Daim versucht in diesem Buche die These aufzustellen und zu untermauern, daß Hitler seine Ideologie zu einem beträchtlichen Teil von Adolf Lanz (= Jörg Lanz von Liebenfels) abgeleitet, bzw. übernommen habe. Diese These gilt als überholt und wird nicht mehr ernsthaft diskutiert.
Obwohl Daims Buch klar gegen Lanz gerichtet ist gibt er dennoch viele Informationen, insbesondere Hintergrundinformationen zum Phänomen Lanz. Wer sich mit Lanz von Liebenfels auseinandersetzen möchte kommt an diesem Werk nicht vorbei; allerdings sollte der Leser auch Rudolf Munds "Lanz von Liebenfels und der Neue Templar Orden" wie auch Goodrick-Clarks "Die Okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus" berücksichtigen.
Wiewohl dieses Werk gegen Lanz geschrieben ist, ist es dennoch größtenteils erstaunlich ausgewogen, und tatsächlich sehr informativ. Der Gedanke jedoch, daß Hitler sein Weltbild auf jenem von Lanz aufgebaut habe, ist zu verwerfen. Zu bemängeln ist auch, daß Lanzens theologisches Gedankengut nur oberflächlich und bruchstückhaft abgehandelt wird: Daher nur 4 Sterne.