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Hirnforschung und Meditation: Ein Dialog (edition unseld)
 
 
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Hirnforschung und Meditation: Ein Dialog (edition unseld) [Taschenbuch]

Wolf Singer , Matthieu Ricard , Susanne Warmuth
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»In dem Band Hirnforschung und Meditation unterhält sich Wolf Singer mit dem einstmaligen Molekularbiologen und seit 35 Jahren als buddhistischer Mönch in Katmandu lebenden Matthieu Ricard. Hier stoßen tatsächlich zwei Kulturen aufeinander und finden sogar, was der naturwissenschatlichen Ausbildung des Mönchs geschuldet sein dürfte, zu einer Sprache, die einander Verstehen, aber auch die Grenzen der Verständigung deutlich werden läßt. Was Singer, der Hirnforscher, und der Buddhist Ricard hier unternehmen, könnte ein Vorbild für das ehrgeizige Suhkamp-Projekt sein.« (Christian Schlüter Frankfurter Rundschau )

»Der edition unseld ist es mit diesem Buch gelungen, ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden: eine aktuelle Debatte zwischen Natur- und Geisteswissenschaften transparent zu machen. Hirnforschung und Meditation ist keine verquarzte Fachsimpelei, sondern ein Blick in die Praxis. Das Match, das hier gespielt wird - Mönch trifft Hirnforscher -, lässt einen schmunzeln und gleichzeitig auch mit Neugier auf eine Fortsetzung warten. Auch wenn die Tatsache absurd ist, dass die Hirnforschung erst heute auf die Idee kommt, das alte Wissen der buddhistischen Philosophie ernst zu nehmen und zu Rate zu ziehen: Die Offenheit beider Positionen, von Wolf Singer wie von Matthieu Ricard, sorgt dafür, dass dieser Dialog überhaupt stattfinden kann.« (Annette Brüggemann taz zwei )


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
106 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Je mehr die Neurologen in die Geheimnisse des menschlichen Gehirns eindringen, desto durchlässiger werden die Grenzen zu Themengebieten, die bis anhin den Geisteswissenschaftlern vorbehalten waren. Auch wenn die Hirnforscher weder das Gottes-Gen noch den Kaufknopf finden werden, können sie doch Aussagen treffen, die häufig überraschen und manchmal beunruhigen. Von einem der weltweit führenden Neurologen zu hören, was die Naturwissenschaften zur Meditation zu sagen hat, kann auch davor schützen, jeden Unsinn schlecht recherchierter Artikel populärer Medien zu glauben. Zudem ist der Gesprächspartner von Wolf Singer eine äußerst interessante Persönlichkeit. Denn Matthieu Ricard war Molekularbiologe, bevor er vor 35 Jahren in den Himalaja zog und buddhistischer Mönch wurde.

"Ein Dialog", lautet der Untertitel dieses Buches. Und darunter verstehen Wolf Singer und Matthieu Ricard tatsächlich einen Austausch von Erfahrungen und Wissen auf gleicher Augenhöhe. Nie hat man als Leser das Gefühl, hier gehe es darum, wer der Hecht im Teich sei. Jeder hört dem anderen zuerst aufmerksam zu, bevor er das Wort ergreift, um dann auf Fragen zu antworten oder durch das Gesagte Fragen aufzuwerfen. Aber sie weichen auch nicht aus einer falsch verstandenen Friedenskundgebung von eigenen Denkmodellen ab, wenn sich Widersprüche auftun. Diese Dialoge haben einen Rhythmus, der es dem Leser erleichtert, dem Inhalt zu folgen.

