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Hitler, Buddha, Krishna - eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute
 
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Hitler, Buddha, Krishna - eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute [Gebundene Ausgabe]

Victor Trimondi , Victoria Trimondi
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Victor Trimondi
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Aus der Amazon.at-Redaktion

Die These des 640 Seiten umfassenden Wälzers klingt ziemlich spektakulär: Die historischen Texte des Hinduismus und des Buddhismus seien voll mit Passagen, die sich als Rechtfertigung für das NS-Regime lesen lassen. Der Nachweis dieser Behauptung will dem Autorenpaar Trimondi allerdings nicht so recht überzeugend gelingen.

Zum Kernstück ihrer Argumentation machen die Trimondis, die laut Klappentext im bürgerlichen Leben als Ehepaar Röttgen firmieren, die 15 "Einweihungen" des Kalachakra-Tantra. Also jenes Textes, der das Herzstück des jährlichen Friedensfestes des Dalai Lama bildet. Die Einweihungen enthalten Schilderungen von mörderischen Angriffskriegen und Schändungen minderjähriger Mädchen, schreiben die Trimondis. Doch sie selbst billigen zu, dass viele Buddhisten diese Beschreibungen als metaphorische Darstellungen deuten würden. Das war es. Mehr kommt nicht.

Was das Buch dagegen eindrucksvoll belegt, ist die seltsame Begeisterung Heinrich Himmlers für fernöstliche Religionen und Mythen. Anhand von Versatzstücken aus dieser Ideenwelt führte er seine SS als Kriegerkaste, als "schwarzen Orden" von rassisch überlegenen Kämpfern. Doch offenbar hat den Trimondis oder dem Verlag diese sorgfältige fakten- und detailreiche Rekonstruktion nicht gereicht.

Also ist da auf dem Cover von "Hitler" die Rede, obwohl der, wie im Buch mehrfach betont wird, mit Religionen nichts am Hut hatte. Da ist zudem von einer "Allianz" die Rede, obwohl meist nur von einer "möglichen" nationalsozialistischen Interpretation von tatsächlich mitunter recht bizarren Texten geschrieben wird. Gemessen an seinen überzogenen Thesen ist Hitler, Buddha, Krishna somit trotz seiner 640 Seiten ein ziemlich dünnes Buch. --Günther Strauss

Kurzbeschreibung

Mit einer beachtlichen Fülle von neuen Quellen aus Archiven und NS-Schriften weisen Victor und Victoria Trimondi nach, dass der Nationalsozialismus nicht nur eine "politische Bewegung" war, sondern dass er zunehmend in eine "politische Religion" transformiert werden sollte. Namhafte faschistische Kulturwissenschaftler ebenso wie obskure Okkultisten diskutierten vor allem in Heinrich Himmlers SS-Ahnenerbe offen darüber, wie das Dritte Reich "metaphysisch" zu verankern sei.

Dabei blickten sie mit Faszination in den Osten: In den Philosophien, Mythologien, Visionen und Dogmen, in den sakralen Praktiken -- darunter die Kalachakra-Riten -- und Texten der spirituellen Traditionen Asiens glaubten sie, "Orientierungen" für eine "Verherrlichung des Krieges", für die "Apotheose des Führers" und für die "Vergöttlichung der arischen Rasse" entdeckt zu haben.

Diese an östlichen Weisheiten orientierte nazistische "Religionsströmung" kam nach dem Zweiten Weltkrieg nicht zum Versiegen, sondern überlebte im Untergrund des Nazi-Okkultismus und entwickelte sich seit den 1990er-Jahren zu einer weltweiten Subkultur unter dem Zeichen der "Schwarzen Sonne".

Die Autoren eröffnen mit ihrem Buch die längst fällige Kulturdebatte über die unheilige Allianz zwischen dem "westlichen Faschismus" und den "östlichen Kriegerreligionen"


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5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert., 6. Januar 2012
Von 
Géza Harangozó (Freudenstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hitler, Buddha, Krishna - eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute (Gebundene Ausgabe)
Hier wird der Buddhismus endlich entzaubert. Es ist eine Religion von vielen und auch nicht besser als die anderen. Der Dalai Lama wird auch auf den Boden der Realität gezogen und kritisch bewertet.
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43 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Die gekauften Aufklärer, 14. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hitler, Buddha, Krishna - eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute (Gebundene Ausgabe)
Allein der Titel dieses Buches ist schlichtweg ein Schlag unter die Gürtellinie. Man könnte meinen, der Sinn des Buches bestünde einzig darin, jeden Freund oder Bewunderer östlicher Religiosität in den Dunstkreis des Nationalsozialismus zu bringen. Es ist offensichtlich, dass Religion über weite Strecken der Vergangenheit für weltliche Machtzwecke missbraucht worden ist. Davon ist die westliche religiöse Tradition ebensowenig ausgenommen wie die östliche oder sonst irgendeine.

Tatsächlich hat das Christentum Mord und Gräuel an Menschen auf der ganzen Welt zu verantworten (Inquisition, der christliche Imperialismus in Amerika, Afrika, Asien und Australien), die den Vergleich mit dem Holocaust nicht zu scheuen brauchen. Verbrechen bleibt Verbrechen, Mord bleibt Mord, ob er an einem Indianer, Schwarzen, Aborigines oder Juden begangen wird.

Heißt das jetzt, dass Jesus tatsächlich gelehrt hat, dass wirtschaftliche Ausbeutung und anmaßende Arroganz, wodurch das Christentum auf der ganzen Welt berühmt worden ist, anzustrebende Werte sind? Tatsächlich hat er genau das Gegenteil gelehrt, aber seine falschen Nachfolger haben seinen Einfluß und seine Größe missbraucht, um in "seinem Namen" ihre eigenen materiellen Gelüste zu etablieren. Damit haben sie seinen Namen diskreditiert und törichte Menschen, die zwischen den Lehren einer solch großartigen Person und den Verfehlungen ihrer machtlüsternen Nachfolger nicht zu unterscheiden wissen, schreiben Bücher wie dieses.

Das gleiche gilt für alle anderen Religionen, sei dies der Islam, der Hinduismus, Buddhismus, Judentum etc. Ohne das Wesen, den Kern einer Religion zu verstehen, kann Polemik dieser Art nur zu einer Polarisierung und weiteren Verschärfung der Missverständnisse führen. Bücher dieser Art scheinen - freiwillig oder unfreiwillig - Auftragsarbeiten dämonischer Kräfte zu sein, denen alles daran gelegen ist, Missverständnisse, Ausgrenzung und Sündenbockdenken zu weltbeherrschenden Faktoren zu machen.

Anstatt Missverständnisse auszuräumen und eine gemeinsame Komunikationsplattform zu schaffen, schüttet dieses Buch noch einen Haufen Unrat über die bereits ohnedies von Ignoranz, gegenseitiger Schuldzuweisung, Fanatisierung und Polarisierung gebeutelte Welt. Philosophisch, theologisch, historisch, soziologisch und psycholgisch betrachtet ist dieses Buch bereits im Titel eine ignorante Unterstellung. An den Früchten werdet ihr sie erkennen, hat Jesus gesagt. Die Früchte dieses Machwerks sind noch größere und dickere Mauern des Unverständnisses und Kommunikationsunfähigkeit zwischen den Menschen dieser Erde. Es ist billigste Abstauberliteratur, die versucht, schwelende Resentiments zwischen Menschen zum eigenen Vorteil auszunutzen. Schade um die Bäume, die ihr Leben lassen müssen für Propaganda, die versucht, einer tieferen Verständigung unter den Menschen einen weiteren Riegel vorzuschieben. Mit billiger Effekthascherei und ohne Verständnis für tiefer liegende Ursachen wird auf dem Gefühlsregister der negativen Vorurteile der Menschheit gespielt. Gute Literatur ist Literatur, die aufklärt und die Schranken des Missverständnisses abbaut. Das ist keine gute Literatur.

Aber diejenigen, die darauf reinfallen, sind wohl auch selber daran schuld. Wir müssen uns die Frage stellen, was wir wollen: billige Sensationsheischerei oder neue, offene, respektvolle und aufrichtige Wege der Verständingung. Das ist die Verantwortung eines jeden von uns.

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25 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Keine klare Position, 31. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hitler, Buddha, Krishna - eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute (Gebundene Ausgabe)
Das Buch der Trimondis hat unzweifelhaft dazu beigetragen, daß das mächtig aufgeblasene Kalachakra-Tantra-Ritual Graz 2002 ziemlich in sich zusammengefallen ist. Eine Kulturdebatte kann es allerdings nicht entfachen, dazu ist es trotz seiner mehr als 600 Seiten politisch zu uneindeutig und zu verwaschen. Man weiß nicht recht, ob es den beiden Autoren nun um tatsächlich radikale Buddhismus- bzw. Lamaismuskritik geht mit dem Ziel, das Religionssystem der tibetischen Lamas als das Unterjochungsinstrument zu entlarven das es ist, oder darum, es in sozusagen entfaschisierter Form beizubehalten. Das Buch läßt die Klartextsprache vermissen, die das Buch von Goldner (Dalai Lama - Fall eines Gottkönigs [bei Alibri]) auszeichnet. Daher empfehle ich letzteres unbedingt, ersteres kann man sich eigentlich sparen: das positionsvermeidende Herumgeeiere der Autoren (wie man hört waren sie selbst zu Zeiten ergebene Anhänger des Dalai Lama) nervt kolossal.
Nicolaus Frühwind
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