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Den Hitler jag' ich in die Luft. Der Attentäter Georg Elser.
 
 
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Den Hitler jag' ich in die Luft. Der Attentäter Georg Elser. [Gebundene Ausgabe]

Hellmut G. Haasis
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 270 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Berlin (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871343714
  • ISBN-13: 978-3871343711
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 526.779 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hellmut G. Haasis
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Die Zeit, 14.10.1999
Wilhelm von Sternburg lobt Hellmut Haasis` Biografie über den Hitler-Attentäter Georg Elser als eine "akribische Untersuchung". Das könnte man auch als Kritik verstehen, so ist es aber nicht gemeint. Phantasie oder Inspiration ist Sternburgs Sache nicht. Für ihn schließt das Buch endlich eine Lücke in der Geschichtsschreibung, die sich viel um den konservativ-militärischen Widerstand gekümmert hat, aber viel zu wenig um den schwäbischen Schreiner Elser. Das Buch, so Sternburg, berichtet einfühlsam und lässt einem "stillen Helden Gerechtigkeit widerfahren". Das tut Sternburg in seiner Besprechung auch. Ein Manko der Rezension ist, dass Sternburg den Eindruck vermittelt, als handele es sich hierbei um die erste Elser-Biografie. Inwieweit sich dieses Buch von anderen über Georg Elser, die es ja schon gibt, absetzt oder hervorhebt, sagt Sternburg nicht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Der schwäbische Schreiner Georg Elser erkannte früh, dass Hitler nur mit Gewalt gestoppt werden kann. In dreißig Nächten hatte er im Münchner Bürgerbräukeller hinter dem Rednerpodium eine Bombe installiert. Das Attentat schlug fehl, Elser wurde an der Schweizer Grenze gestellt und sechs Jahre später im KZ Dachau hingerichtet. Dass für diesen Anschlag tatsächlich nur er allein verantwortlich war, wollten weder die Gestapo, noch spätere Historiker so recht glauben.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Gutes Thema, schlechter Stil; etwas enttäuschend!, 4. Oktober 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Den Hitler jag' ich in die Luft. Der Attentäter Georg Elser. (Gebundene Ausgabe)
Mich hat das Thema interessiert, und auch der Titel wirkte hochspannend.
Hinterher war ich aber von dem Buch ziemlich enttäuscht. Der Stil des Autors wirkte doch ziemlich wie ein nüchterner Zeitungsstil des heimischen Lokalblattes, und wurde Thema und Figur des BUches nicht gerecht. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht; denn der gesamte Ablauf dieses Ereignisses war hochspannend: etliche Male entging der schwäbische Schreiner Elser bei der Vorbereitung zu seinem Bombenattentat nur knapp der Entdeckung durch Nachtwächter, Wirte, Vermieter.
Akribisch und höchst gewissenhaft hatte Elser seine Tat geplant: sorgfältig hatte er sich auf den Tatort und den Tatzeitpunkt vorbereitet; hatte sich die Technik beigebracht, um die BOmbe zu bauen.
Sein Attentat war dermaßen perfekt vorbereitet, dass nach seiner Verhaftung noch viele Jahre Justiz, Polizei und Politik fest davon überzeugt waren, dass er unmöglich als Einzeltäter gehandelt haben konnte, auch wenn sie das niemals auch nur entfernt beweisen konnten. Inzwischen ist man aber genau aus dem Grund der Ansicht, dass Elser tatsächlich ein Einzeltäter war; seine Tat auf diese Weise durchzuführen war möglich, wenn auch äußerst schwierig.
Auch seine Flucht hatte der Täter hinterher geplant; er wollte in die neutrale Schweiz entkommen. Durch einen leichtsinnigen Fehler wurde er aber an der Grenze festgenommen, und konnte so mit der Tat in Zusammenhang gebracht werden.
Seine Flucht war auch das Einzige, was Elser mit relativer Naivität durchgeführt hatte: hätte er politisch mehr Durchblick gehabt, so hätte er sich denken können, dass die neutrale Schweiz aus Furcht vor argen politischen Folgen für sie seitens des aggressiven, mächtigen Nachbarn Elser vermutlich schnellstens ausgeliefert hätte, sobald er "aufgeflogen" wäre.
Wie konnte ein Mensch so naiv sein, und gleichzeitig technisch hochbegabt, keinesfalls dumm, und dabei derart mutig?
Elser's Tat war also von Anfang an äußerst gewagt. Nur ein Verückter oder Jemand, der eine mächtige Organisation hinter sich gehabt hätte, wäre normalerweise nur dazu fähig gewesen, so etwas zu tun. Aber Elser war allen heutigen Nachforschungen nach durchaus ein Einzeltäter.

Der Attentäter war also auf jeden Fall ein besonderer Mensch.
Ein "Perfekter Mensch" war er aber auf jeden Fall nicht. Davon legen Weggefährten, wie seine zeitweilige Freundin, mit der er ein uneheliches Kind hatte, und um die er sich finanziell kaum kümmerte, z.B. Zeugnis ab. Das geht auch aus diesem Buch hervor.
NICHT aus diesem Buch hervor geht aber der eigentliche BEWEGGRUND Georg Elser's! Warum beging dieser geheimnisvolle Einzelgänger eine derartige Tat, mit an Wahnsinn grenzendem Mut? - Eine Tat, die selbst organisierte Anti- Hitler- Verbände, wie die Kommunisten oder Kirchenkreise nicht zustande bekamen?
Wie konnte er ein solches Selbstvertrauen entwickeln, dass er glaubte, er könne dem nationalsozialistischen Terrorapparat entkommen? Wie war die Persönlichkeit dieses musik liebenden Technikgenies?
Es ist der größte Fehler dieses BUches, dass darauf keine Antwort gegeben wird! Denn normal ist ein derartig großer Mut eines solchen mannes nicht.

Fest steht, dass dieser Mann versuchte, Niemanden mit hineinzuziehen aus seinem Bekannten- und Verwandtenkreis. Daher wollte er alleine die Tat begehen. Das war natürlich wieder naiv. Denn genau das passierte hinterher: seine Verwandten und sein ganzes Heimatdorf waren jahrelang Ziel von Gestapo- Schikanen und - beobachtungen; seine Familie wurde ständig in Sippenhaft genommen.

So lieferte das Buch auch nicht viele interessante neue Informationen zu diesem Fall, die man nicht schon vorher aus dem Internet oder aus anderen Büchern über das Thema kannte.
Der Autor hat zwar gut recherchiert und hatte Zugang zu vielen Informationen aus diversen Archiven; aber entsprechend nüchtern und "sachlich" ist sein Stil ausgefallen; um nicht gleich zu sagen: langweilig!
Dabei ließ der Autor Feinfühligkeit und psychologische Kenntnis vermissen, die ihn zu weiteren Schlüssen hätten führen können, und vor allem das Buch hätten interessanter machen können, bzw. den Leser hätten weiter anregen können selber weiter zu denken.

Immerhin hat das Buch auf die sehr schlechte Würdigung Georg Elser's den Leser aufmerksam gemacht, falls dieser es nicht vorher schon wusste. Denn das ist der eigentliche Skandal in dieser ganzen Geschichte: Georg Elser's Verhalten wurde nicht verstanden. Niemand konnte sich vorstellen, dass dieser Mann aus einfachen Verhältnissen aus persönlicher Überzeugung sich selber freiwillig und ohne Hintermänner solchen Gefahren aussetzte. Grund dafür waren meist ideologische Vorstellungen, die den Menschen den "freien Blick" versperrten. Bis in die jüngere Zeit "durfte" Elser nicht seine Tat so begangen haben, wie er sie tatsächlich begangen hatte. Denn der einfache Mann mit recht einfachem WEltbild hatte damit Empfindlichkeiten in der Bevölkerung getroffen, die er gar nicht vorgehabt hatte zu treffen: die deutsche Bevölkerung wollte von dem ATtentäter - von hoher Politik bis in die Ebenen des einfachen Hilfsarbeiters - nichts wissen! Entweder man wollte ihn vergessen oder (bewusst oder unbewusst) verleumden. Denn nun offenbarte sich auf dem Hintergrund der Tat und Person Georg Elser's: die Deutschen waren keine Helden gewesen, und haben durch ihr Schweigen oder durch Denunziationen und tatkräftige Mithilfe immer das Hitler- Regime kräftig unterstützt!
Die Frage war nämlich jetzt: wenn ein einfacher Mann Hitler versuchte - unter EInsatz seines Lebens - umzubringen, warum tat das Niemand Anderes? Diese Frage war ebenso offensichtlich wie für die Deutschen peinlich. Einerseits war die Antwort: wir waren alle feige. Andererseits sagte man sich als Schutzbehauptung: dieser Elser war ein Verrückter. Nur ein Verrückter konnte eine solche außerordentliche Tat vollbringen. Dabei spielt die Wahrheit, dass nämlich Elser durchaus wusste, was er tat, für die Deutschen eine untergeordnete Rolle. Dieser Elser war ein "Nestbeschmutzer". Seine Heimatgemeinde konnte jahrelang nicht mehr ruhig schlafen, weil ständig Gestapo- Verhören unterzogen. Man wollte mit all diesem nichts zu tun haben; man war "anständiger Bürger", der so etwas nicht machte. Elser's Familie geriet natürlcih in besonderer Weise ins Fadenkreuz der NS- Kontrollmenschen. So hat auch seine eigene Familie über ihn nicht mehr gut sprechen können.
Auch die "Kirche im Widerstand" hätte sich jetzt eingestehen müssen, dass sie im Vergleich zu dem Einzeltäter Elser sehr uneffektiv waren. Entsprechend dazu wurde sie von "Größen" dieser Richtung jahrzehntelang verleumdet.
Verleumdet wurde er auch von Regierungen der BRD nach dem Krieg; vor allem in der Adenauer- Zeit, die mit diesem Mann und seinen Absichten nichts zu tun haben wollte, und seine Taten nicht verstand (Adenauer selbst hatte sich ja den Nazis während deren Herrschaft geschickt angepasst; eine Haltung, mit der sich die Bevölkerung besser identifizieren konnte als mit einem solchen Widerständler!).
In manchen Zusammenhängen wurde Elser gar als "SA- Mann" (!) bezeichnet, was nun wirklich das Gegenteil von dem war, was er wirklich war.
Für Manche war Elser nur der Kommunist. Tatsächlich hatte Elser kommunistische Überzeugungen, und war früher zeitweise im Umkreis dieser Partei gewesen, als diese noch erlaubt war. Aber es gibt KEINE Hinweise darauf, dass er mit solchen (illegalen) Stellen sich abgesprochen hätte, oder gar in deren Auftrag gehandelt hätte! Entsprechend konnten auch die Kommunisten mit der Figur Elser nicht viel anfangen. Im Verständnis der Kommunisten musste alles mit der Partei bis ins kleinste Detail abgesprochen werden. Das tat Elser aber nicht.
Auch den anderen Widerstandsgruppen war Elser stets suspekt. Denn zu Niemandem hatte Elser Kontakt. Er gereichte keiner dieser Grupppen zu Ehren. Niemand konnte sich seine Tat auf ihre Fahnen schreiben. Tatsächlich war man peinlich berührt, dass man selber keine entsprechende Tat erfolgreich vollbringen konnte!
Man dichtete Georg Elser immer alle möglichen vermeintlichen eigennützigen Vorteile an, die er sich versprochen haben soll. Am beliebtesten war die Theorie, er hätte von irgendwelchen Hintermännern viel Geld versprochen bekommen (was nie bewiesen wurde!). Aus "bescheidenen, "guten" Motiven" oder gar Idealismus konnte man sich nicht vorstellen, dass Jemand diese Tat vollbringen würde.
Leider geht auf die besonderen Motive des Mannes der Autor nicht weiter ein. (auch ich weiß sie natürlich nciht, sondern kann sie mir nur vorstellen.).

