Die Dokumentation setzt an dem historisch belegten Ereignis des 10. Mai 1941 an und stellt eine gewagte Behauptung auf. Die Akten die diese Behauptung untermauern und belegen könnten sind derzeit noch unter Verschluss und die interessierten Menschen werden sich wohl noch ein Jahrzehnt gedulden müssen, bis die Freigabe dieser Dokumente erfolgt. Insoweit stützen sich die schriftlichen Belege auf Sekundär-Dokumente, die die gezeigte Argumentation zulassen.
Zudem werden zahlreiche noch lebende Zeitzeugen in Schlüsselpostionen interviewt, die die Ausgangsthese stützen und mit vielen Einzelheiten ausschmücken. Dennoch ist die Kernaussage so ungeheuerlich, dass man -wie bei einer schlimmen Krankheit- geneigt ist, eine zweite Meinung einzuholen. So steht die Dokumentation auch in einem Kreuzfeuer der Kritik und es bleibt abzuwarten, ob seriöse Historiker sich auf dieses möglicherweise trojanische Pferd setzen wollen.
Inzwischen gibt es zu zahlreichen geschichtlichen Ereignissen Verschwörungstheorien, abweichende Darstellungen, Richtigstellungen oder einfach nur gut gemachter Nonsens. Ob diese hier nun echt, dicht an der Wahrheit oder nur ein Fake ist; eins ist dem Film zuzugestehen: Er ist gut und spannend gemacht. Die Biographie des sicherlich geschichtlich sehr interessanten Protagonisten wird akribisch nachgezeichnet und mit interessanten Details ausstaffiert. Eine kompakt gestaltete geschichtliche Unterweisung, die zum Recherchieren zu diesem und anderen historischen Ereignissen anregt.