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Hitchcock, Alfred
 
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Hitchcock, Alfred [Taschenbuch]

Bernhard Jendricke
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 3 (1. Dezember 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499504200
  • ISBN-13: 978-3499504204
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 11,6 x 0,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 646.399 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Einen kompakten Überblick über Leben und Werk eines der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte liefert dieses kleine Taschenbuch. Alfred Hitchcock hat wie kaum ein zweiter Regisseur eine unglaublich ergiebige Schaffensperiode mit Erfolg an den Kinokassen verbunden und sich mit Filmen wie Psycho, Berüchtigt oder Im Schatten des Zweifels einen Platz in der Filmgeschichte gesichert. Seine filmische Brillanz, man denke nur an die Szenen mit James Stewart und Kim Novak im Glockenturm von Vertigo, gepaart mit seinem Gespür für das Geschäft, verhalfen Hitchcock zu einer herausragenden Position als Filmemacher.

Seinen Weg zu dieser respektierten Stellung in Hollywood zeigt Jendrickes Buch seit dem Tag 1899, an dem Alfred Hitchcock in London zur Welt kam. Man erlebt die Anfänge seines Wirkens in der rasch aufstrebenden britischen Filmindustrie und seinen Wechsel in die USA mit anfänglichen Problemen, aber auch neuen technischen und finanziellen Möglichkeiten. In Hollywood gelangen ihm zwischen 1954 (Das Fenster zum Hof) und 1964 (Marnie) seine besten Filme. Doch auch Hitchcocks Spätwerk weist mit Frenzy noch ein echtes Highlight auf.

Wo es Einfluß auf sein Schaffen nahm, widmet sich Jendricke auch Hitchcocks Privatleben, soweit es die Tatsache, daß Hitchcock sein eigenes Leben immer gegenüber der Öffentlichkeit extrem abschottete, zuläßt. Jendricke gelingt eine auch äußerlich durchaus ansprechende Einführung in die Arbeit Hitchcocks -- die umfangreiche Bebilderung sorgt für Spaß an der Lektüre. Sollte man Interesse bekommen haben, kann man dann zu weiterführender Literatur greifen, etwa Truffauts Meisterwerk über Hitchcock (Truffaut, Hitchcock. Ein Interview). --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Seit den fünfziger Jahren genoß Alfred Hitchcock weltweit größere Popularität als jeder andere Regisseur seiner Zeit. Sein Name stand als Markenzeichen für ein von ihm geschaffenes Filmgenre, das höchstens ästhetischen Anspruch scheinbar mühelos mit den Konventionen der Unterhaltungsindustrie in Einklang brachte und dabei so unverwechselbar war, daß Jean-Luc Godard schrieb, man könne einen Hitchcock-Film bereits an der ersten Einstellung erkennen. An öffentlicher Bekanntheit übertraf Hitchcock nicht nur alle seine Kollegen, sondern auch die von ihm engagierten Darsteller, so weltberühmt sie auch sein mochten. Kein anderer als Hitchcock selbst war der eigentliche Star seiner Filme.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein solider Einstieg 13. Januar 2002
Von gundel12
Es handelt sich um einen wirklich kompakten Überblick. Das Buch bietet (auch wegen des günstigen Preises) sicher einen guten Einstieg in das Leben und Werk von Alfred Hitchcock. Es ist reichlich bebildert und enthält zu allen Filmen und Lebensabschnitten interessante Informationen. Ein weiterer Vorteil ist, daß es sich um ein deutsches Buch handelt, und somit zum einen keine Übersetzungsprobleme aufweist und zum anderen die Karriere Hitchcocks aus quasi "neutraler" Sicht beleuchtet.
Was mich beim Lesen allerdings gestört hat, waren die als objektiv dargestellten Kommentare Jendrickes, die vor allem zu Schluß hin zunehmen. Er gibt nicht einfach nur die Fakten wieder, die er zusammentragen konnte, sondern bewertet sie auch äußerst kritisch. Gerade in der Periode, in der Hitchcock seine bekanntesten Filme geschaffen hat (von 1953 bis 1963 etwa), mäkelt Jendricke stark an diesen wirklichen Klassikern herum.
Trotzdem habe ich insgasamt einen positiven Eindruck von dem Buch. Alle Darstellungen sind recht knapp gehlten, aber trotzdem sehr informativ. Das komplette Buch ist interessant geschrieben und hinterläßt am Schluß Lust auf mehr. Es wird klar, daß Hitchcock nicht nur ein großartiger Regiesseur war, sondern auch eine interessante Persönlichkeit.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Immer Ärger mit Hitchcock? 24. Februar 2008
Von weiser111
Wer interessante Filme dreht, muss auch ein interessantes Leben geführt haben? Interessant für andere, meine ich jetzt. Und mit "interessant" meine ich nicht "gespickt mit Anekdoten über eine monströse Persönlichkeit, die durchs WWW (= wunder weiß was) wabern. Also, wie ist das mit dem vielleicht interessanten Leben eines unbestritten genialen Regisseurs?

