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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Killing me softly ...",
Rezension bezieht sich auf: Hingabe: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Ein Frauenkrimi aus den Niederlanden -ein Bestseller, ja schon ein Longseller dort und gewiss demnächst auch bei uns, denn Esther Verhoef hat das, was in der letzten Zeit ihre Landsmännin Simone van der Vlugt (und viele andere Kriminalschriftstellerinnen ebenso) vermissen ließ: Ein Gespür für die Psyche, für dunkle Ahnungen, die man gerne beiseite schiebt, wenn man eigentlich alles nur schön finden möchte. Sie kann schreiben und Spannung aufbauen, ihre Heldin plastisch agieren lassen. Und so wird aus einer schon desöfteren erzählten Geschichte ein hochspannender Thriller mit absolut überraschendem Ende! Margot Heijne hat sich von ihrem Freund getrennt. Das war überfällig aber schmerzhaft. Allmählich tastet sie sich in eine neue Zukunft: Ihre Wohnung hat sie in bunten Farben gestrichen, doch in ihr sieht es noch ziemlich trist aus. Dann versetzt sie auch noch ihre Freundin. Beide hatten ein London-Wochenende gebucht. Gegen den Impuls, sich zu verkriechen, tritt Margot trotzig die Reise an. Doch in London scheint sich die Pechsträhne fortzusetzen, bis sie die Bekanntschaft Leons macht. Die beiden fühlen sich magisch voneinander angezogen, stürzen sich in eine Affäre, die sie auch in den Niederlanden fortsetzen. Allen Bedenken zum Trotz lässt sie sich auch auf eine Geschäftspartnerschaft mit ihrem Freund ein, der eine zunehmend geheimnisvolle Rolle spielt... Zugegeben: An diesem Thema haben sich schon öfters Autorinnen abgearbeitet, zum Teil mit sehr fragwürdigem Ergebnis. Esther Verhoef aber bezieht den Leser und sein ungutes Gefühl mit ein und spielt grandios mit den Erwartungen, die sich bei der Lektüre aufdrängen. Margot und Leon würde man diese Liebe einfach wünschen und dann kommt doch alles ganz anders... Neben den Persönlichkeitsuntiefen ihrer Helden beschreibt Esther Verhoef noch auf nahezu magische Art und Weise die Schauplätze der Handlung. Ob es die Wohnung Margot Heijnes ist oder das dörfliche Umfeld ihres Elternhauses: man fühlt sich als Leser einfach mittendrin. Ein Frauenthriller, der es nicht nötig hat, Blut in Strömen fließen zu lassen: Hier findet das Grauen auf einer ganz anderen Ebene statt. Ich bin überzeugt, dass dieses Buch bald viele Frauen begeistern wird. Dicke Empfehlung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sag mir, wer du bist...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hingabe: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Eine schlaflose Nacht und geschwollene, müde Augen sind der Nachgeschmack dieses Buches, von dem ich mir zwischenzeitlich wünschte, es solle die doppelte Seitenanzahl aufweisen. Schon nach der ersten Seite ist man mitten in den Thriller eingetaucht und kann nichts anderes tun, als wie gebannt immer weiter zu lesen.Als Margot auf einem Flug nach London den Kunstfotografen Leon kennen lernt, hat sie eine schwere Zeit hinter sich. Den untreuen Partner und ihren Heimatort hat sie verlassen, um ein neues Leben zu beginnen, doch so schnell lassen sich die Scherben der Vergangenheit nicht zusammen kitten. Sie fragt sich, was der attraktive Leon an ihr findet und erst, als sie ein Bild seiner früheren Liebe sieht, beginnt sie zu begreifen. Ihre Vorgängerin wurde auf grausame Weise ermordet und als sich Leon auf einmal langsam zu verändern scheint, weiß Margot nicht mehr, ob sie ihm noch trauen kann... Hitchcock hat seine Art Spannung zu erzeugen in etwa einmal so erklärt: "Wenn ich zu irgendeinem