Robin Williams kennt man aus Kinderfilmen wie "Jumanji", "Flubber" oder "Hook". Deshalb ist man überrascht, ihn in einem Film zu sehen, wo es um die zwei vielleicht wichtigsten und interessantesten Themen überhaupt geht. Liebe und Tod. Seine Generalprobe hat er auf jeden Fall bestanden. Robin Williams gibt dem Arzt Chris, der durch einen Unfalltod im Himmel landet, das passende Gesicht. Niemand sonst könnte die Rolle des treusorgenden Vaters und Ehemanns so gut ausfüllen wie er.
Zur Geschichte: Chris und seine Frau Annie verlieren auf tragische Weise ihre Kinder. Als die Wunden gerade verheilen, stirbt auch Chris. Er findet sich im Himmel wieder, wo er auf einen alten Patienten namens Albert trifft. Dieser erklärt ihm, was mit ihm passiert ist und wie es weitergeht. Beide verleben harmonische Zeiten in einer Welt, die Chris' Frau Annie, eine Malerin, erschaffen hat. Diese ist aufgrund des Verlustes ihrer Familie in tiefe Depressionen gestürzt, welche sie letztendlich in den Selbstmord treiben. Chris setzt alles daran, um seine geliebte Frau aus den Fängen der Hölle zu holen, in die Selbstmörder verbannt werden. Doch dieses Unterfangen gestaltet sich schwieriger als erwartet...
Vincent Ward hat mit diesem Film ein Meisterwerk geschaffen. Sowohl tricktechnisch als auch auf emotionaler Ebene bewegt sich "Hinter dem Horizont" auf sehr hohem Niveau. Die Story ist interessant und fesselt bis zum Ende. Fragen werden aufgeworfen (gibt es Himmel und Hölle?) und beantwortet. Doch das essentielle des Films ist eindeutig die Botschaft, dass die Liebe alles zu schaffen vermag und auch über den Tod hinausreichen kann.
Alle, die nachdenkliche Streifen mögen, kommen an diesem Film einfach nicht vorbei. Ein Muss.