Der Begriff " HIP" steht für " Höchst Individuelle Plätze" an verschiedenen Punkten dieser Erde.
Bei diesen Plätzen handelt es sich um einzigartige, inspirierende, authentische Hotels.
Im vorliegenden , reich bebilderten Buch lernt man solche Häuser in New York kennen.
Die fokussierten Hotels befinden sich in den Stadtteilen: Lower East Side, TriBeCA, SoHo, Meatpacking District, Chelsea, Times Square, Midtown, Upper East Side und Upper West Side.
Herbert Ypma stellt den Hotelbeschreibungen jeweils eine kurze Beschreibung der genannten Stadtteile voran.
Ich möchte davon absehen an dieser Stelle alle Stadtteilbeschreibungen gekürzt wiederzugeben und mich nur auf jene beschränken, deren HIP-Hotels ich hervorheben möchte.
"Meatpacking district" mauserte sich in den 1990ern zur wildesten Party-Distenation New Yorks, damals galt das Viertel als exzentrisch. Viele Ecken und Kanten scheinen heute verschwunden zu sein, aber es gilt, wie der Autor schreibt, immer noch als ein wenig verrucht.
In diesem Stadtteil befindet sich das "SoHo House", eigentlich kein wirkliches Hotel, sondern eher ein nicht öffentlicher Club. Er gilt als einer der heißesten Privatclubs New Yorks, zu dem eher ganz zufällig ein kleines Hotel gehört.
Wer im Restaurant oder auf der Dachterrasse speisen möchte, in der Bibliothek eine Privatparty feiern oder andere Annehmlichkeiten genießen möchte, muss Mitglied sein. Nur so stehen ihm Privatsphäre, Exklusivität und sehr lässiger Charme zur Verfügung.
Das Klientel des Clubs sind Regisseure, Schriftsteller, bildende Künstler und Kreative aus allen möglichen Branchen.
Das Interieur ist wohl ein Mix aus lässig-modern und klassisch.
Nicht uninteressant!
Midtown ist das Zentrum von Manhatten. Hier befinden sich das Empire State Building , die Grand Central Station, das Rockefeller Center etc , aber auch das " City Club Hotel" . Dieses Haus liegt zwischen einigen sehr berühmten Clubs von Manhatten.
Der Designer wählte eine Palette von exquisiten Materialien u.a. honduranisches Mahagoni, gewachsten Korkboden, handbemalte Tapeten etc., um auf diese Weise ein reiches, verführerisches und aristokratisches Ergebnis zu erzielen.
Auch das " Morgans " soll nicht unerwähnt bleiben, das vor zwanzig Jahren das gefragteste Haus in New York war und noch heute als klassisch in der Einrichtung bewertet wird, vielleicht weil man es designerisch seither kaum umgestaltet hat.
Das "Library Hotel" ist ein Hotel mit eigener Bibliothek. Die Lobby ist von Bücheregalen umrahmt und als Blickfang an der Rezeption fungiert ein hoher Aktenschrank.
Die Lounge in zweiten Stock ,- dort bekommt man das Frühstück serviert- ist ebenso von Bücheregalen umsäumt. Sie teilen die Sitzgruppen voneinander ab.
Die augenfälligste Extravaganz ist die Einteilung der Gästezimmer nach dem traditionellen Ordnungscode der Bibliotheken.
Es gibt also keine Zimmernummern noch - namen, sondern nur Buchkategorien. Die Bücher in den einzelen Zimmern stimmen mit der bezeichneten Kategorie überein.
Es ist nicht nur meine Liebe zu Büchern, die mir dieses Hotel besonders sympathisch macht, sondern letztlich auch das dezente Interieur und die schlichte Eleganz, die auf ein bestimmtes Gästeklientel sicher sehr einladend wirken muss.
In Upper East Side stehen die prachtvollsten Wohnhäuser New Yorks und hier befindet sich auch " The Carlyl". Woody Allen spielt dort übrigens am Montagabend auf seiner Klarinette.
Das Interieur des Hotels ist sehr elegant, deshalb wohl wurden hier zahllose Filme gedreht. Der Autor resümiert, dass ein Besuch just dieses Hotels den Aufenthalt in Manhatten zu einem besonderen Erlebnis mache.
Herbert Ypma nennt zu den insgesamt achtzehn näher beschrieben Hotels die Adressen, Telefonnummern, E-mail-Anschriften, sowie die Preise, Sehenswürdigkeiten und die beste Adresse zum Speisen im jeweiligen Umfeld.
Ein empfehlenswertes Buch für Menschen, die eine gepflegte Atmosphäre auch auf Reisen schätzen!