Wären wir doch alle ein wenig Vivi! Denn Vivi hat eine schwere Kindheit und muss auch im jungen Erwachsenenalter immer wieder leiden. Trotzdem hört Vivi nie auf, am Ende jedes Kapitels an das Gute im Leben und in den Menschen zu glauben. Na ja ... "Die Geschichte der Vivien Andraschek" ist nach "Susanne Teubner" und "Blondie Koschinski" der dritte Roman zur Serie "Hinter Gittern, der Frauenknast", und nachdem mich das erste Buch in keinster Weise begeistert und ich mir das zweite gar nicht erst angetan hatte, musste ich den dritten Band doch wieder lesen, weil "Vivi" immerhin eine meiner Lieblingsfiguren aus der Serie ist. Doch da Ashley Lindisfarne, die Autorin von "Susanne", auch für "Vivi" verantwortlich zeichnet, war keinerlei Verbesserung zu erwarten. Und wirklich sind die Dialoge genauso gestellt wie zuvor und die Klischees des verzweifelten Kampfs einer herzensguten, ständig selbstreflexiven Protagonistin gegen eine durch und durch böse Welt sind auch aus dem ersten Werk zu Genüge bekannt. So bietet "Die Geschichte der Vivien Andraschek" nichts Neues und auch das Altbekannte fesselt nicht. Ich gebe zu, dass ich manchmal Mitleid mit Vivi hatte, doch das lag dann an den Erinnerungen an die Serie und nicht am Geschreibsel des Buchs. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)