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100 Jahre Universal Pictures
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Carlyle gelingt es sehr gut, Hitler darzustellen - was allgemein als verhasste Pflicht betrachtet wird er verkörpert ihn glaubwürdig als unzugänglichen und bösen Menschen, der vielschichtig und zugleich unverbesserlich ist. Jedoch gelingt es diesem Film nicht zu erklären, wie und warum es einem solchen lächerlichen, psychotischen und unattraktiven Individuum wie Hitler gelingen konnte, solch einen unmittelbaren und tiefen Eindruck auf solche Menschen wie zum Beispiel Ernst Hanfstangl und seine Frau Nina (Julianne Margulies aus ER Emergency Room) zu machen. Auf Hitlers Beziehung zu diesem in den U.S.A. geborenen Paar wird ungleich viel Aufmerksamkeit gelenkt vielleicht als Zugeständnis gegenüber dem amerikanischen Publikum. Im Gegensatz dazu wird auf die sozialen, kulturellen und politischen Umstände in Deutschland zwischen den Kriegen nur spärlich eingegangen, wodurch Hitlers Aufstieg beinahe absurd erscheint.
--David Stubbs
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bitte nicht mit "Der Untergang" vergleichen,
Rezension bezieht sich auf: Hitler - Der Aufstieg des Bösen [2 DVDs] (DVD)
Der Film versucht, nicht nur Hitler als Mensch zu portraitieren, sondern auch seine Zeit und die Gründe, die zu seiner "Machtergreifung" führten, darzustellen. Auch wenn man sich dafür knapp drei Stunden Zeit genommen hat, ist dies doch eine so gut wie unmögliche Aufgabe. Trotzdem finde ich, dass man dem Ziel erstaunlich nahe gekommen ist. Wer im Geschichtsunterricht nicht nur geschlafen hat, wird vieles vom Gezeigten richtig in den historischen Kontext einzuordnen wissen. Die Filmemacher setzen wohl auch beim Zuschauer eine gewisse Kenntnis der Materie voraus. Ohne diese wird einem der rechte Zugang wohl versperrt bleiben, ist das Thema doch viel zu komplex und vielschichtig, als dass es in einem einzigen Spielfilm abgehandelt werden kann. Wie in den meisten Spielfilmen nimmt man sich, was den historischen Kontext angeht, ein paar Freiheiten zu Gunsten der Flüssigkeit der Story heraus, aber ist das wirklich so schlimm? Ungereimtheiten, die einem auffallen, motivieren um so mehr, mal wieder ein ordentliches Sachbuch zum Thema zu Hand zu nehmen. So ist mir z. B. Hindenburgs Rolle als Bollwerk der Demokratie recht sauer aufgestoßen, hat er doch den Kaiser im Exil um Erlaubnis gebeten, das Amt des Reichspräsident bekleiden zu dürfen. Auf der anderen Seite hat mir die Darstellung des Verhältnisses Hitler-Röhm bis zu dessen Ermordung außerordentlich gut gefallen.Robert Carlyle macht seine Sache als Hitler-Darsteller nicht schlecht, muss er doch optische Ähnlichkeit, Skrupellosigkeit, Fanatismus und Charismatik Hitlers zusammenführen. Sicher eine schwierige und in diesem Falle undankbare Aufgabe. Der immer wieder gezogene Vergleich mit "Der Untergang" ist meiner Meinung nach nicht wirklich zulässig. Hier geht es um eine viel kürzere Zeitperiode, die wegen ihrer klaren kriegerischen und politischen Situation sehr viel leichter zu schildern ist und bei weitem nicht die Komplexität der Zeit des Hitler-Aufstieges mit all ihren Wirren aufweist. "Der Untergang" konzentriert sich daher vor allem auf den menschlichen Wahn und die humanitäre Tragödie im Zusammenhang mit dem Führerbunker und weiß sicherlich dadurch massiv zu beeindrucken. Zudem ist "Der Untergang" ein Kinofilm und war sicherlich mit einem wesentlich höheren Budget ausgestattet als ein Fernsehfilm es in der Regel ist. Hinzu kommt vielleicht auch, dass wir Deutschen doch