Und dann stellt sich freilich noch eine Frage: Warum eigentlich sollte man sich für Alfred Hitchcock als Menschen interessieren? Wirkte er durch seine Persönlichkeit, wie man das z.B. von Albert Schweitzer oder Bertha von Suttner weiß? Verlief sein Leben dermaßen spektakulär, dass sich die Biographie spannend liest, wie z.B. die von Charlie Chaplin? Oder löckte er wider den Stachel seiner Zeit, wenigstens ab und zu? Wird dermaßen viel Dummes und Widersprüchliches verbreitet, dass eine Richtigstellung endlich mal fällig wäre? Oder verlief jemandes Leben wenigstens derart außerordentlich paradigmatisch für eine Generation, dass sie nachgerade dem Lehrbuch zu entstammen scheint und sich für didaktische Zwecke eignet?
Kann man eigentlich alles nicht über Hitchcock behaupten. Wichtig ist er vor allem wegen seiner nun wirklich zu Recht berühmten Filme, und über die gibt es hinreichend zu lesen.
Vor allem gibt es François Truffauts legendäres Interview-Buch "Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?", in dem Hitchcock mit einem klugen Kollegen über seine Arbeit aus dem Nähkästchen plaudert.

Zudem weist Bernhard Jendricke gleich auf den ersten Seiten auf das größte Problem hin, das sich ihm beim Verfassen dieser Biographie stellte: So genial seine Filme waren, so geizig war Hitchcock mit Informationen über sein Privatleben. Sogar die Quellen, die sich ein Biograph als erstes vornimmt, nämlich Briefe und, soweit vorhanden, Tagebücher, scheint's kaum zu geben. Die Erinnerungen von Familienangehörigen oder prominenten und unprominenten sonstigen Nahestehenden wiederum sind erfahrungsgemäß mit genauso viel Vorsicht zu genießen wie die autobiographische Nachlassenschaft. Freilich steht Jendricke hier dem spärlichen Material mit dem nötigen Abstand gegenüber; manchmal vielleicht zu kritisch, aber das ist allemal genießbarer als gezuckerte Lobhudelei. Und dem beliebten groben Unfug, aus dem Werk des Künstlers auf dessen Persönlichkeit zu schließen, entzieht sich Jendricke zum Glück. Wer also mehr z.B. darüber erfahren will, was die berühmten "Hitchcock-Blondinen" über des Regisseurs frühkindliche Neurosen aussagen, sollte Jendrickes Monographie meiden. Wer sich aber für den Regisseur Hitchcock nach den Möglichkeiten einer schnell und ziemlich flüssig zu lesenden Biographie interessiert, ist hier richtig.

Aus der für Biographen nicht gerade entgegenkommenden Ausgangsposition macht Jendricke nämlich das denkbar Beste: Er hält sich nicht lange auf mit halbseidenen Informationen, die man besser der einschlägigen zeitgenössischen Regenbogenpresse entnimmt, sondern hält sich ans Greifbare, also vor allem an die Fakten über Hitchcocks Filme, von den Anfängen im britischen Stummfilm bis zur Begräbnisfeier in Beverly Hills. Insofern müsste der Buchtitel eher lauten "Alfred Hitchcock als Regisseur". Im Zweifelsfall fokussiert diese Biographie Hitchcocks cineastische Entwicklung, lässt nachvollziehen, wie und wieso ein gewisser Mister Alfred Hitchcock zum Markenartikel Hitchcock wurde. Nicht nur Gelegenheits-Kinogänger und Fernsehgucker erfahren in dieser Biographie viel Neues darüber, wie Hitchcock seine Effekte erreichte; wie er mit dem Unter- bzw. Unbewussten der Zuschauer spielte; nach welchen Kriterien er seine Hauptdarsteller auswählte; wie er sich den jeweils neusten Stand der Technik dienstbar machte... Vor allem durch Letzteres dürfte Hitchcock sich von seinen vielen Epigonen unterscheiden: Er war nicht Sklave der Technik, sondern ihr Herr. Gut, dass Jendricke ausführlich und immer wieder eingeht auf Hitchcocks Kamera-Arbeit und sein damit verbundenes Spiel mit der Perspektive.
Dass Jendricke manchmal etwas hochnäsig wirkt, wenn er mit der Würde des Intellektuellen auf Hitchcocks große Erfolge (Erfolgreiche Kunst -- pfui aber auch!) etwas herunterschaut, sei ihm verziehen; denken können die Leser schließlich selber.

