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Hirnforschung und Willensfreiheit: Zur Deutung der neuesten Experimente (edition suhrkamp)
 
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Hirnforschung und Willensfreiheit: Zur Deutung der neuesten Experimente (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Christian Geyer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 296 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 7 (29. November 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518123874
  • ISBN-13: 978-3518123874
  • Größe und/oder Gewicht: 17,3 x 10,9 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 97.366 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Neurophysiologe Benjamin Libet hat in Experimenten nachgewiesen, daß jeder bewußten Handlungsentscheidung Hirnaktivitäten vorausgehen, welche die Handlung bereits festgelegt haben. Was folgt daraus? Hirnforscher wie Gerhard Roth und Wolf Singer behaupten: Unser Wille ist nicht frei, unsere Handlungen sind determiniert. Wenn diese Behauptung zutrifft, ergeben sich daraus schwerwiegende Konsequenzen: Vom Strafrecht bis zu unserem Selbstverständnis als Menschen stünde alles zur Disposition. Aber ist der subjektive Eindruck, frei zu handeln, wirklich bloße Illusion? Sind die Laborbefunde selbsterklärend? Wer entscheidet über deren Deutung? Natur- oder Geisteswissenschaftler? Diesem Fragenkomplex widmete sich eine Serie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, deren Beiträge hier in erweiterter und überarbeiteter Form zusammen mit anderen Texten zum Thema vorliegen.

Über den Autor

Christian Geyer ist Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
123 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Herzlichen Dank an den Herausgeber Christian Geyer, seines Zeichens Ressortleiter „Neue Sachbücher" im Feuilleton der FAZ. Dieses Zwischenfazit der Diskussion um Willensfreiheit war dringend notwendig. Denn so sehr ich mit den Gehirnforschern sympathisiere, beim Thema Willensfreiheit wird das Eis immer dünner und die Belastung immer grösser. Paradoxerweise sind es die Neurologen selber, die unsere Sehnsucht nach einer allumfassenden Welterklärungstheorie begründen und gleichzeitig erfüllen. Und es ist nicht ganz einfach, ihnen Widerstand zu leisten, wenn alles im Kopf passiert.

Der Herausgeber hat die 30 Beiträge sehr klug ausgewählt und lässt Hirnforscher, Philosophen, Theologen, Historiker, Literaturwissenschaftler, Juristen sowie sich selber zu Wort kommen. Das Ganze fügt sich dann zu einem Bild zusammen, das sich zwar schwer in einen Rahmen sperren lässt, aber dennoch mögliche Denkrichtungen skizziert.

Die paar Euro sind bestens investiert. Denn der Herausgeber taucht für mich in die Publikationsflut, hebt offen daliegende Schätze, sucht aber auch unter den Steinen und entdeckt so Perlen, die mir verborgen geblieben wären. Nicht alles, was er an die Oberfläche beförderte, hat mir gefallen, musste ich doch einige lieb gewonnene Bilder von der Wand nehmen oder aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Aber genau das muss ja der Sinn solcher Tauchgänge sein.

Wie bei Sammlungen dieser Art unvermeidbar, sind die einzelnen Beiträge von unterschiedlicher Qualität, wobei der freie Fall ins Grässliche nie eintritt. Beim Schwierigkeitsgrad der Artikel hat Christian Geyer offenbar darauf geachtet, allzu Unverständliches, Fachspezifisches und Esoterisches gnadenlos auszuschliessen. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist eine Bestandesaufnahme, die zwar den Frontallappen und seine Umgebung fordert, aber das limbische System nicht überfordert. Anders gesagt, intellektuell anspruchvoll, aber wohltuend und sehr anregend. Die Neugier auf einzelne Autoren wurde ebenso geweckt wie die Absicht, wieder vermehrt auf die Edition Suhrkamp zu achten, wenn ich brauchbare Zwischenresultate suche.

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46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von gerleim
intention: die gesammelten texte in diesem band, sind aus einer reihe der faz entstanden. zu wort kommen naturwissenschaftler, philosophen, rechtswissenschaftler, soziologen, etc, womit das thema willensfreiheit aus verschiedenen blickwinkeln betrachtet wird. für den interessierten leser sicherlich eine wertvolle sammlung für weitere denkanstösse. für fachleute wenig neues.

aufbau: das buch ist so aufgebaut, dass zuerst die naturwissenschaftler zu wort kommen, dann die kritik durch andere wissenschaftler folgt. der herausgeber bemüht sich in eigenen artikeln die texte zu moderieren. gut gemacht.

