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Hinter den Fassaden von Versailles: Mätressen, Flöhe und Intrigen am Hof des Sonnenkönigs [Gebundene Ausgabe]

William Ritchey Newton , Lis Künzli
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

27. Oktober 2010
Die Residenz der französischen Könige steht für Glanz, Luxus und absolute Macht. Seit Jahrhunderten lassen sich die Menschen von Versailles faszinieren, schien das Leben hier doch frei von allen Mühen des Alltags zu sein. Doch weit gefehlt: Was sich am Hof jenseits der rauschenden Bälle abspielte und was es bedeutete, den Hofstaat mit allem Lebensnotwendigen zu versorgen, enthüllt der Versailles-Experte William Ritchey Newton. Auch am französischen Königshof war nicht alles Gold, was glänzte: Wo mehr als 4000 Menschen auf engstem Raum zusammenlebten, ergaben sich handfeste Probleme. Die Hofdamen froren erbärmlich vor den zugigen Kaminen, saubere Wäsche war Mangelware und allzumenschliche Bedürfnisse ließen sich bei den ständig verstopften Latrinen kaum befriedigen. Heizungsqualm, unbeaufsichtigte Feuerstellen und verschmutztes Trinkwasser bedeuteten permanente Lebensgefahr, zudem musste man sich mit Läusen, Ratten und anderen Unannehmlichkeiten herumschlagen. Newton wirft einen völlig neuen Blick auf das Leben am Hof von Versailles. Dabei kommt Sensationelles, Kurioses und Unappetitliches ans Licht. Eine genau recherchierte, höchst amüsante Kulturgeschichte.

Wird oft zusammen gekauft

Hinter den Fassaden von Versailles: Mätressen, Flöhe und Intrigen am Hof des Sonnenkönigs + GEO Epoche 42/2010: Der Sonnenkönig Ludwig XIV. Frankreichs Aufstieg zur Weltmacht 1638-1715
Preis für beide: EUR 32,49

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Einfach herrlich finde ich dieses Buch." NDR, Ulrich Wickert in 'Wickerts Bücher', 05.12.10 "William Ritchey Newton ist ein vorzüglicher Kenner des Alltagslebens am Hof von Versailles. Dabei ist ihm nichts Menschliches fremd. " Johannes Willms, Süddeutsche Zeitung, 26.04.2011 "Mit vielen Fakten, jedoch auch einer gehörigen Portion Humor, lässt uns der französische Historiker ein neues Bild von Versailles sehen. So beschreibt er auch Hungersnöte, den frierenden Hofstaat, falsche Kamine und den furchtbaren Gestank bei Hofe. Er zerstört die Glimmerwelt von Versailles und eröffnet uns einen realistischen Blick auf das Schloss des Sonnenkönigs." www.buecherveraendernleben.de, Christian Döring, 05.11.2010

