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Hinterland: Roman
 
 

Hinterland: Roman [Kindle Edition]

Feridun Zaimoglu
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Hinterland, das ist eine Region der Welt, in die man ohne die Kraft und Macht der Literatur nicht gelangen kann. Denn Hinterland, das ist eine Region zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Abseitigem und Nahem, Phantasie und Realität. In dieser Region im konkreten Jenseits gibt es Zwerge ebenso wie Liebespaare. „Ich wollte einen Liebesroman schreiben, aber ich wollte auch ein Zauberbuch schreiben“, umriss der Autor Feridun Zaimoglu seine Schreibabsicht in einem Interview. „Über Träumer und Verträumte wollte ich schreiben. Und ich wollte aufschreiben, was mit Liebenden geschieht, wenn sie in die Träume anderer Menschen geraten.

Ergebnis ist der Roman Hinterland, der sich auf zauberische Art und Weise um Ferda und Aneschka dreht: er Sohn eines Schusters aus Berlin, sie der Spross eines Musikers aus Prag. Ferda und Aneschka finden sich und verlieren sich wieder, was dem Roman und seinem Autor die Möglichkeit gibt, ab- und in die Welt hinauszuschweifen: nach Istanbul und Budapest, aber auch nach Föhr. Oder eben zu den Zwergen. Und immer wieder kommt er zu Ferda und Aneschka zurück.

Hinterland ist kein konventioneller, kein stringent durcherzählter Roman. Aber er wagt auch nicht den ganz großen Schritt zum postmodernen (oder post-postmodernen) Experiment. Von daher hätte das Buch besser „Zwischenreich“ geheißen. Aber aus diesem „Dazwischen“ macht Feridun Zaimoglu – trotz aller Schwächen seines Textes – mehr, als man von den meisten deutschsprachigen Autoren heute erwarten kann. - Stefan Kellerer

Pressestimmen

Zaimoglu ist ein literarischer Erotiker, wie er unserer gefühlsarmen Gegenwartsliteratur nur guttun kann. (Neue Zürcher Zeitung)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Buch ohne Anfang und Ende 20. Oktober 2009
Von M. Botts
Format:Gebundene Ausgabe
Warnung: persönliche Meinung!

Nach einer langen Reise waren meine Bücher ausgelesen und ich suchte in einer Zittauer Buchhandlung verzweifelt nach etwas neuem. Zaimoglu soll ja gut sein, hatte ich gehört, und die ersten Seiten begeisterten mich, also griff ich zu.

Der Anfang im Stil des magischen Realismus ist tatsächlich spannend und Zaimoglus poetische Sprache ist zumindest interessant, wenn auch oft sperrig, so dass ich oft nicht wirklich "eintauchen" konnte. Überlange Sätze, verwirrende Verneinungen, wilde Sprünge in Raum, Zeit und Perspektive und ermüdende (fleißige) Aufzählungen.

Nach einiger Zeit hatte ich den Überblick über die vielen Charaktere und Geschichtchen verloren und ganz ehrlich auch kein großes Interesse mehr, ihnen zu folgen. Ich habe aber den Ehrgeiz, jedes wirklich begonnene Buch zuende zu lesen, was mir bis auf bei Werken von James Joyce auch immer gelang. So brauchte ich für Hinterland letztendlich zwei Monate, in denen ich mich zwar gelgentlich über schöne Worte wie "Blutblüte" freuen konnte, aber nie wusste, was das eigentlich sollte. Für Romantik, als was dieser Roman ja angepriesen wird, war es mir zu schleierhaft, dann manchmal zu direkt erklärt anstatt zu beschreiben. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich lese viel postmoderne Literatur und Romane die im Nichts beginnen und aufhören, doch als ich (vor einer Viertelstunde) die letzte Seite las, stieß ich ein Fluch aus und schmiss das Buch fast in die Ecke.

