiger Weise verdichteten und zur vernichtenden Tat drängten. So besehen wäre Hitler für das zwanzigste Jahrhundert das, was nach Hegel der französische Kaiser Napoleon für seine Zeit war: die Inkarnation des Weltgeistes, eines fehlgeleiteten Weltgeistes freilich.

«SUMME» DES ABEND LANDS?

Neue Arbeiten des linkskatholischen Publizisten Carl Amery, des phänomenologischen Philosophen Hermann Schmitz, des jungen Historikers Frank-Lothar Kroll sowie des US-amerikanischen Kulturhistorikers David Clay Large zeigen Hitler als End- und Gipfelpunkt ganz unterschiedlicher historischer Kontexte. Während Hermann Schmitz in Hitler die Summe der Fehlentwicklungen des abendländischen Geistes seit Homer sieht, versteht ihn Kroll als konsequenten Theoretiker einer schlüssigen vulgärdarwinistischen Geschichtsphilosophie, die mit dem Marxismus mehr gemeinsam habe als bisher – auch von der Totalitarismustheorie – erkannt. Wo Large den späteren Diktator mit Thomas Mann als einen parasitären Teilnehmer der Münchner Moderne beobachtet, identifiziert Carl Amery Hitler als einen seiner Zeit gemässen Vertreter eines Denkens, das in der Aufklärung wurzelt, ohne sich ihrer Grenzen bewusst geworden zu sein. Dieses Denken – so Amery – ist nach wie vor aktuell.

Um seine Hypothese zu belegen, nutzt Amery etwa 190 eher kleine Druckseiten, während Kroll, der sich neben Hitler auch noch Rosenberg, Darre, Himmler und Goebbels widmet, mehr als 300 Seiten benötigt und Hermann Schmitz fast 600 Seiten füllt. Allen Autoren – mit Ausnahme von Large – ist gemeinsam, dass sie die Texte und Auskünfte des nichtigen Diktators in ihrem theoretischen Anspruch ernst nehmen wollen. «War der Nationalsozialismus», so das programmatische Credo von Lothar Kroll, «als historisches Phänomen – in welchem Intensitätsgrad auch immer – ideenbestimmt, so kann und muss er grundsätzlich auch von einer ideengeschichtlich argumentierenden Interpretationshaltung aufgearbeitet und zu deuten versucht werden.»

Dabei verfährt Hermann Schmitz am radikalsten in seiner Überzeugung, dass Hitler ohne eine genaue Analyse des abendländischen Geistes seit der griechischen Antike nicht zu verstehen sei. Schmitz, der selbst ein eigenes philosophisches Forschungsprogramm, die sogenannte «Neue Phänomenologie», kreiert hat, nimmt vier «Verfehlungen» ins Visier: das Überspringen der leiblich-räumlichen Existenzweise und der durch sie gestifteten ursprünglichen Zusammengehörigkeit der Menschen, einen übertriebenen Glauben an die Möglichkeit weltbemächtigenden Handels, ein Verkennen der Intersubjektivität sowie misslungene Formen der Selbstvergewisserung. Für diese Fehlhaltungen zeugen Gestalten wie Hegel, dem neben hoher Anerkennung doch eine Verwandtschaft seiner frühen Sozialphilosophie mit der Ideologie der SS nachgesagt wird; der synoptische Jesus, der durch einen masslosen Machtanspruch und einen hasserfüllten Vernichtungswillen gekennzeichnet sei; aber auch Luther, dessen Gott Schmitz als Potentaten erkennt, sowie Kant, der die «dynamistische und autistische Verfehlung des abendländischen Geistes» gefördert habe. Nicht zu vergessen Spinoza, der Schmitz sogar als ein «Vorläufer» Hitlers gilt, weil er wie dieser die Natur vergottet habe.

In dieser Meinung stimmt ihm – penibel aus den Quellen belegend – Kroll ebenso zu wie Amery, der seine Analyse aus einer gründlichen Lektüre von «Mein Kampf» zieht. Aber auch die Schwabinger Bohème – so zeigt Large etwa an den «Schwabinger Kosmikern» Klages und Schuler – war vom unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Natur und jüdischem Geist überzeugt. Larges Buch, in einem eine Biographie Hitlers in seinen Münchner Jahren, eine Kulturgeschichte der Münchner Moderne sowie eine Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert, weist die Selbstverständlichkeit dieser Überzeugungen in weiten Teilen des Bildungsbürgertums nach. «Der Jude», so schrieb z. B. der noch heute als Begründer der Graphologie bekannte Ludwig Klages, «lebt das Scheinleben einer Larve, die Moloch-Jahwe sich vorband, um auf dem Weg der Täuschung die Menschheit zu vernichten.»