Über den Autor

William Ritchey Newton, geboren 1945 in New York, ist Historiker und Frankreichs führender Versailles-Experte. Nach der Promotion arbeitete er mehrere Jahre als Verlagslektor, bevor er sich ganz der Forschung widmete. Seine Bücher über das Schloss von Versailles wurden in Frankreich vielfach ausgezeichnet, u. a. von der Académie française.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es ist nicht alles Gold was glänzt... 12. Januar 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Grundsätzlich sei gesagt: das Buch gibt einen umfassenden detaillierten Einblick in das höfische Leben des 17. und 18. Jahrhunderts, abseits des Prunk und Glamour. Man erhält über alle Bereiche des täglichen Lebens Informationen (immer mit Quellenangabe), nah an der Realität, da viele Zeitzeugenberichte, Briefe und Memoiren zu Rate gezogen und analysiert wurden. Diese Flut von Wissen erschlägt den Leser an manchen Stellen ein wenig.
Was mir sehr gefehlt hat (deshlab nur 4 Sterne): Lagepläne der Straßen, die immer wieder erwähnt werden, Skizzen oder Detailansichten der Orte und/oder Gebäude und Kartenmaterial. Auch ein Personenregister mit den wesentlichen Infos zu genannten Menschen (Lebensdaten, Wirkungskreis, Stellung etc.) wäre sehr hilfreich gewesen. Langweilig oder langatmig fand ich das Buch auf keinen Fall, eher spannend und mit vielen Ahas, denn man erfährt Dinge, die ich so geballt aufbereitet und gut recherchiert noch nicht gefunden habe. Ein sehr lesenswerter Ausflug ins historische Versailles!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hinter den Fassaden von Versailles 9. August 2012
Von Leseratte
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich ein ganz gutes Buch und vor allen Dingen ein sehr 'apartes' Thema, sich mit den Sitten und Gebräuchen am Hof von Versailles auseinanderzusetzen. Eine zweifelsohne hochinteressante Perspektive auf ein Stück europäischer Kulturgeschichte, die ganz Europa geprägt hat. Der Titel verrät also viel, der Autor als ausgewiesener Experte auch. Der Leser erfährt Interessantes, man lernt viel Neues über das Alltagsleben der drei dort lebenden französischen Könige, viele Dinge, die man vorher nicht wusste- und worüber man sich wundert, dass man sie nicht wusste, weil sie das Leben in Versailles wohl besonders ekelhaft und ungemütlich gemacht haben. So ist z.B. neu, dass dort Zwischenwände eingerichtet wurden, dass es in den barocken Zimmern und Ausstattungen Küchen und Garküchen gab, dass die Gänge und Korridore teilweise zugestellt worden sind und sich auch an den Mauern des prächtigen Palastes zahlreiche Buden und Büdchen reihten, dass es ein Kampf ums (gesellschaftliche) Überleben war, das richtige Appartement zu bekommen und (heute) alltägliche Aufgaben einen wahnsinnsaufwand erforderten. Dies wird sehr plastisch geschildert, so dass man sich ein ganz anderes Bild von Versailles macht, als man es etwa aus eigenen Besuchen oder Schulbüchern und anderen Werken hat. Auch unbekannt war mir, dass in Versailles ständig umgebaut wurde, dass ganze Flügel niedergelegt und anders wieder aufgebaut wurden, dass man ganze Zimmerfluchten mit Zwischendecken und Wänden 'halbierte', sich also in großen Teilen des Schlosses noch schlimmere Zustände ereignet haben müssen, als man es gemeinhin weiß. Es 'fehlen' jedoch- dies mag man gut oder auch schlecht finden- manche Dinge, die in anderen Werken oftmals nur am Rande erwähnt werden: z.B. die Plage mit den im Untertitel genannten Flöhen. Es gab in Versailles die 'Sitte', sich Flohfallen aus Wattebäuschen in die Perücken zu stecken. Dies ist ein Detail, das fehlt bzw. es fehlt der gesamte Bereich der Körperpflege und Hygiene. Dieser wird zwar auch behandelt, aber dennoch nur am Rande. Wie gingen die Menschen in dieser Enge mit ihrer Körperhygiene um? Welche Ausmaße nahmen Krankheiten an? Wie gestaltete sich das eigentlich tägliche Zusammenleben? Newton gibt zwar immer wieder den einen oder anderen diesbezüglichen Hinweis, aber er versäumt es, dies in das Große und Ganze zu stellen. Er beschreibt sehr detailliert Wohnverhältnisse und gibt auch lange Beispiele und Listen von Menschen, die in diesem Versailler Zirkus leben, aber irgendwie fehlt es an Farbigkeit und Lebendigkeit, da die Menschen am Hof von Versailles- um die es eigentlich geht- völlig in den Hintergrund treten, er en détail darlegt, welche Wasserpumpen und 'werke es gab, aber leider keine Einblicke darin, wie sich die Wasserknappheit für das Individuum auswirkten. Der Stoff hätte spannender, unterhaltsamer und 'menschlicher' gestaltet werden. Insofern kann von einer, wie es in der Buchklappe heißt, 'amüsanten' Kulturgeschichte leider nicht die Rede sein. In erster Linie geht es um technische Details und um Beschreibungen der Versailler Wohnwelten, kaum aber darum, wie sich die Menschen mit ihrem Leben darin bewegten. Anders gesagt: es entstehen keine Bilder im Kopf, die dem Leser schmunzeln oder auch nur erschaudern lassen, tatsächlich liefert Newton eine gute, aber trockene Beschreibung, die bisweilen auch etwas langatmig und langweilig ist. Der Titel und das Thema dürften da vermutlich ein anderes Lesepublikum anziehen, de facto aber wäre das Buch für einen Wasserbauingenieur in weiten Strecken interessanter als für einen Historiker, der sich mit dem Leben im 18. Jahrhundert beschäftigt. Fazit: das Buch erläutert sehr viel, es gibt viele neue Einblicke und erweitert das Wissen zu diesem Thema ungemein. Es fehlt ein wenig Spaß, der bei einem Buch sein darf, das sich selbst den Anspruch stellt, auch erheiternd zu unterhalten. Dies tut es dann aber weniger, man liest es, man lernt neue Details, aber man legt es dann beiseite und hat es vermutlich schnell vergessen. Drei Punkte, eine fleißige und detaillierte Recherche, die leider wenig mitreißt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prunk, Pomp und Gestank 19. Juli 2011
Von sweethomegheim TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Als ausgesprochener Schlösserfan und selbst in einem arbeitend habe ich dieses Buch erworben und den Kauf bisher nicht bereut.

