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Hirngespinste
 
 
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Hirngespinste [Gebundene Ausgabe]

Markus Orths
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Schöffling; Auflage: 1 (1. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389561470X
  • ISBN-13: 978-3895614705
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 450.958 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Markus Orths
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein junger Schriftsteller versucht verzweifelt, seinen zweiten Roman zu schreiben. Sein Name: Kranich, Englisch, Deutsch, dem Leser bekannt aus dem Bestseller Lehrerzimmer. Nachdem Kranich seine Schul-Erfahrungen veröffentlichen konnte, scheitert er: Schreib, Maschine!, eine bittere Abrechnung mit dem Literaturbetrieb, wird vom Verleger V abgelehnt.

Kranich findet Unterschlupf bei seiner Tante Erna. Er hat eine geniale Idee und bereitet sich auf einen großen Wurf vor. Aber dann nistet sich seine schwangere Schwester Tamara bei ihm ein, und statt zu schreiben, geht Kranich unter im Kritikerstimmenwirrwarr, in Selbstzweifeln und in 28-Stunden-Tagen. Um möglichst schnell Geld zu verdienen, bräuchte er einen "literarischen Quickie". Vielleicht kann ihm Sebastian Pfeifer helfen, ein Neurowissenschaftler, der mittels transkranieller Magnetstimulation Kranichs Hirn zu frisieren versucht.

Eine wunderbar groteske Farce über die dunkle Seite eines Autors: vom Literaturbetrieb korrumpiert, voller Größenwahn und versteckter Komplexe, Anerkennungssucht und dem verzweifelten Wunsch, etwas Grandioses zu schaffen - brillant witzig, ein Feuerwerk der Selbstironie und eine gnadenlose Demaskierung dessen, was ein Betrieb aus Menschen machen kann.

Über den Autor

Markus Orths, 1969 in Viersen geboren, lebt in Karlsruhe. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem open mike (2000), dem Förderpreis des Marburger Literaturpreises (2003), dem Heinrich-Heine-Stipendium (2006) und dem Walter-Scott-Preis (2006). Zuletzt erhielt er das Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg (2008) sowie in Klagenfurt den Telekom-Austria-Preis (2008).

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hirnmist 11. November 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Um es gleich vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist leider ein einziges ... Nichts. Schon die Idee, als ratloser Autor einen Roman über die Ratlosigleit eines Autors zu verfassen, ist nicht eben originell, aber eine winzige Sekunde ist der Leser dennoch versucht, zu Gunsten Markus Orths' anzunehmen, dieser habe noch eine Idee, einen Plot, irgendetwas halt, in Petto, aber dann ... das Nichts. Dass der Romanheld im Buch vergeblich versucht, drei Manuskripte (ja, ja, es muss "Typoskripte" heißen, gähn) seinem Verleger zur Veröffentlichung zu empfehlen, entbehrt angesichts der Tatsache, dass Orths eben dies mit diesem völlig bedeutungsleeren Text bei seinem Verleger geschafft hat, nicht einer gewissen Ironie, vermag aber nicht darüber hinwegzudeuten, dass der Autor uns - ich bitte der Wiederholung wegen um Verzeihung - NICHTS zu sagen hat. Da helfen auch das Umschlag- sowie das Autorenfoto (welches uns einen sympatischen "netten Kerl" zeigt, der seine eigene Ahnungslosigkeit wohl nicht ahnt) nichts.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Ein ideenloser Autor findet aus materieller Not bei seiner Erbtante kostenlosen Unterschlupf. Nach seinem Erstlings-Erfolg "Schulroman" (BOING, das wird doch keine Anspielung auf "Lehrerzimmer" sein?) fällt ihm keine Zeile mehr ein, und so begibt er sich in die Fänge eines im Fitnesstudio kennengelernten Hirnforschers, wo er vermittels "Transkranieller Magnetstimulation" doch noch einen Text auf das Papier zu bringen hofft. Da seine Schwester allerdings gerade ihre Tochter Jana zur Welt gebracht hat, reicht es nur für 168 Seiten mit eben diesem einen Wort: Jana Jana Jana usw.- Orths will uns hier wohl sagen, dass das wirklich und einzig Wichtige der Mensch ist, aber selbst das muss man hinter blutleerer Beschreibung vermuten, mitgeteilt bekommt man es weder durch Worte noch zwischen den Zeilen.

