...hatte ich in manchen Szenen auf der Brücke der "Hindenburg".
Ich befürchtete, er könnte jeden Moment mit dem Kopf gegen die Kamera stoßen. Nahaufnahmen schön und gut, aber das hier war gesundheitsgefährdend (auch für den Zuschauer, dem eine Pupillenstarre drohte!).
Den Defiziten dieser Produktion was hanebüchene Handlung, manchen mediokren Darsteller, fehlende Spannung und Ähnliches betrifft, muss ich wohl nicht noch mehr Aufmerksamkeit widmen. Dies wurde in vorangestellten Rezensionen bereits hinreichend beleuchtet.
Jedoch:
Auch ich hätte bei der schrammeligen Rockmusik in den ersten Minuten am liebsten gleich wieder abgeschaltet. Einfach unsäglich.
Aber so was kommt eben dabei heraus, wenn es dem produzierenden Sender in erster Linie um eine weltweite, auf ein breites Publikum (junge Zuseher!) zugeschnittene Produktion geht, die möglichst viel Geld einbringt; und es nicht etwa darauf ankommt, einen sehenswerten, womöglich spannenden Film zu machen.
Ich habe zudem noch nie einen Film gesehen, der vor historischem Hintergrund spielt und diesen gleichzeitig derart konsequent ausblendet und ignoriert.
Das begann mit dem unpassenden Soundtrack und endete (nicht) mit der Tatsache, dass im dargestellten Jahre 1937 nicht ein einziger Beteiligter den wohl durchaus üblichen Ausruf "Heil H....!" zur Begrüßung ausstieß. Nicht, dass ich hierauf gesteigerten Wert gelegt hätte, aber ein ernstzunehmender Historienstreifen hätte dies wohl nicht ausgespart.
Man hatte geradezu den Eindruck, dass hier kein unbedarfter Zuschauer über Gebühr mit Realitäten aus der dunkelsten deutschen Geschichte belästigt werden sollte. Nazi-Deutschland "light", sozusagen.
Aber gut, es ging halt um leichte Unterhaltung - klar doch. Die Dialoge auf "GZSZ"-Niveau belegten dies eindrucksvoll.
Am schwersten wog jedoch, dass der eigentliche "Höhepunkt" des Films, nämlich die Explosion des Luftschiffs, sagenhaft unspannend daherkam und einen seltsam kalt ließ.
Auch wenn das im Grunde nur konsequent war - denn Empathie mit den Hauptfiguren kam im Vorfeld ja ohnehin zu keinem Zeitpunkt auf.
Fazit:
Weder ansehen (vertane Lebenszeit), noch die DVD kaufen.
Denn das hieße, dass die Marketingstrategie von RTL aufginge. Und das kann keiner wollen, der wirklich gute Filme liebt.