einfach den leichteren Zugang zu unserer Geschichte haben als die Amerikaner. Fazit: Schon allein wegen seiner Konkurrenzlosigkeit ist "Hitler - Der Aufstieg des Bösen" zumindest sehenswert. Er bietet eine neue Sichtweise auf die historischen Geschehnisse und vor allem auch auf den Menschen Hitler, was meines Wissens nach in dieser Ausführlichkeit ein Novum ist. Ob es sich in der Realität genauso abgespielt hat, mag jeder selbst beurteilen. Ich selbst habe mir den Film sicherlich nicht zum letzten Male angesehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
68 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Mist,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hitler - Der Aufstieg des Bösen [2 DVDs] (DVD)
Der Film ist absoluter Mist, schlecht recherchiert, oberflächlich und voll historischer Fehler (Ian Kershaw, renommierter Hitler Biograph und ursprünglicher Berater des Filmes, hat sich nicht umsonst davon distanziert und den Film als peinlich bezeichnet). Wieder einmal wird der private Hitler als griesgrämiger, miesepetriger Unsympath dargestellt, obwohl Zeitgenossen und Zeitzeugen belegen, daß Hitler im privaten Umgang durchaus ein einnehmendes Wesen hatte und Charme entwickeln konnte. Warum können Filmemacher nicht begreifen, daß auch extreme Fanatiker im privaten Bereich freundliche und charismatische Menschen sein können (wie hätte Hitler denn sonst eine ihm ergebene Entourage schaffen können?). Aber klar, der Mann hat Böses getan, deshalb war er natürlich auch immer und ständig böse und schon sind wir wieder auf der richtigen Seite der political correctness - ätzend und undifferenziert. Die völlig unpassende deutsche Synchronsimme und die unfreiwillige Komik im Spiel des Hauptdarstellers fügen sich prima in diesen wirklich schlechten Film ein. Wieso diese Hollywoodgurke auch nur einen Preis erhalten hat, wird ewig unverständlich bleiben.
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42 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Hitler als Knallcharge,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hitler - Der Aufstieg des Bösen [2 DVDs] (DVD)
Im Mittelpunkt eines Films über den Aufstieg Hitlers muss die Kernfrage stehen, wie es ein größenwahnsinniger Psychopath fertig bringen konnte, einen Großteil der Deutschen für sich und seine Wahnideen zu begeistern. Und genau hier versagt dieser soziologisch, pädagogisch und politisch viel zu gut gemeinte Streifen komplett: Von der ersten bis zur letzten Szene erleben wir den jungen Hitler als geistig vollkommen umnachtete, sexuell verklemmte und hölzern agierende Knallcharge, dessen absurde Thesen stets umgehend widerlegt werden: Kaum wettert er gegen die Juden, schon gibts einen Rückblick, in dem ihm ein jüdischer Arzt das Leben rettet. Kaum räsoniert er über Rassenschande, schon wirft er einer schönen Jüdin verliebte Blicke zu. Selbst seine öffentlichen Reden stottert er verklemmt wie ein 13-jähriger Vollproll mit Sprachstörungen herunter.Hätte der wahre Hitler auch nur ansatzweise derart hirnverbrannt agiert wie hier gezeigt, so hätte er keine drei Leute für seine Wahnideen begeistern können - oder war dieses Filmchen etwa als eine Art pädagogisch-gehaltvolles Resozialisierungsprojekt für Neonazis gedacht? Man möchte dem Regisseur jedenfalls während des Films unentwegt zurufen: Ich hab´s ja kapiert: Hitler war ein geistig vollkommen umnachteter Vollidiot- aber jetzt versteh ich noch viel weniger, wie auch nur ein einziger Mensch auf ihn hereinfallen konnte!" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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