Jendrickes Hitchcock-Biographie ist gut gelungen, weil sie sich aufs Wesentliche beschränkt -- und das ist schwieriger als uferloses Schwadronieren. Auch liest diese Biographie sich ganz gut, wenn auch vielleicht manchmal etwas steifleinen, und obendrein ist Jendrickes Sachkenntnis aller Ehren wert.
Ebenso sprechen die Standards der "rororo-Monographien" für das Buch: Viele Fotos natürlich, halb- und ganzseitig, darunter nicht nur die üblichen Verdächtigen. Vor allem aber entspricht der Anhang hohen Ansprüchen: umfassender biographischer Abriss ("Zeittafel"), knapp ein Dutzend Zeugnisse vor allem anderer Regisseure und Filmwissenschaftler, eine ausführliche, thematisch gegliederte Bibliographie, und natürlich die komplette Filmographie mit Original- und deutschen Verleihtiteln und Angaben zu Kamera, Drehbuch und wichtigsten Schauspielern (ohne Angaben über wichtige Preisträger; hätte wohl den Rahmen gesprengt...).

Auch wenn mir persönlich François Truffauts Hitchcock-Buch wegen seiner Lebhaftigkeit lieber ist: Bernhard Jendrickes Hitchcock-Biographie besticht durch viel durchdacht und systematisch präsentierte Information auf relativ wenig Raum.
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Immer Ärger mit Hitchcock? 24. Februar 2008
Von weiser111
Wer interessierte Filme dreht, muss auch ein interessantes Leben geführt haben? Interessant für andere, meine ich jetzt. Und mit "interessant" meine ich nicht "gespickt mit Anekdoten über eine monströse Persönlichkeit, die durchs WWW (= wunder weiß was) wabern. Also, wie ist das mit dem vielleicht interessanten Leben eines unbestritten genialen Regisseurs?

Und dann stellt sich freilich noch eine Frage: Warum eigentlich sollte man sich für Alfred Hitchcock als Menschen interessieren? Wirkte er durch seine Persönlichkeit, wie man das z.B. von Albert Schweitzer oder Bertha von Suttner weiß? Verlief sein Leben dermaßen spektakulär, dass sich die Biographie spannend liest, wie z.B. die von Charlie Chaplin? Oder löckte er wider den Stachel seiner Zeit, wenigstens ab und zu? Wird dermaßen viel Dummes und Widersprüchliches verbreitet, dass eine Richtigstellung endlich mal fällig wäre? Oder verlief jemandes Leben wenigstens derart außerordentlich paradigmatisch für eine Generation, dass sie nachgerade dem Lehrbuch zu entstammen scheint und sich für didaktische Zwecke eignet?
Kann man eigentlich alles nicht über Hitchcock behaupten. Wichtig ist er vor allem wegen seiner nun wirklich zu Recht berühmten Filme, und über die gibt es hinreichend zu lesen.
Vor allem gibt es François Truffauts legendäres Interview-Buch "Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?", in dem Hitchcock mit einem klugen Kollegen über seine Arbeit aus dem Nähkästchen plaudert.