Und was nahm ich als Quintessenz von diesem Dialog mit? Allem voran die Gewissheit, dass es sich lohnt, grenzüberschreitende Forschung zu betreiben und klugen Köpfen zuzuhören. Allerdings nur, wenn man sich auf einen Gegenstand einlässt und sich der Versuchung entzieht, alles auf schnell verdaubare Häppchen zu reduzieren. Gerade in einer Zeit, in der sich die Vertreter des positiven Denkens wieder lautstark zu Wort melden und auf die Plastizität des menschlichen Gehirns hinweisen, sind differenziertere Betrachtungen wichtig. Ja, das Gehirn ist ein dynamisches System, das sich dauernd verändert und neu verknüpft. Aber Wolf Singer und Matthieu Ricard zeigen aus verschiedenen Blickwinkeln glasklar auf, dass sich Persönlichkeitsstrukturen nur sehr langsam und nur durch jahrelanges Üben verändern lassen. In dreißig Tagen oder nach einem Seminarwochenende wird niemand die Ängste seine Kindheit los. Und auch das Glück stellt sich nicht automatisch nach der Lektüre eines Ratgebers ein.

Mein Fazit: Mit wohltuender Langsamkeit und Präzision nähern sich Wolf Singer und Matthieu Ricard einem Thema, das gewöhnlich allzu salopp und effekthascherisch vermittelt wird. Nebst tiefen Einsichten in die Funktionsweise des menschlichen Gehirns bekommt der Leser ganz nebenbei Anschauungsunterricht in Gesprächsführung und aufmerksamem Zuhören. Zu hoffen ist nur, dass auch all die selbsternannten Alpha-Wellen-Spezialisten und Glücksexperten ihre Nasen in dieses Buch stecken.
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interessantes Gespräch 5. November 2008
Format:Taschenbuch
In "Hirnforschung und Meditation" treten beide in Dialog und reden über Meditation und Hirnforschung als zwei Wegen zum Verständnis des menschlichen Geistes. Zunächst macht Ricard deutlich, dass der buddhistische Weg kein emotionsloser Weg ist, dass es nicht darum geht, ein klares und von allen Emotionen befreites Bewusstsein zu erreichen. Vielmehr ist von Bedeutung, sich von seinen Emotionen nicht versklaven zu lassen, sich von konfliktträchtigen Affekten, wie Festhaltenwollen oder Leid, freizuhalten. Meditation ist nicht nur ein Weg mit diesen Emotionen umzugehen, sondern will auch bestimmte Geisteszustände, wie Mitgefühl, kultivieren. Als Wissenschaftler benutzt Singer andere Worte als der Buddhist Ricard. Singer fragt nach Lernprozessen, nach der Entwicklung neuer Fertigkeiten, nach Aufmerksamkeit und der Modulation mentaler Zustände. Er spricht über neuronale Grundlagen beim Lernprozess, der die Meditation ist, und über kognitive Kontrollmechanismen, die Aufmerksamkeit erfordern und modulierend auf bestimmte Hirnstrukturen einwirken. Im Verlauf des Gesprächs werden nicht nur die Begriffe gegenüber gestellt und mögliche neuronale Mechanismen erläutert, sondern auch Ergebnisse von Studien vorgestellt, in denen Personen während einer Meditation untersucht wurden.

Obwohl sich Ricard letztlich für einen anderen Weg des Erkenntnisgewinns entschieden hat als Singer, ist ihm die westliche Wissenschaft aufgrund seiner universitären Ausbildung nicht fremd. Für das Gespräch, das in "Hirnforschung und Meditation" in Auszügen veröffentlicht wurde, ist das von Vorteil. Obwohl Ricard die Sicht des Buddhismus vertritt und erklärt, kennt er die Denkweise der westlichen Wissenschaften und kann sich in dessen Gedankengebäude ebenso sicher bewegen wie im buddhistischen. Anknüpfungspunkte zwischen den zwei Methoden werden dadurch noch deutlicher.
Jedem, der an neuronalen Korrelaten von Meditation interessiert ist, sei dieses Büchlein empfohlen. Ein bisschen neurowissenschaftliche Vorbildung ist sicher von Vorteil, grundsätzlich aber sollte das Gespräch auch für Laien verständlich sein. Die Form des Dialogs hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Ein Gespräch wird viel weniger durch eine vorherbestimmte Struktur bestimmt als ein Buch und vielmehr durch einen assoziativen Verlauf. Durch eine Einteilung in insgesamt 46 kurz gehaltene Abschnitte mit themenbezogenen Überschriften wird dem Leser jedoch ein Hilfsmittel an die Hand gegeben, dem Gespräch besser folgen zu können. Ein Vorteil ist, dass Fragen direkt gestellt und beantwortet werden. Während Wolf Singer naturgemäß eher Fragen zu buddhistischer Lehre und meditativer Praxis stellt, zielen die Fragen von Matthieu Ricard eher in Richtung neurowissenschaftlichen Verständnisses.