Die Offiziere um den 20. Juli hingegen wurden zu allen Zeiten in Deutschland immer als das "Leuchtende VOrbild" dargestellt: obwohl bewiesen ist, dass diese Militärs anfangs Hitler durchaus unterstützt und gut geheißen haben, und aus alles andere als idealistischen Motiven heraus gehandelt haben (tatsächlich wollten sie mit Hitler nicht "drauf gehen", erkannten sehr wohl genau die Situation an der Ostfront, wussten, dass man mit den Westalliierten gegen die Russen nur einen "Sonderfrieden" verhandeln konnte, wenn man Hitler beseitigte; im Weiteren stellten sie sich hohe Positionen für eine "Übergangsregierung" nach Hitler vor - ganz im Gegensatz zu Elser!).
Elser... Lesen Sie weiter... ›
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Biographie einer vorbildlichen Person, 25. Mai 2002
Schon 1939, lange bevor die Gruppe 17. Juli begann, mit Attentatsversuchen zu dilletieren, beging Elser, ein aufgeweckter Mann ohne jeden ideologischen Hintergrund, ein Attentat, das fast geklappt hätte - geklappt hätte, wenn er weniger Rücksicht auf Begleitschäden genommen hätte (er zündete die Bombe spät in der Veranstaltung, weil er dadurch hoffte, viele Zuschauer werden sie dann schon verlassen haben).
Weil er keine "Lobby", wie Kirche (Weiße Rose), Kommunisten (Thälmann) oder Militär (Stauffenberg) hatte, wurde er nach dem Weltkrieg nicht nur fast vergessen, schlimmer noch, der 1945 hingerichtete wurde sogar als SA-Agent bezeichnet!
Fernab von Novellisierungen, zeichnet Haasis nun eine Biographie aus Fakten über diese Person, an der viele Deutsche sich ein Beispiel nehmen sollten. Eine absolute Pflichtlektüre!
Das Buch macht Lust auf die anderen Biographien von Haasis, z.B. über "Jud Süß" Oppenheimer.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannend und wichtig, 24. März 2001
Rezension bezieht sich auf: Den Hitler jag' ich in die Luft. Der Attentäter Georg Elser. (Gebundene Ausgabe)
Diese faszinierende Biographie habe ich an einen Tag durchgelesen. Allergrößte Hochachtung für Herrn Elser, mit ewas Glück hätte er tatsächlich Millionen Menschen retten können. Stattdessen wurde er gefangen, gefoltert und ermordet. Und sein Name wurde mit Schmutz beworfen, nicht nur während des 3. Reiches. Hut ab aber auch vor dem Autor. Es gelingt ihm nicht nur das Leben des Herrn Elser, sondern auch das Leben anderer im 3.Reich plastisch vor Augen zu führen. Und das ist wichtig, gerade heutzutage. Gottseidank spart er auch nicht mit subjektiven Empfindungen.
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