Herodot hat mit seinen "Historien" die Anfänge der Geschichtsschreibung geprägt. In seinem berühmten Werk geht es um den Krieg zwischen Griechen und Persern im fünften Jahrhundert v. Chr. Die Auseinandersetzung hatte eine lange Vorgeschichte mit mythischen Wurzeln. Sie mündete 490 und 478 v. Chr. in zwei Kriege und endete schließlich mit einer Niederlage der Perser. Fünf Bände lang erzählt Herodot vom Aufstieg des Perserreiches zur größten Macht der damaligen Welt: Griechische Stämme in Kleinasien werden unterworfen, dazu die Lyder, Babylonier, Ägypter und viele andere Völker. Niemand scheint den Perserkönig Dareios stoppen zu können, als er auch noch das griechische Festland in seine Macht bringen will. Erst mit der berühmten Schlacht bei Marathon, von Herodot im sechsten Band erzählt, wendet sich das Blatt: Die Perser werden erstmals von den Athenern besiegt. Doch Dareios und sein Nachfolger Xerxes geben noch nicht auf. Die westliche und die östliche Welt treffen in weiteren Schlachten aufeinander, bis sich die griechischen Bundesgenossen endgültig durchsetzen. Mit diesem historischen Sieg endet der groß angelegte Bericht des Herodot. Wer sich für die antike Geschichte - und zwar nicht nur für Schlachten und Feldzüge, sondern auch für die vielfältigen Sitten der Völker - interessiert, erfährt sie hier aus erster Hand.