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Hiob Sondereinband – 2001


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Produktinformation

  • Sondereinband: 216 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462030620
  • ISBN-13: 978-3462030624
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.278.680 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

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Hiob von Joseph Roth erzählt auf eine einfühlsame und bewegende Weise das von Schicksalsschlägen durchzogene Leben des Mendel Singer, einem "ganz alltäglichen Juden". Jetzt liegt der Roman des 1939 verstorbenen österreichischen Autors auch als Hörspielbearbeitung vor. Helmut Peschina, selbst Autor zahlreicher Hörspiele, hat die Bearbeitung dieses Werks vorgenommen.

Wir werden in das einfache Leben einer jüdischen Familie geführt, das uns mit seinen ganz alltäglichen Problemen und Tragödien erschüttert. Mendel Singer ist die Reinkarnation des biblischen Hiob im 20. Jahrhundert. Wie dieser muß er die Prüfungen Gottes erdulden. Seine Frau und zwei seiner Kinder sterben, bei der Emigration in die USA muß er seinen behinderten Sohn zurücklassen und schließlich mit ansehen, wie seine Tochter ins Irrenhaus eingeliefert wird. Gebeugt von seinem schweren Los hadert er mit Gott und verliert allen Lebensmut, doch da erscheint eines Tages eine fast wundersame Umkehr des Schicksals.

Peschina hat es verstanden, mit einfachen Mitteln auf sehr behutsame Weise die Geschichte des Mendel Singer zu Gehör zu bringen. Mit einer exzellenten Sprecherbesetzung (Michael Degen in der Hauptrolle) und einem Gespür für die Sprache und den Rhythmus des Autors gelingt es, ohne großartige Effekthascherei diesen Roman, der voll ist mit Kindheitserinnerungen Joseph Roths, zu gestalten. Gerade die Schlichtheit, mit der hier das Werk präsentiert wird, hebt es heraus und macht es zu einem Glanzstück in der Reihe der Audiobooks. --Anne Hauschild -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»[...] mehr als ein Roman und eine Legende, eine reine, eine vollkommene Dichtung, die alles zu überdauern bestimmt ist, was wir, seine Zeitgenossen, erschaffen und geschrieben.«, Stefan Zweig

»Zeitromane schreibt er, Schelmengeschichten und mit Hiob und Radetzkymarsch zwei der bedeutendsten deutschsprachigen Prosawerke des 20. Jahrhunderts. Ein begnadeter Erzähler, großer Satiriker, ironischer Weltendeuter [...].«, Jüdische Allgemeine -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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4.6 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT am 15. Dezember 2005
Format: Taschenbuch
Das ist die Geschichte eines Mannes, der Gott fürchtet und von ihm geprüft wird, wie Hiob im alten Testament. Mendel ist keiner, der stolz ist auf seine Individualität. Im Gegenteil, er will nur ein ganz gewöhnlicher Jude sein unter anderen Juden.
Anfänglich gelingt ihm das auch, er heiratet, er unterrichtet, er hat Kinder, tut, was sein Vater tat, denkt, was dieser schon dachte. Doch dann bricht das Unheil über sein Haus herein. Sein jüngster Sohn lernt nie sprechen, seine Tochter macht mit Kosaken herum, sein erster Sohn meldet sich freiwillig zur Armee und mit dem zweiten wandert er nach Amerika aus. Beide fallen im ersten Weltkrieg und Mendel hadert mit Gott. Er, der gottesfürchtige Jude, fängt an, zu schmähen, was er früher verehrte. Doch eines Tages steht der Jüngste wieder vor der Tür, der Jüngste, der nie sprechen konnte, jetzt aber ...
Roth erzählt uns die Geschichte mit biblischer Wucht; schafft es mit seiner Sprache, uns in die längst vergangene Welt des Stetls zu versetzen, taucht den Leser ein in eine Welt, die so ganz anders ist als alles, was er kennt. „Hiob“ ist nicht nur ein einmaliges Zeitzeugnis, es ist auch ein wundervolles Beispiel gelungener Literatur, die auch heute noch, nach fünfundsiebzig Jahren, den Leser zu fesseln weiß.
Fazit: Archaische Erzählung aus Osteuropa, das die Zeit vor dem ersten Weltkrieg lebendig werden lässt.
(C) Hans Peter Roentgen
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rezi-Tante TOP 500 REZENSENT am 1. Februar 2012
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Joseph Roth erzählt die Lebensgeschichte seines Protagonisten in märchenhafter Einfachheit mit linearem Handlungsablauf und in scheinbar schlichter Sprache.
Die Hauptfigur Mendel Singer lebt in Zuchnow, einem fiktiven Stetl in Russland um 1900. Er ist ein streng religiös lebender Religionslehrer ohne Ehrgeiz,der versucht, alles Unjüdische seinem Leben und seiner Familie fern zu halten. Von ihm heißt es im Roman: Er lehrte mit ehrlichem Eifer und ohne aufsehnerregenden Erfolg. Hunderttausende vor ihm hatten wie er gelebt und unterrichtet.