Keine Figur im Buch erreicht auch nur annähernd Authentizität, Tiefe oder wenigstens Interessantheit, noch nicht einmal die Erbtante, die im Buch mit ihrem "Lebenswerk" über das Stillen sofort einen Verleger findet. Alles bleibt oberflächlich, unglaubwürdig, inhaltsleer, oft genug auch zu ungenau, nicht witzig dort, wo es wohl als Witz gemeint war, fast bin ich geneigt, zu sagen: dumm...

Der Verlag preist dieses Buch mit den Worten: "eine wunderbar groteske Farce über den Literaturbetrieb" - nun, für jene Autoren, die uns Lesern etwas zu erzählen haben, die uns das schreiben, was wir von ihnen erwarten dürfen, Literatur eben, erledigt sich dies von selbst, und jene wie Orths mögen doch bitte in Zukunft lieber schweigen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spitzenklasse 14. Mai 2010
Von leseweise
Format:Gebundene Ausgabe
Bereits die erste Satire von Markus Orths: "Lehrerzimmer" hat einem die Lachtränen in die Augen getrieben.
Demjenigen nämlich, der Tag für Tag mit den in "Lehrerzimmer" gezeigten, jämmerlichen Figuren und Strukturen, mit Angst, Jammer, Schein und Lüge zu tun hat.
Die Satire "Hirngespinste" über das Schreiben ist mehr als originell. Wenn man sie (aufgrund von Schlafstörungen wegen der o. g. Säulen der dt. Schule: "Angst, Jammer, Schein und Lüge") in der Nacht liest, sitzt man aufrecht im Bett und lacht andere wach.
Wer sich als Schreiberling versucht, kann kaum irgendwo genauer studieren, was es mit dem Schreiben als Anfänger auf sich hat. Natürlich ist das alles übertrieben dargestellt,und eine Panne reiht sich an die andere, aber so und nicht anders ist in den meisten Fällen auch die Realität.
Das alles in einer ausgefeilten und anspruchsvoll-komischen Sprache dargestellt, die einen das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genießen lässt.
Wahrscheinlich sind die wahren Orths-Leser in Lehrerzimmern und in Schreibakademien zu finden: verzweifelnd vor sich hin werkelnd und voller Vorfreude auf Markus Orths nächste Vereimerung! (Hoffentlich bald?!)
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfach platt 17. November 2009
Von Leserin
Format:Gebundene Ausgabe
Schade, ich hätte mir von Markus Orths weitaus mehr erwartet. Seinen historischen Roman "Catalina" fand ich originell im besten Sinn und sehr gelungen, aber schon "Lehrerzimmer" war nur eine flache, absolut uninspirierte Möchtegern-Satire auf den Schulbetrieb, eben genau so, wie man sich eine Satire auf den Lehrerstand erwartet. "Hirngespinste" bestätigt dieses Urteil leider ein weiteres Mal. Auch hier ist wieder alles genau so, wie man es bei der Ankündigung "Satire" erwartet, dieses Mal hat sich der in "Lehrerzimmer" gescheiterte Kranich eben - ach, wie einfallsreich! - aufs Schreiben verlegt. Das bloße Aneinanderreihen von absolut platten Witzen macht leider bei weitem keine Literatur, auch wenn man sie noch so wortgewaltig als solche anpreist. Und wer nichts zu sagen hat, muss das nicht unbedingt zwischen zwei Buchdeckeln beweisen.
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