PSYCHOLOGISCHES

Diese Ideologeme habe Adolf Hitler – so Schmitz in einer merkwürdigen Vermischung von Psychologie und systematischer Geistesgeschichte – verwendet, um die Traumata seiner Fronterfahrungen zu verarbeiten; er habe die demütigende Erfahrung des sinnlosen Wegwerfens von Menschenleben dadurch kompensiert, dass er das Vernichten menschlichen Lebens einem «höheren Sinn» unterstellt habe. Dieser «höhere Sinn» bietet sich indes Carl Amery nicht nur als ideologischer Unsinn oder als deterministische Geschichtsphilosophie eigenen Ranges bzw. als Kumulation des sich verfehlenden okzidentalen Geistes dar. Wiewohl Amery die «Theorie» von «Mein Kampf» kenntnisreich und präzise auf eine naturwissenschaftlich halbierte Aufklärung, auf Antisemitismus und Vulgärdarwinismus zurückführt, geht es ihm um die relative «Sachangemessenheit» von Hitlers Ideologie, die moralisch zu verurteilen Amery an keiner Stelle versäumt. Er versucht die darwinistischen Grundlagen Hitlers und seiner Ideologie ernst zu nehmen und daraus sogar «Auschwitz» zu erklären.

Es ist überhaupt nicht zu verkennen, dass Kroll, Schmitz oder Amery in der Terminologie der achtziger Jahre als vergleichsweise naive «Intentionalisten» zu bezeichnen sind, was den historiographisch-explanativen Wert ihrer Analysen ohne Zweifel schmälert. Erschiessungen und Massenmorde, wie Schmitz es tut, unter Bezugnahme auf Augustinus und Spinoza erklären zu wollen, wirkt aberwitzig, ebenso aberwitzig wie sein Anspruch, dass ausschliesslich der historisch gebildete Philosoph über Hitler und den Nationalsozialismus orientieren könne. Um so grösser ist jedoch der hermeneutische Gewinn dieser ideengeschichtlichen Studien, zumal dann, wenn man sie – wie Carl Amery – im Horizont der nahen Zukunft und nicht – wie etwa Kroll und Schmitz – im Blick auf die nahe Vergangenheit, d. h. den kalten Krieg oder die deutsche Vereinigung, betreibt.

Ob ein Vergleich von Hitlers, Darres und Rosenbergs «Theorien» mit den Schriften des Marxismus sinnvoll erscheint, hängt ganz davon ab, ob und mit welchen Motiven man die Totalitarismustheorie fortschreiben möchte. Ob man zum Verständnis des Holocausts wirklich viel beigetragen hat, wenn man – wie Schmitz – den johannäischen gegen den synoptischen Jesus ausspielt und damit z. B. den Fichteschen Judenhass ausklammert, sei dahingestellt. Immerhin will Schmitz mit dem Propagieren sozialer Dienste, verbesserter Kindererziehung und einer verantwortlichen Beziehung zwischen den Generationen einen Beitrag zur Heilung des Abendlandes leisten. Seine voluminöse Studie schliesst mit der Hoffnung: «Der Anfang ist gemacht. (. . .) Deutschland steht in der Mitte. Die Wiedervereinigung Deutschlands hat Sinn als Beginn der Wiedervereinigung des Römischen Reiches.»

NATURGESCHICHTE

Derlei professorale Beschaulichkeiten sind Carl Amery fremd: Hitlers Programm und die von ihm koordinierte Politik des Deutschen Reiches in den Horizont der ökologischen Krise zu stellen und den «Führer» somit als die verbrecherisch entgleiste Antwort auf ein wirkliches, seinerzeit noch kaum erkanntes Problem, die ökologische Krise, zu lesen, verstört zutiefst – und klärt damit auf. Hitlers Programm enthält nach Amery drei Schlüsselpunkte: «1. Das Bekenntnis zur Geschichte als Naturgeschichte, 2. die Feststellung, dass es nicht für alle reicht, und 3. die Übernahme der Verantwortung dafür, wer wie an den knapper werdenden Ressourcen des Planeten und damit an der Zukunft der Menschheit beteiligt werden kann und beteiligt werden soll.»

Hitler habe auf diese Problematik eine «partikularistische Antwort» gegeben; Amery ist sich nicht sicher, ob die ökologisch aufgeklärten, linksliberalen Eliten in Zeiten der Krise nicht eher ihre liberale Gesinnung opfern, denn ihren ökologischen Einsichten untreu zu werden. Zudem werde bereits – wenngleich in verfeinerten Formen – auch heute schon «selektiert»: die bevorzugte Rettung Weisser bei internationalen Krisen in der weniger entwickelten Welt zeuge ebenso davon wie das Gatt oder das Schengener Abkommen, dessen Sinn die «Bewahrung des Wohlstandsgefälles, das nicht zuletzt durch die vorhergehende Selektion, nämlich die terms of trade (. . .), entstanden» sei. Dass Amery in diesem Kontext Reproduktionsmedizin, Gentechnologie und Agrarchemie verortet, bedarf beinahe keiner Erwähnung. Der Vergleich der mörderischen und brutalen Anordnungen an der Rampe von Birkenau mit der Zurückweisung von Asylbewerbern an der Grenze mag überzogen, ja bedenklich sein; die Reihung Hitler, Pol Pot, Mao Tsetung und Stalin mag ein weiteres Mal die nicht unproblematische Totalitarismustheorie rehabilitieren. Gleichwohl – Amery ist zuzustimmen, dass erst das Bewusstwerden der Brüchigkeit der internationalen Ordnung angesichts bedrohter natürlicher Ressourcen den Test aufs Exempel abgeben wird. Erst dann werde sich – gegebenenfalls – zeigen, was für ein «ungeheures historisches Ereignis Auschwitz tatsächlich war; nicht etwa eine Naturkatastrophe ohne Bezüge zum ordentlichen Geschichtsverlauf, sondern die noch reichlich primitive Vorwegnahme einer möglichen Option des Jahrhunderts, das demnächst anbricht».

Man mag derlei als unwissenschaftliche Prophetie abtun – in der Summe dürfte es immerhin den Fortgang der Debatte über eine «nachhaltige Politik» und ihre Konsequenzen im Zeitalter der Globalisierung anregen. Und das ist vielleicht wichtiger als ein blosser Versuch, die Ideengeschichte als Verfahren zum Verständnis des Nationalsozialismus zu rehabilitieren. -- Neue Zürcher Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Buchrückseite

Carl Amery vertritt in Hitler als Vorläufer die These, daß Hitler und der Nationalsozialismus erst wirklich verstanden werden können, wenn die ökologische Dimension in die zeitgeschichtliche Diskussion mit aufgenommen wird. Erst wenn die verborgene erschreckende Aktualität seines Heilsversprechens erkannt wird, können wir uns den gegenwärtigen politischen Aufgaben stellen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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5.0 von 5 Sternen Wird es für alle reichen? 21. August 2000
Format:Gebundene Ausgabe
Carl Amery hat sein Christentum immer ernst genommen. Schon allein deshalb war er Pazifist, und sehr früh, als es noch lange keine grüne Bewegung gab, machte er sich Gedanken um die Erhaltung der Schöpfung. Diese Rolle als Gewissen der Nation hat er selbst mit 76 Jahren noch nicht abgegeben. "Hitler als Vorläufer" ist eine Warnung, daß noch einmal eine ähnliche Barbarei ausbrechen könnte. Amery hat gute und erschreckende Gründe für seine Sorge. Die Grundidee von damals sei noch da, wie Drakula, der, reglos und ohne Atem, unter den Trümmern der Geschichte liege. Aber der Pfahl im Herzen, der seinen endgültigen Tod garantiert, fehle. Damit meint Amery nicht die Neonazis mit ihren polierten Glatzen und Springerstiefeln. Die sind ihm schlicht zu dumm, um die Macht zu übernehmen. Amery meint Hitlers Sorge um die Nachhaltigkeit und seinen unmenschlichen Lösungsversuch. Natürlich hat Hitler dieses Wort nie gebraucht, wahrscheinlich hat er es nicht einmal gekannt. Aber das Problem hat er erkannt, und seine Lösung könnte heute wieder virulent werden. Hitler beantwortete die Frage, ob es auf Dauer für alle reichen wird, mit einem kategorischen Nein. Weil er die Kulturgeschichte mit seiner primitiv darvinistischen Vorstellung von Naturgeschichte gleichsetzte, erwartete er einen gnadenlosen Kampf um die vorhandenen Ressourcen. Nach seiner Interpretation setzt sich nur der Stärkste durch. Menschlichkeit war ihm Schwäche. Zusätzlich hatte er sich aus Mutter Natur eine insektenhaft kalte Göttin gebastelt, die "grausame Königin aller Weisheit", die nur Härte belohnt. In den Juden sah er die Erbfeinde jener Göttin. Mit dem jüdisch-christlichen Gedankengut läßt sich so eine Ideologie nicht vereinbaren. Humanismus, Mitleid, Soldarität mit den Schwachen, diese "jüdischen" Eigenschaften sollten mit ihren Trägern, den Juden, ausgerottet werden. Als das Tausendjährige Reich vergangen war, wurde diese Barbarei als unverständlicher und unwiederholbarer Fehler der Geschichte abgetan. Amery sieht darin aber einen Vorboten einer möglichen Zukunft. Wie werden die aufgeklärten, toleranten Zeitgenossen reagieren, wenn es tatsächlich nicht mehr für alle reicht, wenn ihnen die Armen zu nahe auf die Pelle rücken? Wenn es nicht gelingt, rechtzeitig vorzubeugen, ist dann die jüdisch-christliche Ethik der Nächstenliebe fest genug, daß nicht wieder eine derartige Barbarei ausbricht? Wie würden die Mordprogramme dann ablaufen? Mit Sicherheit viel subtiler, aber vermutlich nicht weniger brutal. Die Diskussionen um den australischen Philosophen Peter Singer, übrigens ein Nachkomme von Hitleropfern, deuten schon in diese Richtung. Immerhin denkt Singer sehr laut über Euthanasie nach und inzwischen wird er auch in Deutschland sehr viel ernster genommen als noch vor wenigen Jahren. Amery sorgt sich um die Widerstandsfähgkeit seiner Zeitgenossen. Er tut das mit einem feinen, manchmal bissigen Humor und wie immer brilliant. Das heißt aber nicht, daß man das Büchlein, womöglich noch in der S-Bahn, in einem Sitz runterlesen könnte. Dagegen sperrt sich der Inhalt, aber auch die allzu perfekte Sprache. Oft genug ist man gezwungen innezuhalten, die Gänsehaut abklingen zu lassen und den Absatz noch mal zu lesen. Aber wenn man sich ernsthaft auf das Thema einläßt, kann man Amerys Sorgen nachvollziehen und seiner manchmal schwierigen Argumentationskette folgen. Diesmal hat Amery keine Sciece-Fiction produziert. Er zeigt nur, daß solche Horrorszenarien möglich werden können. Er will erreichen, daß es gar nicht erst so weit kommt, daß wir pfleglich mit der Natur umgehen, daß es nach wie vor für alle reicht. Wird die Warnung dieses unverbesserlichen Moralisten angenommen und diskutiert, oder wird sie mit einem unwilligen "jetzt übertreibt er aber wirklich" beiseite geschoben?
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ernst zu nehmende Warnung 3. Oktober 2003
Von Toskano
Format:Taschenbuch
Amery stellt hier die These auf, Hitler sei kein Betriebsunfall der Geschichte, sondern der (dilettantische) Versuch einer Antwort auf die schon lange erkennbare Bedrohung der Menschheit durch die Ressourcenverknappung. Damit verknüpft er die Warnung, dass ein ähnlicher, diesmal besser ausgeführter „Hitlerismus" drohe, sollte uns nicht rechtzeitig eine angemessene Antwort auf die zunehmenden Probleme einfallen.
Eine ernst zu nehmende Warnung!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den Nagel auf den Kopf getroffen 8. Juli 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Buch entlarvt, was eigentlich schon allen bekannt sein sollte. Hitler war und ist nicht gefährlich, weil seine Botschaft archaisch war, sondern weil sie sehr modern war. Seine Ideen zum lebensunwerten Leben waren auch gar nicht neu, sondern wurden schon viel früher von allen politischen Richtungen vorbereitet und vertreten. Die heutigen Entwicklungen bei Fragenkomplexen wie Euthanasie, Fristenlösung oder Forschung an embryonalen Stammzellen belegen eindrücklich und erschreckend die Thesen des Autors.
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