Zudem weist Bernhard Jendricke gleich auf den ersten Seiten auf das größte Problem hin, das sich ihm beim Verfassen dieser Biographie stellte: So genial seine Filme waren, so geizig war Hitchcock mit Informationen über sein Privatleben. Sogar die Quellen, die sich ein Biograph als erstes vornimmt, nämlich Briefe und, soweit vorhanden, Tagebücher, scheint's kaum zu geben. Die Erinnerungen von Familienangehörigen oder prominenten und unprominenten sonstigen Nahestehenden wiederum sind erfahrungsgemäß mit genauso viel Vorsicht zu genießen wie die autobiographische Nachlassenschaft. Freilich steht Jendricke hier dem spärlichen Material mit dem nötigen Abstand gegenüber; manchmal vielleicht zu kritisch, aber das ist allemal genießbarer als gezuckerte Lobhudelei. Und dem beliebten groben Unfug, aus dem Werk des Künstlers auf dessen Persönlichkeit zu schließen, entzieht sich Jendricke zum Glück. Wer also mehr z.B. darüber erfahren will, was die berühmten "Hitchcock-Blondinen" über des Regisseurs frühkindliche Neurosen aussagen, sollte Jendrickes Monographie meiden. Wer sich aber für den Regisseur Hitchcock nach den Möglichkeiten einer schnell und ziemlich flüssig zu lesenden Biographie interessiert, ist hier richtig.

Aus der für Biographen nicht gerade entgegenkommenden Ausgangsposition macht Jendricke nämlich das denkbar Beste: Er hält sich nicht lange auf mit halbseidenen Informationen, die man besser der einschlägigen zeitgenössischen Regenbogenpresse entnimmt, sondern hält sich ans Greifbare, also vor allem an die Fakten über Hitchcocks Filme, von den Anfängen im britischen Stummfilm bis zur Begräbnisfeier in Beverly Hills. Insofern müsste der Buchtitel eher lauten "Alfred Hitchcock als Regisseur". Im Zweifelsfall fokussiert diese Biographie Hitchcocks cineastische Entwicklung, lässt nachvollziehen, wie und wieso ein gewisser Mister Alfred Hitchcock zum Markenartikel Hitchcock wurde. Nicht nur Gelegenheits-Kinogänger und Fernsehgucker erfahren in dieser Biographie viel Neues darüber, wie Hitchcock seine Effekte erreichte; wie er mit dem Unter- bzw. Unbewussten der Zuschauer spielte; nach welchen Kriterien er seine Hauptdarsteller auswählte; wie er sich den jeweils neusten Stand der Technik dienstbar machte... Vor allem durch Letzteres dürfte Hitchcock sich von seinen vielen Epigonen unterscheiden: Er war nicht Sklave der Technik, sondern ihr Herr. Gut, dass Jendricke ausführlich und immer wieder eingeht auf Hitchcocks Kamera-Arbeit und sein damit verbundenes Spiel mit der Perspektive.
Dass Jendricke manchmal etwas hochnäsig wirkt, wenn er mit der Würde des Intellektuellen auf Hitchcocks große Erfolge (Erfolgreiche Kunst -- pfui aber auch!) etwas herunterschaut, sei ihm verziehen; denken können die Leser schließlich selber.

Jendrickes Hitchcock-Biographie ist gut gelungen, weil sie sich aufs Wesentliche beschränkt -- und das ist schwieriger als uferloses Schwadronieren. Auch liest diese Biographie sich ganz gut, wenn auch vielleicht manchmal etwas steifleinen, und obendrein ist Jendrickes Sachkenntnis aller Ehren wert.
Ebenso sprechen die Standards der "rororo-Monographien" für das Buch: Viele Fotos natürlich, halb- und ganzseitig, darunter nicht nur die üblichen Verdächtigen. Vor allem aber entspricht der Anhang hohen Ansprüchen: umfassender biographischer Abriss ("Zeittafel"), knapp ein Dutzend Zeugnisse vor allem anderer Regisseure und Filmwissenschaftler, eine ausführliche, thematisch gegliederte Bibliographie, und natürlich die komplette Filmographie mit Original- und deutschen Verleihtiteln und Angaben zu Kamera, Drehbuch und wichtigsten Schauspielern (ohne Angaben über wichtige Preisträger; hätte wohl den Rahmen gesprengt...).

Auch wenn mir persönlich François Truffauts Hitchcock-Buch wegen seiner Lebhaftigkeit lieber ist: Bernhard Jendrickes Hitchcock-Biographie besticht durch viel durchdacht und systematisch präsentierte Information auf relativ wenig Raum.
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