inhaltlich: die hirnforscher (nawi) vertreten aufgrund ihrer erkenntnisse aus der hirnforschung die meinung, (grob gesagt) dass es keinen freien willen gibt. philosophen versuchen den menschen als vorrangig geistiges wesen zu betrachten, wenn es zur frage der willensfreiheit kommt.

persönliche anmerkung: bin philosophie absolvent. ich vermisse eine einführung, die begriffe wie willensfreiheit, determinismus und kausalität betrachtet. bei manchen philosophischen texten scheint mir der tiefere zugang zu der thematik tatsächlich zu fehlen. vor allem fehlt mir der verweis auf einen (viel zu wenig gelesenen) philosophen, der sich (auf kant aufbauend und ihn verbessernd) auf hunderten seiten mit willensfreiheit und determinismus beschäftigt: arthur schopenhauer

kleine einführung:

materie: fragt man nach dem zustandekommen eines materiellen ereignisses, ein auto prallt gegen eine wand, so sind die ursachen für den effekt meist schnell gefunden (denkt man!): geschwindigkeit, masse, fliehkräfte, etc. denkt man deterministisch, so sind die ursachen und auslöser unendlich viele und liegen bis ins unendliche zurück (das auto wurde gebaut, die wand wurde gebaut, der autokonstrukteur musste zur welt kommen etc).

mensch: warum sollte es hier anders sein? das berühmte kant beispiel (vor einer hinrichtung kann man sich retten indem man über einen ehrenhaften menschen lügt), welches willensfreiheit beweisen soll, kann auch widerlegt werden, indem man sagt: der lügende ist aufgrund seines bisherigen lebens, aller umstände (undendlich viele, der erkenntnis nicht zugängige oder bewusste inklusive)zum lügen bereit; der nicht-lügner ist nicht dazu bereit. ändert er kurzfristig seine einstellung, auch dann gab es dafür (möglicherweise durch ration nicht nachvollziehbare, aber dennoch vorhandene) gründe.

schopenhauer hat es in einem schönen satz ausgedrückt:

"man kann zwar dies oder jenes wollen, aber man kann nicht wollen was man will."

meine feststellung soll den determinismus nicht verherrlichen, sondern soll als ergänzung zum buch ein weiterer anstoss des nachdenkens sein.
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch "Hirnforschung und Willensfreiheit" von Chistian Geyer ist eine Zusammenstellung von Texten und Meinungen von in der Wissenschaftswelt mehr oder weniger bekannten Philosophen und Neurologen zum sehr kontroversen Thema Willensfreiheit, Determiniertheit und Entscheidungsfreiheit. Aus den Beiträgen wird die Brisanz und der Sprengstoff ersichtlich der unter den Experten zur Zeit existiert und sich auf Grund der modernen Möglichkeit der neuronalen Analytik sich im Fluß befindet auf der Suche nach einer gemeinsamen Sprache und fächerübergreifenden allgemeingültigen Definitionen zum Thema Willenfreiheit. In der Diskussion spielen die Experimente von Libet, Haggart und Eimer immer wieder eine wichtige Rolle. Der Leser erhält einen guten Überblick über die zur Zeit geführten wissenschaftlichen Dispute und Fragen. Sind wir nur rafinierte Automaten? Wie kann man freies Handeln definieren? Was ist ein Willenruck? Wie werden soziale Regeln gebildet und wann spricht man von einer fehlgeleiteten Prägung? Gilt der Monismus oder Dualismus? Was sind "Zombie Agenzien"? ........ Das Buch und die Autoren geben zwar keine absoluten Antworten aber mindestens interessante Gedanken, Anregungen und Vorschläge. Ich habe nicht bereut das Buch gelesen zu haben.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Willensfreiheit- ein Streitthema zwischen Neurowissenschaftlern und...
Meinungsstreit über ein interessantes Thema ist immer spannend....so ist es auch mit diesem Buch. Lesen Sie weiter...
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Das Buch von Herrn Geyer ist hervorragend geeignet, um sich einen gewissen Überblick über mögliche Positionen im - allerdings empirisch prinzipiell unentscheidbaren... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Matthias Wenke veröffentlicht
zur Willensfreiheit
Sehr gute Übersicht über die zur Zeit vorherrschenden Meinungen von Philosophen und Naturwissenschaftlern zur Willensfreiheit auf anspruchsvollem Niveau.
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"Wahrheit, deren Richtigkeit ich beweisen kann, besteht ohne mich selber. [...] Wahrheit, aus der ich lebe, ist nur dadurch, dass ich mit ihr identisch werde. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2006 von kpoac
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