Ein interessantes Gespräch über die Praxis der Meditation und entsprechende neuronale Mechanismen, das auch als Einführung in die Themen gelungen und geeignet ist.
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179 von 191 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von iceman
Format:Taschenbuch
Matthieu Ricard sah ich im Sommer letzten Jahres auf einer Podiumsdiskussion in Hamburg, die Teil des Rahmenprogramms des Besuchs des Dalai Lama war, welcher eine Woche lang täglich Einweisungen zu Aryadevas 400 Versen gab. Am späteren Abend fand damals ein Dialog zwischen Ricard und dem bekannten Mainzer Evolutions-Philosophen Thomas Metzinger statt, Letzterer übrigens  wie Wolf Singer auch  ein Mitglied der Bruno-Giordano-Stiftung (woran man erkennt, dass es ein gutes Netzwerk von Buddhisten, evolutionären Humanisten, Neurowisschenschaftlern, Psychologen, usw. gibt). Die Diskussion zwischen Ricard und Metzinger war sehr interessant, aber leider viiiiiel zu kurz, um die spannende Frage erschöpfend zu beantworten, in wie weit sich die Theorie des Buddhismus mit den Erkenntnissen der Hirnforschung deckt. Nun, wer sich mit beiden Themenkomplexen schon etwas näher beschäftigt hat - und das sollte man tun! -, der weiss, dass es da trotz völlig unterschiedlicher Herangehensweisen Gemeinsamkeiten gibt, was nicht verwundert wenn man bedenkt, dass die Buddhisten 2.500 Jahre lang nichts anderes getan haben, als ihren eigenen Geist zu beobachten.
Die grosse Gemeinsamkeit liegt darin, dass sowohl der Buddhismus wie auch die Neurowissenschaft eine dualistische Anschauung - also den Glauben an eine vom Gehirn getrennte Seele (oder an Gott) - ablehnen. Sieht man von den esoterischen Elementen der "Religion" Buddhismus einmal ab (die werden hier nicht behandelt), so unterscheiden sich diese beiden Richtungen der "Gehirnforschung" vor allem im Weg, der beschritten wird. Im einen Fall kann man von Geisteswissenschaft sprechen, im anderen von Naturwissenschaft, und wie der eine das Gehirn von aussen erforscht, so der andere von innen, und das Bemerkenswerte ist nun - und das macht beide Seiten so interessant füreinander -, dass beide unterschiedlichen Fachrichtungen bis zu einem gewissen Grad aufeinander angewiesen sind. Denn ein Buddhist - der sich ja durchaus an der "Realität" orientieren möchte - nutzt die Neurowissenschaft ebenso für den eigenen Erkenntnisgewinn, wie es die Neurowissenschaft tut, wenn sie die Aussagen von Patienten oder Probanden verwertet, die sich den bildgebenden Verfahren in der Magnetresonanzröhre zur Verfügung stellen. Ricard selbst hat übrigens schon grosses Aufsehen erregt, als er vor einigen Jahren sensationelle Ergebnisse beim Neurobiologen Richard Davidson in Wisconsin erzielte (Amplitudenausschläge bei aktivierten Neuronen, die in der Meditation über Mitgefühl und Konzentration "jenseits von Gut und Böse" lagen). Sehr erfreulich, finde ich, ist auch die Tatsache, dass neue Studien aus der Entwicklungspsychologie uns mitteilen, dass Altruismus evolutionär sinnvoll ist, und die Fähigkeit zu Mitgefühl schon bei sehr unausgereiften Gehirnen - teilweise Säuglingen - angelegt ist (wenngleich dahinter letztlich ein Eigeninteresse besteht), und auch einige Versuche aus der ökonomischen Spieltheorie weisen in diese Richtung, wenngleich zwischen dem natürlichen Sozialverhalten und dem Anspruch der Buddhisten eine Lücke klafft, die sich mit erzieherischen Mitteln nur schwer schliessen lässt, wenn der Mensch bereits etwas älter ist. Mit Sicherheit lässt sich aber sagen, dass wir Menschen unser schöpferisches und emotionales Potential - zwecks Kreativität und Glücksfindung - bei weitem nicht ausschöpfen, und dass es deshalb mehr als ratsam ist, auch über das für Buddhisten so wichtige Mittel der Meditation als pädagogisches Mittel nachzudenken, auch und gerade bei Kindern und Jugendlichen.

Wolf Singers Austausch mit Ricard ist einfach grossartig, sehr lehrreich, aber auch konzeptionell sehr innovativ, weil hier über knapp 130 Seiten ein reiner Dialog aufgezeichnet wurde, welches den Vorteil hat, dass die unterschiedlichen Standpunkte und Theorien in konzentrierter, ja destillierter Form wiedergegeben werden, und entsprechend hoch ist denn auch der Unterhaltungswert des Ganzen. Dieses Buch ist ein langes philosophisches Kamingespräch, geführt von zwei absoluten Meistern ihres Fachs, und es ist eine Freude, dabei zu sein.
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Die neuesten Kundenrezensionen
lesen und weiterreichen!
Ricard, Matthieu und Singer, Wolf: Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog. Frankfurt 2008

Ein sehr spannendes Buch! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Carla veröffentlicht
Beweis dass Meditation zu neuronalen Veränderungen führt
Dieses Buch war ein Geschenk meines seit Jahren meditierenden Karate-Lehrers und ist eines der Bücher, welches mein Leben von Grund auf verändert hat. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Remo Uherek veröffentlicht
Interessant - aber speziell, eher für Insider
Die Leküture diesen kleinen Büchlein war für mich spannend und amüsant. Alleine der unterschiedliche Sprachstil der Beiden (MR sehr gefühlvoll und... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Fritzi B. veröffentlicht
Mitgefühl trifft auf Fragezeichen
Dieses Büchlein bietet einen ersten Einblick in die Welt der Neurowissenschaften mit Bezug auf die Schulung des Geistes, hierzulande auch "Meditation" genannt. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von KalyanaMitrah veröffentlicht
Meditation als Rekalibrierung der zerebralen Verschaltungen
Laut Matthieu Ricard (MR) - ehemals Molekularbiologe, aktuell buddhistischer Mönch -besteht das Wesen der Meditation im Zustand "des reinen Gewahrseins". Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Solzimer veröffentlicht
Gelungene Synthese aus Sinnhaftigkeit und Unterhaltung!
Sehr empfehlenswert für alle, die sich für Achtsamkeitsbasierte Psychotherapie, Lösungsorientierte Betrachtungen, Spiegelneurone interessieren - und auch dafür,... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Maxi veröffentlicht
absolut empfehlenswert!
Vorweg - dieser Dialog war für mich ein einziger Lesegenuss.
Das ganze kommt in einer sehr klaren Sprache und hat mein Gründverständniss der Meditation deutlich... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von walkingtall veröffentlicht
Sehr enttäuschend
Tatsächlich: ein Dialog. Zwei Menschen reden miteinander und jemand schreibt mit. Das wissen die beiden, und so bemühen sie sich, möglichst klug und gebildet zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2010 von Rolfo Bo
Emperie und Messung
Es werden die Meß und Darstellungs Möglichkeiten / Ergebnisse von aktiven Hirnprozessen in Form eines Dialogs anschaulich dargestellt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2010 von Dr. Bernd-r Suchy
Ein erstaunlich intensiver Dialog
Ich habe den Dialog (ca. 130 Seiten) über die Beziehung von Hirnforschung und Bewusstseinstraining zwischen den beiden sehr interessanten Personen, die ursprünglich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. September 2009 von Lena Waider
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