Immer noch auf der Flucht ist jedem in der kleinen Gruppe bewusst, dass sie, sollten sie irgendwo auf freies Feld kommen, von den Wölfen angegriffen werden. Sie rechnen sich auch keine Chance aus, müssen aber letztendlich, wenn Rainald zumindest die Kinder retten will, das Unmögliche wagen und über eine große Wiese zum nächsten Tor laufen, wo sie in Sicherheit wären. Ein Angriff der Wölfe ist unvermeidlich und so geht es nur mehr darum, wie Rainald es schaffen will, die Wölfe von den anderen abzulenken, denn dass er dabei sterben wird, ist für ihn vollkommen klar. Und letztendlich passiert genau das was Rainald befürchtet hat, das Rudel greift an...
Zu einem scheinbar unmöglichen Zeitpunkt schafft es Schwester Venia, dass Rainald sich öffnet und ihr alles erzählt. Wie es dazu kam, dass er seine Frau verlor, warum er seinen Sohn so ungerecht behandelt und warum er nicht in der Stadt Zuflucht suchen will.
Ist der Wermutstropfen der Geschichte der, dass Wölfe wieder einmal als menschenfressende Bestien dargestellt werden, ist die Geschichte selbst jedoch stringent und nachvollziehbar. Zum Schluss wartet Richard Dübell noch mit einer überraschenden Wende auf, sodass man wirklich sagen kann: Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte