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Hirnforschung und Meditation : ein Dialog [Taschenbuch]

Wolf Singer , Matthieu Ricard , Susanne Warmuth
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

20. April 2008
Wolf Singer ist einer der weltweit führenden Hirnforscher. Matthieu Ricard war Molekularbiologe, wurde dann buddhistischer Mönch – und Bestsellerautor. Für dieses Buch treten beide in einen Dialog über die Beziehung zwischen Hirnforschung und Bewußtseinstraining. Sie sprechen darüber, welche mentalen Zustände mit meditativen Praktiken herbeigeführt werden sollen, welche neuronalen Vorgänge diesen zugrunde liegen, und sie fragen, ob regelmäßiges Meditieren zu nachweisbaren Veränderungen von Hirnfunktionen führt. Ihr Buch leistet einen wichtigen Beitrag dazu, den Austausch zwischen Naturwissenschaften und den kontemplativen Wissenschaften anzuregen, denn Buddhismus wird hier als eine "Wissenschaft über den Geist" verhandelt und nicht als eine Religion. Ein Thema, das in der Diskussion zentral behandelt wird, sind die Methoden, mit denen der Geist und menschliche Werte trainiert werden können, zum Beispiel Aufmerksamkeit, Altruismus, emotionale Ausgeglichenheit und Glück. Darüber hinaus sprechen Singer und Ricard über die Langzeitwirkungen solchen Trainings. Die Fähigkeit des Gehirns, sich an veränderte Umstände anzupassen, wird meist im Kontext sich verändernder Außenbedingungen untersucht, aber bei der Meditation kommen die Impulse von innen und sollen eine systematische Veränderung der eigenen mentalen Dispositionen bewirken, und folgerichtig wird die Frage gestellt, ob sich zentrale Fragen über die menschliche Natur überhaupt mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen verbinden lassen.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 133 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1. (20. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518260049
  • ISBN-13: 978-3518260043
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.051 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

1943
in München geboren

1962
Beginn des Medizinstudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität München

1965
Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes

1965/66
Zwei Semester an der Faculté de Medicine, Université de Paris, 3ème cycle de Neurophysiologie an der Faculté de Science, Université de Paris

1968
Staatsexamen und Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Tutor: Prof. Dr. O. Creuzfeldt)

1971
Ausbildungsaufenthalt an der University of Sussex, England

1975
Berufung zum wissenschaftlichen Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und zum Direktor an das MPI für Hirnforschung, Frankfurt am Main




Matthieu Ricard, geboren 1946, war Molekularbiologe am Institut Pasteur in Paris, bevor er buddhistischer Mönch wurde; seit 35 Jahren lebt er im Himalaya. Mehrere internationale Bestseller, darunter Der Mönch und der Philosoph (mit seinem Vater, dem Philosophen Jean-François Revel) und Quantum und Lotus (mit dem Astrophysiker Trin Xuan Thuan).


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessantes Gespräch 5. November 2008
Format:Taschenbuch
In "Hirnforschung und Meditation" treten beide in Dialog und reden über Meditation und Hirnforschung als zwei Wegen zum Verständnis des menschlichen Geistes. Zunächst macht Ricard deutlich, dass der buddhistische Weg kein emotionsloser Weg ist, dass es nicht darum geht, ein klares und von allen Emotionen befreites Bewusstsein zu erreichen. Vielmehr ist von Bedeutung, sich von seinen Emotionen nicht versklaven zu lassen, sich von konfliktträchtigen Affekten, wie Festhaltenwollen oder Leid, freizuhalten. Meditation ist nicht nur ein Weg mit diesen Emotionen umzugehen, sondern will auch bestimmte Geisteszustände, wie Mitgefühl, kultivieren. Als Wissenschaftler benutzt Singer andere Worte als der Buddhist Ricard. Singer fragt nach Lernprozessen, nach der Entwicklung neuer Fertigkeiten, nach Aufmerksamkeit und der Modulation mentaler Zustände. Er spricht über neuronale Grundlagen beim Lernprozess, der die Meditation ist, und über kognitive Kontrollmechanismen, die Aufmerksamkeit erfordern und modulierend auf bestimmte Hirnstrukturen einwirken. Im Verlauf des Gesprächs werden nicht nur die Begriffe gegenüber gestellt und mögliche neuronale Mechanismen erläutert, sondern auch Ergebnisse von Studien vorgestellt, in denen Personen während einer Meditation untersucht wurden.

Obwohl sich Ricard letztlich für einen anderen Weg des Erkenntnisgewinns entschieden hat als Singer, ist ihm die westliche Wissenschaft aufgrund seiner universitären Ausbildung nicht fremd. Für das Gespräch, das in "Hirnforschung und Meditation" in Auszügen veröffentlicht wurde, ist das von Vorteil.
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106 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesem Dialog sollte man zuhören 31. Dezember 2008
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Je mehr die Neurologen in die Geheimnisse des menschlichen Gehirns eindringen, desto durchlässiger werden die Grenzen zu Themengebieten, die bis anhin den Geisteswissenschaftlern vorbehalten waren. Auch wenn die Hirnforscher weder das Gottes-Gen noch den Kaufknopf finden werden, können sie doch Aussagen treffen, die häufig überraschen und manchmal beunruhigen. Von einem der weltweit führenden Neurologen zu hören, was die Naturwissenschaften zur Meditation zu sagen hat, kann auch davor schützen, jeden Unsinn schlecht recherchierter Artikel populärer Medien zu glauben. Zudem ist der Gesprächspartner von Wolf Singer eine äußerst interessante Persönlichkeit. Denn Matthieu Ricard war Molekularbiologe, bevor er vor 35 Jahren in den Himalaja zog und buddhistischer Mönch wurde.

"Ein Dialog", lautet der Untertitel dieses Buches. Und darunter verstehen Wolf Singer und Matthieu Ricard tatsächlich einen Austausch von Erfahrungen und Wissen auf gleicher Augenhöhe. Nie hat man als Leser das Gefühl, hier gehe es darum, wer der Hecht im Teich sei. Jeder hört dem anderen zuerst aufmerksam zu, bevor er das Wort ergreift, um dann auf Fragen zu antworten oder durch das Gesagte Fragen aufzuwerfen. Aber sie weichen auch nicht aus einer falsch verstandenen Friedenskundgebung von eigenen Denkmodellen ab, wenn sich Widersprüche auftun. Diese Dialoge haben einen Rhythmus, der es dem Leser erleichtert, dem Inhalt zu folgen.

Und was nahm ich als Quintessenz von diesem Dialog mit? Allem voran die Gewissheit, dass es sich lohnt, grenzüberschreitende Forschung zu betreiben und klugen Köpfen zuzuhören.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kankin Gawain TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Dieses schmale Büchlein enthält einen erstaunlich gelungenen Dialog zwischen dem Hirnforscher Wolf Singer und dem buddhistischen Meditationsmeister Matthieu Ricard. Erstaunlich ist dieses Gelingen, da beide über eine Kluft hinwegsprechen müssen: Ricard ist zwar seiner bürgerlichen Ausbildung nach Molekularbiologe, aber in Hinblick auf die Neurowissenschaften bloß interessierter Laie; Singer dagegen ist zwar professionell als Hirnforscher an den möglichen Zuständen des Geistes interessiert, es fehlt ihm aber, was im Text häufiger zu merken ist, die kontemplative Erfahrung, um alle von Ricard durch Meditation gewonnenen Einsichten in Natur und Dynamik des menschlichen Geistes nachvollziehen zu können.
Dass der Dialog sich dennoch fruchtbar entfaltet, liegt daran, dass beide einander den schuldigen Respekt erweisen; Singer erkennt Ricards Methode gleich zu Anfang als "kontemplative Wissenschaft" an - d.h. er hat genug von dem - bei (atheistischen) Naturwissenschaftlern leider oft aussetzenden - gesunden Menschenverstand, den es braucht, um zu erkennen, dass tausende Meditierende in jeweils tausenden Meditationsstunden über tausende Jahre, in denen sie ihren Geist zur Ruhe gebracht und sich mit ihm vertraut gemacht haben, etwas über diesen menschlichen Geist und das Bewußtsein in Erfahrung gebracht haben könnten, das ein Laie in fünf Minuten ruhiger Selbstreflexion eben nicht "einfach so" erkennen kann.
Andererseits steht Ricard aus seiner buddhistischen Perspektive kein - oder wenigstens kaum ein - religiöses Dogma im Wege, um die Erkenntnisse oder Erkenntniswege der Naturwissenschaften anzuzweifeln.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Schlicht begeistert
Endlich mal eine gute Einführung in die Meditation und die damit assoziierten neuropsychologischen Prozesse. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Kundin xyz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen „Ändere dich selbst, um die Welt zu verändern.“
Mit diesem hoffnungsvollen und ermutigenden Satz endet dieses kleine Büchlein über ein wunderbares Gespräch zwischen Wolf Singer und Mathieu Ricard. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Yvo Wueest veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lesenswerter Dialog
Dialog über buddistische Medition von zwei Wisschenschaftlern, wovon einer zugleich ein langjährig meditierender Buddhist ist und der andere ein angesehener... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Werner Evermann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen tolles Buch
Eine Begenung zwischen Ost und West - klar und respektvoll geschrieben vermittelt dieses Buch dem neurologisch interessierten Leser, was Yogis schon lange eine... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Ulrike Best-Ivers veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Hirnforschung und Meditation
Ich habe dieses Buch als sehr hilfreich empfunden, nicht nur was die neuronalen Prozesse anbelangt, sondern auch um einen tieferen Bezug zur Meditation zu bekommen. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Ägypten 10 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen lesen und weiterreichen!
Ricard, Matthieu und Singer, Wolf: Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog. Frankfurt 2008

Ein sehr spannendes Buch! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. April 2012 von Carla
5.0 von 5 Sternen Beweis dass Meditation zu neuronalen Veränderungen führt
Dieses Buch war ein Geschenk meines seit Jahren meditierenden Karate-Lehrers und ist eines der Bücher, welches mein Leben von Grund auf verändert hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Januar 2012 von Remo Uherek
4.0 von 5 Sternen Interessant - aber speziell, eher für Insider
Die Leküture diesen kleinen Büchlein war für mich spannend und amüsant. Alleine der unterschiedliche Sprachstil der Beiden (MR sehr gefühlvoll und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Januar 2012 von Fritzi B.
3.0 von 5 Sternen Mitgefühl trifft auf Fragezeichen
Dieses Büchlein bietet einen ersten Einblick in die Welt der Neurowissenschaften mit Bezug auf die Schulung des Geistes, hierzulande auch "Meditation" genannt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. September 2011 von KalyanaMitrah
4.0 von 5 Sternen Meditation als Rekalibrierung der zerebralen Verschaltungen
Laut Matthieu Ricard (MR) - ehemals Molekularbiologe, aktuell buddhistischer Mönch -besteht das Wesen der Meditation im Zustand "des reinen Gewahrseins". Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Februar 2011 von Solzimer
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