Über den Inhalt der Gesamt-Geschichte kann ich - das muss ich fairerweise zugeben - nicht viel sagen, weil ich sie (noch) nicht gelesen habe. Aber: Das erste Kapitel habe ich durchgelesen und nach meinem anfänglichen Entsetzen auch stichprobenartig nach weiter hinten geblättert. Die Lust, die vollständige Geschichte zu lesen, ist mir komplett vergangen.
Der erste und einzige Gedanke, der mir persönlich kommt, wenn ich mir einzelne Sätze herausgreife: Ist es nicht möglich, auch Teenies Geschichten in kultivierter Sprache nahe zu bringen???
Der Text in diesem Begleitbuch besteht aus einer gossenahften Sprache ohne jedes sprachliche Niveau. Schon im ertsen Kapitel wird der Leser mit primitivsprachlichen Phrasen wie "Scheiße, schon acht Uhr!", "Ich muss noch diesen blöden Aufsatz zu Ende machen" (werden Aufsätze heute gemacht und nicht mehr geschrieben?), "Boah du Pfosten!" oder "Jetzt muss ich mich drangeben (????), sonst siehst (nicht verschrieben) morgen übel für mich aus!" bombardiert. Jerrie antwortet im "Messie" und Noel "pennt" bei Katie und Jerrie.
Wer denkt, das sei nur eine lockere Einleitung, um "coolen" Kids das Lesen schmackhafter zu machen, irrt sich gewaltig. Auch die weiteren Kapitel bestechen durch geistarme Aussagen wie "Ist das krass", "Hast du nen Schatten oder was", sowie vollständige Zitate deutscher und englischer Mobilboxansagen... usw.
Nicht, dass ich meinem eigenen Kind literarische Kost wie Tolstoi oder Dostojewski abverlange, aber auch Kinder und Teenager können lernen, anspruchsvollere Sprache zu lesen und zu verstehen und müssen nicht noch mehr verblödet werden, als es in der heutigen Zeit sowieso schon der Fall ist. Und wenn diese Sprache das ist, was heute von unseren Kindern zu erwarten ist, weil Bücher nicht mehr dazu da sind, um daraus zu lernen und die Phantasie zu beflügeln, sondern im Gegenteil eine sprachliche Vergewaltigung stattfinden muss, damit Jugendliche den Jargon zu verstehen in der Lage sind, dann finde ich das sehr beängstigend.
Fazit: Nicht empfehlenswert für Leute, die ein bisschen mehr erwarten als literarisches "Abhängen" und Coolness. Oder in den Worten des Autors: Ein Griff ins Klo!