Doch es ist eine Zeit der Veränderungen, die auch vor Zuchnow nicht halt machen.
Mendel Singer hat eine Frau, zwei Söhne und eine Tochter und lebt treu nach dem Gesetz der Vorväter, bis hin zur Bestrafung der Söhne nach (u.a.) Sprüche 13, 24: Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn. Wer ihn liebt, sollte ihn schon von klein auf züchtigen - in Mendels Fall mit dem Gürtel, ab und an.

Doch dann wird ihm ein dritter Sohn geboren, und der ist behindert.
Während seine Frau Deborah verzweifelt sucht, Hilfe für den behinderten Sohn Menuchim zu bekommen, sieht Mendel in dem Kind seine Strafe Gottes, die es zu ertragen gilt. Ein Angebot eines Arztes, das Kind in einem Krankenhaus kostenlos zu behandeln lehnt er ab, denn es würde dort nicht 'koscher' ernährt und von Nichtjuden beeinflusst werden.Gott wird es schon richten...
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von cl.borries am 1. November 2008
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Joseph Roth Hiob Kiepenheuer & Witsch
ISBN 3462034057

Joseph Roth hat in seiner Sprache und mit dem ihm eigenen Tenor das Leben des Mendel Singer aufgeschrieben.
Sein dem Schicksal ergebener und vor Gott demütiger Held Mendel Singer lebt um 1900 in einem russischen Schtetl mit kärglichen Einnahmen aus seinem Beruf als Dorfschullehrer. Seine Frau Deborah ist nicht so gehorsam und ergeben Gott gegenüber wie ihr Mann. Als ihnen nach den Söhnen Jonas und Schemarjah und der Tochter Mirjam noch Menuchim, ein Krüppel und Tölpel, geboren wird, nimmt sie das Unglück nicht widerspruchslos hin. Mit Empörung und Aufruhr begibt sie sich zum Rabbi, der ihr die Gesundung des Sohnes verspricht. Sie müsse nur an seine Zukunft glauben und bei ihm bleiben.
Der Familie ist das Glück nicht hold, und Deborah muss viele Wege gehen, um Unabänderlichkeiten abzuwehren. So kann sie einen Sohn vor dem Militärdienst unter dem Zaren retten, den anderen aber nicht. Für Schemarjah organisiert sie die Auswanderung nach Amerika. Mirjam bändelt mit Kosaken an und nimmt es mit dem Glauben nicht so genau. Schweren Prüfungen sieht sich Mendel, wie Hiob in der Bibel, durch die täglichen Ereignisse ausgesetzt.

Joseph Roth bedient sich einer Sprache, die in langen Passagen an Bibeltexte des Alten Testamentes erinnert.
Das Altern und die Ehe der Mendels gleichen in der Beschreibung einem Gesang. Wie aus der anfänglichen Liebe Hass und Gleichmut werden, und die Scham der jungen Jahre sich im Alter wiederholt, das grenzt an biblische Weisheit, in der es ebenfalls Verkündigungen mit unabänderliche Weissagungen gibt.
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