Die meisten Schlossbesucher interessieren sich sehr für die früheren sanitären Verhältnisse. Und die werden in diesem Buch sehr ausführlich dargestellt. In Versailles wurden einzelne Flügel bisweilen komplett geräumt! Man zog einfach um, um sich vor dem Gestank zu retten.

Einmal im Jahr zog der ganze Hof nach Fontainebleau, damit Versailles von Grund auf gereinigt werden konnte.

Ebenso war es fast unmöglich, die Räume zu heizen. Schon im Sommer ist es nicht gerade warm in den einzelnen Sälen, aber im Winter war es ganz einfach kalt. Angeblich war es manchmal so kalt, dass sogar Likörflaschen platzten (Ich weiss nicht, ob das historisch belegt wurde!)

Allerlei Getier huschte und trippelte über die Fußböden und ich denke mal, dass die damaligen Domestiken ihre Arbeit sehr oft verflucht haben.

Es waren Tausende von Angestellten und unter ihnen kam es zwangsläufig zu Intrigen und sogar Mobbing!

Wenn Sie also mal einen Blick in die "Hinterzimmer" von Schloss Versailles werfen wollen, gelingt es Ihnen mit diesem Buch ganz hervorragend!

Klare Kaufempfehlung!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Lektüre!
Dieses Buch konnte ich nicht so schnell wieder weglegen. Der Blick hinter die Kulissen on Versailles hat bei mir ständige
aha- Reaktionen ausgelöst. Lesen Sie weiter...
Vor 26 Tagen von Karin Broening veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen schon interessant
Ich finde das Buch schon interessant, obwohl ich noch etwas mehr Detailinformationen erwartet habe. Es sind fast nur Informationen, die sich auf Zahlen begründen (z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von susale veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Na ja...
Von diesem Buch hätte ich mir mehr erwartet. Eine endlose langweilige Aufzählung von diversen Bestellungen, Preisen und Auflistung von Namen von Bediensteten... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Katikata veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Was hätte man aus diesem Thema machen können ...
Vorab: wer hier ein pralles Sittengemälde sucht, ist fehl am Platz. Ich habe mir dieses Buch gewünscht und mich entsprechend darauf gefreut. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. April 2011 von Eyleen Moszner
3.0 von 5 Sternen Irreführender Titel
Das Buch ist kaum etwas Neues für historisch Interessierte. Die Werke von Pierre Verlet und Jacques Levron haben das Meiste von dem , was Newton berichtet, schon... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Januar 2011 von junghannsm
1.0 von 5 Sternen Ermüdende Fleißarbeit
Die Kulissen von Versailles werden nicht zum ersten Mal ausgeleuchtet. Hier handelt es sich allerdings um eine staubtrockene Ansammlung von ohne jeden Esprit breit ausgewalzten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Dezember 2010 von Xi'an
5.0 von 5 Sternen bitte auch die Schattenseiten beachten
Zerstören will uns der französische Historiker William Ritchey Newton nicht unsere Vorstellung von einem Versailles voller Pomp und Glanz und Glimmer, aber er... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. November 2010 von Christian Döring
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