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Hinze-Kunze-Roman [Taschenbuch]

Volker Braun
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518396943
  • ISBN-13: 978-3518396940
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 433.301 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Volker Braun
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wer sind Hinze und Kunze? Wie die Redensart es will und der real existierende Sozialismus, sollten sie Gleiche sein; um so auffälliger, daß sie es nicht sind. Kunze ist Funktionär, Hinze ist sein Fahrer. Kunze sagt wohin, und Hinze fährt den schwarzen Tatra durch die Republik. Vorwärts: das ist ihre Richtung.Wer sind Hinze und Kunze? Wie die Redensart es will und der real existierende Sozialismus, sollten sie Gleiche sein; um so auffälliger, daß sie es nicht sind. Kunze ist Funktionär, Hinze ist sein Fahrer. Kunze sagt wohin, und Hinze fährt den schwarzen Tatra durch die Republik. Vorwärts: das ist ihre Richtung.
Es ist eine Komödie des Status quo, der knechtenden Verhältnisse vertikal geteilter Arbeit, die der frühe rohe Sozialismus nicht aufheben konnte. Der satirisch-philosophische Roman, der seine tödlich ernsten Späße "im gesellschaftlichen Interesse" macht ("ich begreife es nicht ich beschreibe es"), hat bei seinem Erscheinen 1985 in der DDR heftige Kontroversen ausgelöst.

Über den Autor

Volker Braun, geb. 1939 in Dresden, lebt in Berlin. Anfang der sechziger Jahre wurde der Lyriker bekannt und machte sich bald auch als wichtiger Dramatiker, Prosaautor und Essayist einen Namen. Er erhielt zahlreiche bedeutende Literaturpreise, darunter 1998 den Hans-Erich-Nossak-Preis und 2000 den Georg-Büchner-Preis. Im Jahr 2012 erhielt der den Kunstpreis seiner Geburtsstadt Dresden.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Volker Brauns Roman ist vier Jahre vor dem Berliner Mauerfall erschienen und zeigt auf sehr unterhaltsame Weise, wie gesellschaftliche Probleme sprachlich darzustellen sind.

Fahrer und Gefahrener bringen im Dialog und in Anwesenheit des stets präsenten auktorialen Erzählers Misstände und Ideologikritik oftmals zwischen den Zeilen auf den Punkt.

Dass Wünsche auch Wirklichkeit sein können, veranschaulicht dieser Roman mit viel Wortwitz und Ironie.

Man kann diesen Roman auch als kleine Lebenshilfe im (Berufs-)Alltag lesen - frei nach der Devise: Nicht alles kritiklos hinnehmen, auch mal Zustände hinterfragen und Kritik an überkommenen Traditionen üben, die Misstände versuchen festzuschreiben.

Hinze und Kunze zeigen - jeder auf seine Weise -, dass angeblich vernünftige Lebens- und Arbeitsverhältnisse keineswegs vernünftig sein müssen. - Zeitlos gültig dieser kleine Roman.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Herr und Knecht in der DDR 1. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Hinze ist der Fahrer, Kunze der Funktionär. Der Sozialismus findet statt in Kunzes Reden, und vielleicht noch darin, daß Hinze darauf antwortet. Wie in den kurzen "Berichten von Hinze und Kunze" lebt der Text von Sprachspielereien, von der Verdrehung öffentlicher Slogans, von schlagfertigen Dialogen. Ist so etwas heute noch interessant? Daß zwei etwas schlitzohrige, aber meist linientreue Genossen darüber fachsimpeln, wie weit sich der Sozialismus in der DDR bereits durchgesetzt hat? Es ist, einerseits, da die Geschichte der beiden nicht in der DDR beginnt, sondern sie als das ewige Paar von Herr und Knecht auftreten, andererseits, da Braun persönliche Erlebnisse und detaillierte Alltagsgeschichten einflicht und so dem ganzen Roman etwas sehr lebendiges verleiht. Teilweise wird sogar der Verlauf der Erzählung selbst kritisert, zurückgezogen, neu begonnen. Ideologie ist in diesem Buch nur dort anwesend, wo der Text im Bemühen, ihr nicht auf die Füße zu treten, etwas holprig wird. Der Roman verfolgt keine Geschichte, keine Entwicklung: lose sind Gespräche, Anekdoten und Schilderungen verknüpft. Wer die damaligen Parolen nicht mehr im Ohr hat, dem wird vieles fremd erscheinen, trotzdem ist dieses Buch nicht nur ehemaligen DDR-Bürgern zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein verblüffendes Buch 13. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein verblüffendes Buch, irritierend, zutiefst politisch und voller Gesellschaftskritik.Was am Hinze-Kunze Roman besonders besticht, ist seine die Erzählweise.
Dadurch dass sich der Autor immer wieder selbst einbringt und zur Handlung, zur Entwicklung der Figuren des Romans Stellung nimmt und sich auch direkt an seine Leser und an die Zensoren des DDR-Regimes wendet, entsteht ein interessanter Verfremdungseffekt, der die Kritik am System, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk zieht, mit unglaublicher Ironie und Sarkasmus unterstreicht.
"Ich beschreibe es, aber ich verstehe es nicht".
Mittels einer eigenwilligen und enigmatische Dialektik zwischen den beiden Hauptfiguren schildert der Autor die frappierende Ungleichbehandlung zwischen Parteifunktionären und einfachen Bürgern; und alles - wie der Autor süffisant bemerkt - aus reinem "gesellschaftlichem Interesse".
Kurz zusammengefasst: Ein mit Sicherheit empfehlenswertes Buch, von einem Autor der im Jahr 2000 zurecht mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet wurde.
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