Es mag sprachlich schön oder anspruchsvoll sein, und einige schöne Bilder und Anekdoten sind in Hinterland zu finden, dafür gerne zwei Sterne, aber es war eine Mühe und hat mir einfach nichts gegeben.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Daggi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Feridun Zaimoglus Stil hat mir in Manche mögen's weihnachtlich: Von Weihnachtssucht und Weihnachtsflucht ausgesprochen gut gefallen. Er schreibt poetisch und überrascht mit ungewöhnlichen Gedankengängen. Ein genauer Beobachter seiner Umwelt und einer, der etwas in den Dingen sieht. Auch dieses Buch hat mir auf den ersten Seiten gut gefallen und es hätte mich brennend interessiert, wie die Geschichte um Vlasta, die ältere Dame, die im Waldhaus lebt und Karel, den Taxifahrer, der der Meinung ist "In unserem Alter liegt eine Affäre außerhalb des Interesses", weitergeht. Doch Zaimoglu verstrickt enorm viele Personen in wahnsinnig viele Handlungsstränge. In jedem Kapitel, das er beginnt, tauchen neue Personen auf, die erst überhaupt nicht zuordenbar sind, weil er bei jedem in der Ich-Perspektive erzählt und die Person nicht beim Namen nennt. Die Namen tauchen irgendwann später auf, wenn überhaupt. Sehr schwierig zu lesen. Ich musste ständig zurückblättern - irgendwann hat mich das genervt.

Die Personen sind Antonin, ein guter Freund von Vlasta und Komponist, seine Tochter Aneschka und deren deutscher Freund Ferda, auch genannt "Ameise". Diese Handlung spielt in Prag. Dann zwei Brüder - ein dicker Trinker im Kamelhaarmantel - Franz - und ein Blinder, der nur so tut, als könne er nicht sehen - Fritz - er sammelt Ritter. Franz sucht einen Fotografen, der Hehlerware für ihn aufbewahrt hat. Diese Handlung spielt in Berlin. Eine Lehrerin - Jacinta - sucht den Kontakt zu Franz. Sie ist in Frührente, weil sie von einem Schüler tätlich angegriffen wurde.

Es tauchen immer neue Personen in diesem Episodenroman auf: Helen, die Tochter des Fotografen und Tomas, der Selbstmord begangen hat. Ein Spanier schlägt Helen. Dann ein Regisseur, eine Souffleuse - Ivana - und Vilma - eine Lügnerin. Spätestens hier ist es mir dann zuviel geworden. Anka, Vaclav und Libor konnte ich nicht mehr zuordnen.

Schade - denn die Erdkerlchen beobachtende Vlasta in ihrem Waldhaus hatte mich so angesprochen. Die in ihrer Mitternachtsverzweiflung schon einmal eine ganze Flasche polnischen Johannisbeerlikör austrinkt, weil sie wegen einer Jüngeren verlassen wurde. Die die Gnömchen sehen kann, die andere nur als Wassertropfen oder Glanzlichter sehen ...

Die drei Punkte sollen in diesem Fall keine Herabwertung des Romans sein, sondern meine ganz persönliche Schilderung, wie es mir beim Lesen erging. Für mich eine Nummer zu schwierig. Für den anspruchsvollen Leser aber vermutlich sehr interessant. Allerdings habe ich mich schon gefragt, wie der Autor selbst den Überblick über seine Vielzahl an Personen behalten hat!
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Format:Gebundene Ausgabe
Kann gar nicht viel zum Buch sagen, was den Aufbau und die Erzählstränge oder die Story selbst angeht, da ich dieses Buch nach wenigen Seiten weglegte, aber erkläre gerne, warum ich dies tat. (Es war für mich übrigens das erste Buch dieses Autors) Der Eindruck der sich mir beim Lesen sofort aufdrängte: hier hat jemand unheimlich tolle Tricks drauf und einen originellen Stil - ganz klar, der Mann kann schreiben! Aber was mich daran augenblicklich störte, war, wenn ich jetzt mal ganz banal einen Vergleich mit dem Fußball wagen warf, dass es mir vorkam, als hätte ich es hier mit einem Spieler zu tun, der mir allerhand Hackentricks und Jonglierstücke vorführt, statt auf das Spiel zu achten. Der einem nie entgegenkommt, stattdessen sich ständig irgendwo festdribbelt. Ich hatte einfach nicht den Eindruck, dass der Autor das Spiel wirklich "lesen" kann, wie es in der Fußballfachsprache gerne genannt wird. Das Lesen wurde einem nur unnötig und ohne Gewinn erschwert. Und da ist dann meine Geduld mit einem Erzähler schnell zu Ende. Hey, natürlich mag ich es, wenn man ein Tor mit einem wunderschönen Fallrückzieher erzielt, aber ich hatte einfach eher das Gefühl, dass hier jemand zur eigenen "Belustigung" Kunststücke vorführt, ohne groß die Absicht zu haben einen Treffer zu erzielen oder wenigstens einen klugen Pass zu wagen... Aber für das Ballgefühl und die Tricks gibt es auf jeden Fall zwei bis drei Sterne, aber dem Erzähler würde ich für die Zukunft dennoch empfehlen einfach etwas mannschaftsdienlicher zu spielen...
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