Ich habe mittlerweile die meisten deutschsprachigen Romane aus den Vergessenen Reichen gelesen und bin vom zweiten Teil der Sembia-Reihe recht überrascht - sowohl positiv als auch negativ.
Im Gegensatz zu den üblichen Fortsetzungen, wurden die Hauptcharaktere komplett ausgestauscht. Während sich das erste Buch noch mit den Erlebnissen von Erevis Cale und Flink beschäftigte, findet Erstgenannter nur noch nebenbei und Letzterer überhaupt keine Erwähnung mehr. Auch wird an deren Geschichte (jedenfalls vorerst) nicht angeknüpft, obwohl diese durchaus Potential hätte.
Hinter der Maske ist zu Beginn recht interessant, besonders die Kämpfe, die mit viel (arkaner) Magie bestritten werden und sich stark an den Regeln orientieren. Leider wird der Inhalt irgendwann eintönig und zu einem recht tristen Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem Fürstenpaar Uskreven, deren Kindern und den Verschwörern. Zudem fehlen mir persönlich die Bedeutung der Götter und des Schicksals aus dem ersten Teil.
Fazit: Der Wechsel der Hauptcharaktere ist ein sehr interessantes stilistisches Mittel, aber da der Inhalt seinen Reiz verliert und der erste Band keinerlei Bedeutung mehr findet, bleibt leider "nur" ein solider Roman.