Zeitpunkt in meiner Story plötzlich eine Bombe explodieren lasse, dann erschrecken die Zuschauer, doch dieser Schrecken hält nur für den Augenblick der Explosion an - Lasse ich aber jemanden schon zu Beginn des Filmes eine Bombe unter dem Tisch verstecken und der Zuschauer sieht das, so wird er die ganze Zeit vor Spannung darauf warten, wann sie hochgeht." Esther Verhoef hat in ihrem Buch genau das gemacht: Von Anfang an lässt sie den Leser wissen, dass es da einen Psychopathen gibt. Gut recherchiert zeigt sie einen Menschen mit allen Merkmalen einer schweren psychischen Störung auf, der erschreckend glaubwürdig wirkt. Er schreibt seine Gedanken auf, berichtet von seinem Vorhaben und man weiß, es muss unweigerlich etwas passieren und die Frage des Zeitpunktes hält die Spannung die ganze Zeit aufrecht. Auch Margot kommt zu Wort und erzählt ihre Geschichte, die immer mehr an Tempo gewinnt. Eigentlich scheint schon alles klar, der Ablauf der Handlung in einem gewissen Maß vorhersehbar und dann merkt man plötzlich, dass man sich auf dem falschen Weg befindet. Erst langsam erkennt man, wie gut und wie wenig greifbar Verhoef ihre Figuren darstellt - und wie viele Möglichkeiten und Motive sie ihren Protagonisten mitgibt. Fazit: Ein Psychothriller, der zeigt, dass es Autoren gibt, die nicht unbedingt literweise Blut, zerfledderte Leichen und detaillierte Autopsieszenen benötigen, um den Leser über Stunden hinweg in Atem zu halten. Spannend, erotisch, und packend bis zum Schluss - Ein Lesetipp für Tage, an denen man Telefon und Türklingel einfach abstellen sollte... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Das Klischee ist Programm,
Von
Rezension bezieht sich auf: Hingabe: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Angeregt durch ein paar gute Rezensionen und der Lust, mich zur Abwechslung mal wieder einem Schmöker "hinzugeben", habe ich diesen Roman mit dem entsprechenden Titel gekauft und sah mich schon nach wenigen Seiten enttäuscht. Stilistisch spielt das Ganze doch eher auf der unteren Schiene: Umständliche, an Beamtendeutsch erinnernde Sätze, die mich in ihrer unfreiwilligen Komik manchmal auflachen und manchmal den Kopf schütteln ließen. Womit ich allerdings noch weniger zu Rande kam, waren die vielen Klischees, die in dieser Geschichte zu finden sind, die ja wiederum selbst ein Riesenklischee ist. Wir begegnen in ihr dem dunklen, geheimnisumwitterten, unbezähmbaren Lover, dessen Name "Leon Wagner" bereits Programm ist. Im erotisch-herrischen Ton animiert er unsere üppige, rothaarige Heldin zu Sexspielchen, wie man sie bisher eher in Groschenromanen glaubte, die - so vermutet man leicht - wohl auch das Tableau für die Sprache der beiden bilden:Er: "Ich will, dass Du darum bettelst." Sie: "Tu es. Oh, bitte tu es. Jetzt. ..." usw.usf. (tut mir leid, aber Direkteres erlaubt amazon leider nicht.) Und schließlich gibt es da auch den halbirren Mörder bzw. die halbirre Mörderin, dessen/deren Stimme sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht, aber nicht wirklich etwas Aufregendes oder gar Aufschlussreiches und schon gar nichts Tiefgründig-Psychologisches zu verkünden weiß. Sehr bald schon ahnt der geübte Leser dann, wer da faselt und Margot an den schwellenden Leib will, und ist somit über das Ende der Geschichte auch nicht sonderlich überrascht. "Der beste Frauenthriller aller Zeiten" steht auf dem Umschlag des Romans und ich möchte sagen: Aber hallo! Das ist doch vielmehr eine der stärksten Übertreibungen aller Zeiten! Von mir an dieser Stelle also KEINE Empfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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