Schon wieder ein Krimi, der keiner ist. Zwar wird Paul praktisch als Detektiv von der Frau seines ehemaligen Schulfreundes Peter Fanshawe beauftragt, ihn zu suchen, was er aber letztendlich tut ist keinesfalls eine kriminalistische Suche, sondern vielmehr eine freudianische. Paul nimmt zunächst Peters Platz ein, gibt sein literarisches Werk heraus, heiratet seine Frau, adoptiert sein Kind. Als er nun aber schliesslich seine Biografie schreiben soll, wird die Suche mehr und mehr zu einer Suche nach sich selbst.
Man tut sich etwas schwer, etwas zu diesem Buch ausserhalb der Inhaltsangabe zu schreiben. Ich möchte nur soviel sagen: Wer Stadt aus Glas zuvor las, wird sich auch hierin gerne aufhalten. Ansonsten kann ich nicht genau sagen, ob ich jemandem mittels „Hinter verschlossenen Türen" zu Paul Auster einladen soll. Es ist auf jeden Fall ein Risiko - eins das sich lohnt, wie ich meine.