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Produktinformation
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Ergebnis ist der Roman Hinterland, der sich auf zauberische Art und Weise um Ferda und Aneschka dreht: er Sohn eines Schusters aus Berlin, sie der Spross eines Musikers aus Prag. Ferda und Aneschka finden sich und verlieren sich wieder, was dem Roman und seinem Autor die Möglichkeit gibt, ab- und in die Welt hinauszuschweifen: nach Istanbul und Budapest, aber auch nach Föhr. Oder eben zu den Zwergen. Und immer wieder kommt er zu Ferda und Aneschka zurück.
Hinterland ist kein konventioneller, kein stringent durcherzählter Roman. Aber er wagt auch nicht den ganz großen Schritt zum postmodernen (oder post-postmodernen) Experiment. Von daher hätte das Buch besser „Zwischenreich“ geheißen. Aber aus diesem „Dazwischen“ macht Feridun Zaimoglu – trotz aller Schwächen seines Textes – mehr, als man von den meisten deutschsprachigen Autoren heute erwarten kann. - Stefan Kellerer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Buch ohne Anfang und Ende,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hinterland (Gebundene Ausgabe)
Warnung: persönliche Meinung!Nach einer langen Reise waren meine Bücher ausgelesen und ich suchte in einer Zittauer Buchhandlung verzweifelt nach etwas neuem. Zaimoglu soll ja gut sein, hatte ich gehört, und die ersten Seiten begeisterten mich, also griff ich zu. Der Anfang im Stil des magischen Realismus ist tatsächlich spannend und Zaimoglus poetische Sprache ist zumindest interessant, wenn auch oft sperrig, so dass ich oft nicht wirklich "eintauchen" konnte. Überlange Sätze, verwirrende Verneinungen, wilde Sprünge in Raum, Zeit und Perspektive und ermüdende (fleißige) Aufzählungen. Nach einiger Zeit hatte ich den Überblick über die vielen Charaktere und Geschichtchen verloren und ganz ehrlich auch kein großes Interesse mehr, ihnen zu folgen. Ich habe aber den Ehrgeiz, jedes wirklich begonnene Buch zuende zu lesen, was mir bis auf bei Werken von James Joyce auch immer gelang. So brauchte ich für Hinterland letztendlich zwei Monate, in denen ich mich zwar gelgentlich über schöne Worte wie "Blutblüte" freuen konnte, aber nie wusste, was das eigentlich sollte. Für Romantik, als was dieser Roman ja angepriesen wird, war es mir zu schleierhaft, dann manchmal zu direkt erklärt anstatt zu beschreiben. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich lese viel postmoderne Literatur und Romane die im Nichts beginnen und aufhören, doch als ich (vor einer Viertelstunde) die letzte Seite las, stieß ich ein Fluch aus und schmiss das Buch fast in die Ecke. Es mag sprachlich schön oder anspruchsvoll sein, und einige schöne Bilder und Anekdoten sind in Hinterland zu finden, dafür gerne zwei Sterne, aber es war eine Mühe und hat mir einfach nichts gegeben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Keine Glut, kein Bekenntnis, kein Verlangen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hinterland (Gebundene Ausgabe)
Feridun Zaimoglus Stil hat mir in Manche mögen's weihnachtlich: Von Weihnachtssucht und Weihnachtsflucht ausgesprochen gut gefallen. Er schreibt poetisch und überrascht mit ungewöhnlichen Gedankengängen. Ein genauer Beobachter seiner Umwelt und einer, der etwas in den Dingen sieht. Auch dieses Buch hat mir auf den ersten Seiten gut gefallen und es hätte mich brennend interessiert, wie die Geschichte um Vlasta, die ältere Dame, die im Waldhaus lebt und Karel, den Taxifahrer, der der Meinung ist "In unserem Alter liegt eine Affäre außerhalb des Interesses", weitergeht. Doch Zaimoglu verstrickt enorm viele Personen in wahnsinnig viele Handlungsstränge. In jedem Kapitel, das er beginnt, tauchen neue Personen auf, die erst überhaupt nicht zuordenbar sind, weil er bei jedem in der Ich-Perspektive erzählt und die Person nicht beim Namen nennt. Die Namen tauchen irgendwann später auf, wenn überhaupt. Sehr schwierig zu lesen. Ich musste ständig zurückblättern - irgendwann hat mich das genervt.Die Personen sind Antonin, ein guter Freund von Vlasta und Komponist, seine Tochter Aneschka und deren deutscher Freund Ferda, auch genannt "Ameise". Diese Handlung spielt in Prag. Dann zwei Brüder - ein dicker Trinker im Kamelhaarmantel - Franz - und ein Blinder, der nur so tut, als könne er nicht sehen - Fritz - er sammelt Ritter. Franz sucht einen Fotografen, der Hehlerware für ihn aufbewahrt hat. Diese Handlung spielt in Berlin. Eine Lehrerin - Jacinta - sucht den Kontakt zu Franz. Sie ist in Frührente, weil sie von einem Schüler tätlich angegriffen wurde. Es tauchen immer neue Personen in diesem Episodenroman auf: Helen, die Tochter des Fotografen und Tomas, der Selbstmord begangen hat. Ein Spanier schlägt Helen. Dann ein Regisseur, eine Souffleuse - Ivana - und Vilma - eine Lügnerin. Spätestens hier ist es mir dann zuviel geworden. Anka, Vaclav und Libor konnte ich nicht mehr zuordnen. Schade - denn die Erdkerlchen beobachtende Vlasta in ihrem Waldhaus hatte mich so angesprochen. Die in ihrer Mitternachtsverzweiflung schon einmal eine ganze Flasche polnischen Johannisbeerlikör austrinkt, weil sie wegen einer Jüngeren verlassen wurde. Die die Gnömchen sehen kann, die andere nur als Wassertropfen oder Glanzlichter sehen ... Die drei Punkte sollen in diesem Fall keine Herabwertung des Romans sein, sondern meine ganz persönliche Schilderung, wie es mir beim Lesen erging. Für mich eine Nummer zu schwierig. Für den anspruchsvollen Leser aber vermutlich sehr interessant. Allerdings habe ich mich schon gefragt, wie der Autor selbst den Überblick über seine Vielzahl an Personen behalten hat! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Liebeszauber und märchenhafter Abenteuerroman,
Von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Hinterland (Gebundene Ausgabe)
Die Literatur ist voll von Liebeswirren, rund ums Scheitern und Gelingen von Liebesbeziehungen. Wer kennt Romeo und Julia nicht, oder Orpheus und Eurydike, Tristan und Isolde, Lotte und Werther? Und so beschäftigt sich auch das jüngste Werk von Zaimuglo, "Hinterland", explizit mit dem Thema Liebe.Feridun Zaimuglo, ist ein deutscher Schriftsteller türkischer Herkunft, in dessen literarischen Werken Ausgegrenzte immer wieder zu Individuen der Kultur werden. Der in Kiel lebende Autor wurde zunächst als provokante Stimme der türkischen Minderheit in Deutschland bekannt, wandelte sich aber zunehmend zum Romantiker und sinnlichen literarischen Erotiker. In seinem Buch "Liebesbrand" erreichte seine Beschäftigung mit dem Thema Liebe den ersten Höhepunkt, denn er hielt ein feuriges Plädoyer für die Liebe. Es ist die Unbezähmbarkeit der Liebe, die diesen Autor an- und umtreibt. Und so folgt auch Hinterland" dieser Fährte in die Grenzregionen der avantgardistisch verbesserten Gegenwartswelt. "Hinterland" ist ein Gebiet, in das man nur mit Hilfe der Literatur kommen kann. Und so nimmt der Autor, in diesem Zauberbuch zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Fiktionen und Faktizitäten, den Leser auf eine Reise mit in ein scheinbar konkretes Jenseits. Im Fokus stehen der deutsch türkische Schuhmachersohn Ferda und die Prager Komponistentochter Aneschka, die in Prag zueinander gefunden haben. Der Roman nimmt Fahrt auf und in seinem faszinierenden Erzählgerüst nimmt der Autor nun den Leser mit hinaus in die Welt, in die Metropolen Prag, Berlin und Istanbul und auf die verträumte Insel Föhr. Ferda reist zu einem Sippentreffen in die Türkei, Aneschka fährt zu ihrer früheren Brieffreundin nach Berlin. Und immer treffen Ferda und Aneschka wieder aufeinander, wobei die Gefühle exaltieren und die Köpfe nicht klar sind. Das dem menschlichen Denken nicht Zugängliche gewinnt allmählich die Oberhand, weil der Autor, angeregt von orientalischen Bilderwelten und starken emotionalen Gefühlen, beschreibt was mit Liebenden geschieht, wenn sie in die fantasievollen Visionen andere Menschen geraten. Feridan Zaimuglo ist in Liebesdingen nicht altmodisch, wenn es auch auf den ersten Blick den Anschein hat, da er gewisse Provokationen oder Obszönitäten ausspart, dafür verzichtet er in seinem enthusiasmierenden Episodenroman, der den Spagat zwischen romantischer Liebesgeschichte und fabulösen Lügengespinst wagt, um so weniger auf opulentes Erzählen. Sein neues Buch Hinterland" ist Liebeszauber und Abenteuerroman einem, denn in diesem merkwürdigen erzählwütigen Text bewegen sich so faszinierende Figuren wie Zwerge, Hexen und Ritter. Und in diesem Traumgespinst dreht sich doch letztlich alles um die Liebe zwischen Aneschka und Freda. In diesem Roman ist alles möglich, nichts ist unwahrscheinlich, wie in der Liebe selbst. So erklärt uns Feridun Zaimoglu mit den Metaphern Träumer und Verträumte" weshalb wir auch heute, trotz einer Flut von Liebeserklärbüchern, niemals in der Lage sein werden bessere Liebende zu sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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