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Hitler, Karriere eines Wahns.
 
 
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Hitler, Karriere eines Wahns. [Gebundene Ausgabe]

Paul Matussek , Peter Matussek , Jan Marbach
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 303 Seiten
  • Verlag: Herbig (März 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3776621842
  • ISBN-13: 978-3776621846
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 16,4 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 736.865 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Rundschau, 31.08.2000
Mit dieser Psychopathologie Hitlers wird, so der Rezensent Peter Schünemann, auf "überaus lesenswerte" Weise eine Forschungslücke geschlossen. Die zentrale These des Bandes diagnostiziert bei Hitler eine "Abspaltung des `privaten vom öffentlichen Selbst`" - der zur Schau gestellte Narzissmus verdeckt die Scham über das eigene Versagen in der Vergangenheit. Mit ihrer Analyse begingen die Autoren nicht den Fehler, Hitlers Verbrechen zu relativieren. Im Gegenteil, so stellt Schünemann fest: das "Ineinander individuellen und kollektiven Wahnverhaltens" wird so erst richtig erklärbar.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

War Hitler wahnsinnig? Immer wieder wurde diese Möglichkeit erwogen und doch verworfen, weil man sich einfach nicht vorstellen kann, daß ein Psychotiker erfolgreich an die Spitze einer Gesellschaft gelangt und diese ihm bereitwillig in den Untergang folgt. Die vorliegende Studie, die aus der Zusammenarbeit eines Psychiaters, eines Kulturwissenschaftlers und eines Soziologen hervorgegangen ist, findet zu einer neuen Antwort auf die Wechselwirkung zwischen den individuellen und kollektiven Anteilen an der Dynamik des Hitlerwahns. Mit Hilfe eines Psychosenmodells, das auf den jüngsten Forschungen zur Polarität des "privaten" und "öffentlichen" Selbst beruht, sowie unter Einbeziehung und kritischer Revision neuen Materials zur Kulturgeschichte des "Dritten Reichs" wird gezeigt, daß Hitler durchaus ein "pathologischer Fall" war, der nur deshalb klinischen Konsequenzen entging, weil er auf ein Publikum traf, das seinen Wahn durch eine ungeheure Akzeptanzbereitschaft stabilisierte. Dieser interdisziplinäre Ansatz einer psychohistorischen Hitlerforschung, der aus den bisherigen Sackgassen psychologisierender oder historisierender Einseitigkeiten herausfürt, zeigt die Frage nach den Verantwortlichkeiten des Diktators und seiner Helfer in einem neuen Licht: Die Naziverbrechen waren Wahnsinnstaten; doch die beschriebene Resonanzwirkung eines Psychotikers und seines Publikums sorgte für eine wechselseitig bestätigte Realität, in der die Akteure planmäßig handeln konnten. Deshalb ist eine Minderung der Schuld wegen mangelnder Zurechnungsfähigkeit auszuschließen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wahnhaft seit Juni 1919 1. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Der Zeitpunkt für Hitlers Wahnausbruch (man kann hier durchaus auch von einer Wahnexplosion reden) läßt sich bei genauer Kenntnis seiner Biographie präzise rekonstruieren.
Hitler wird quasi über Nacht wahnhaft,nachdem er im Juni 1919 zwei "Aufklärungskurse" ,zu denen er von der Reichswehr abkommandiert wurde (und die in den Räumen der Münchener Universität stattfanden!) besucht hat.
Die ihm hier vermittelte Thesen,wonach Juden "Erreger der Rassentuberkulose " seien und eine "tödliche Gefahr" für die arische Rasse und das deutsche Volk darstellten,wird zum Ausgangspunkt einer umfangreichen ,und nur nach geduldigem Lesen rekonstruierbaren, durchaus wahnhaft zu nennenden Rassen- und Geschichtstheorie,die dann 1925 in "Mein Kampf" schriftlich festgehalten wurde.(Ideologische Schlußfolgerung dieser Rassentheorie war der "Antisemitismus der Vernunft")
Gleichwohl hat Hitler dann ab Ende der 20er Jahre diese Begriffe in seinen Reden vermieden,sodaß nach außen der -irrtümliche -Eindruck entstand,die NSDAP befände sich im traditionellen Antisemitismus ("Antisemitismus des Gefühls"), und auch kundige Psychiater dann nicht mehr den wahnhaften Kern seines Antisemitismus erkennen konnten.
Erst in den letzten Kriegsjahren treten dann bei Hitlers Reden und Gesprächen diese wahnhaften Begriffe wieder auf.
Da Hitler in den Juden keine Menschen sah,sondern "tödliche Bakterien", konnte für ihn die angedrohte "Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa "(Rede vom 30. Januar 1939) auch nur in der "passiven Vernichtung" der Juden durch strikte Ghettoisierung (Juden waren Parasiten,die von der Arbeit ihrer Wirtsvölker lebten;im Ghetto war ihnen dieser Nährboden entzogen )und Vernichtung durch Arbeit entstehen (Juden waren nach Hitlers Meinung unfähig zu produktiver Arbeit).Ein solches "Modell" war das Warschauer Ghetto,wo Hitler dann die Richtigkeit seiner Rassentheorie bestätigt sah.Ein Befehl Hitlers zur "aktiven" Vernichtung der Juden ist aus dem Verständnis seiner Rassentheorie gar nicht möglich; ein solcher Befehl liegt bis heute nicht vor und wird mit Sicherheit auch nie gefunden werden.Es gab nur eine Ausnahme : die marxistischen Juden,für die bereits in "Mein Kampf" die Vernichtung durch Giftgas gefordert wurde,da es sich wohl hier um die gefährlichste und aggressivste jüdische Untergruppierung handelte.
Für einen mit der komplizierten Materie vertrauten Psychiater ist es somit sehr schwierig,Hitlers Wahn über den gesamten Zeitraum von 1919 bis 1945 zu verfolgen und festzuhalten.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Durch dieses Buch wird die Mischung aus Kalkühl und Wahnwitz klar,die den Führer an die Macht brachten,und 12 Jahre ohne unterlass wüten ließen.Ich kann das Buch nur empfehlen,da man dadurch,wie schon gesagt verstehen kann. Man kann meiner Meinung nach nicht genug über das 3.Reich lesen da man die Folgen noch immer und schon wieder aufarbeiten muss.
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