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Himmlers Hexenkartothek. Das Interesse des Nationalsozialismus an der Hexenverfolgung
 
 
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Himmlers Hexenkartothek. Das Interesse des Nationalsozialismus an der Hexenverfolgung [Gebundene Ausgabe]

Sönke Lorenz , Dieter R. Bauer , Wolfgang Behringer
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.04.2000
Einen tiefen Blick in den historischen Wahn der Nazis scheint man in diesem Band tun zu können. Der Rezensent Rainer Walz weist zunächst darauf hin, dass es sich dabei um die Ergebnisse einer Tagung handelt, die 1998 von Hexenforschern abgehalten wurde. Walz lernt aus dem Band, dass die Nazis offensichtlich mit den Hexen sympathisierten und entweder die katholische Kirche oder die Juden für ihre Verfolgung verantwortlich machten. Besonders Himmler, so berichten nach Walz verschiedene Autoren des Bandes, hat sich mit dem Thema befasst, unter anderem weil eine Vorfahrin von ihm 1629 als Hexe verbrannt wurde. Himmler ließ heimlich - um die katholische Kirche nicht aufzustören - eine riesige Hexenkartothek zusammentragen, mit der sich der Band nach Walz eingehend befasst. Strittig sei dabei die Frage, ob sich das von Himmlers Forschern zusammengetragene Material heute noch wissenschaftlich verwerten lässt. Nebenbei erfährt man in Walz` Kritik, dass von Himmlers Hexenforschern einige auch nach dem Krieg zu hohen Würden gelangten.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Im »H(exen)-Sonderauftrag des Reichsführers SS« durchkämmten SS- bzw. SD-Leute 1935-1944 Archive und Bibliotheken auf der Suche nach den Spuren der Hexenverfolgung und ihrer Opfer. Ergebnis war eine riesige Materialsammlung: eine Kartei aus über 33.000 Erhebungsbögen, die heute in Posen liegt. Heinrich Himmler betrachtete die Hexenverfolgungen als ein Mittel der katholischen Kirche, letztlich aber auch des Judentums, die germanische Rasse durch Ausrottung wertvollen Blutes zu schädigen. Den gelungenen Band können sowohl Hexenforscher als auch am Dritten Reich Interesssierte mit Gewinn lesen. Rainer Walz, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.4.2000

Kurzbeschreibung

Von 1935 bis 1944 durchkämmten SS beziehungsweise SD-Leute im Auftrag von Heinrich Himmler Archive und Bibliotheken auf der Suche nach den Spuren der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung. Das Ergebnis war eine Kartei aus über 33.000 Erhebungsbögen. Im Band werden zum einen die Motive Himmlers, die weltanschaulichen und kulturpolitischen Hintergründe sowie Organisation und Vorgehen des Sonderauftrags untersucht. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, wie groß der wissenschaftliche Ertrag des Auftrags war und welchen Nutzen die moderne Hexenforschung aus der Kartothek ziehen kann.
Prof. Dr. phil. Wolfgang Behringer, geboren 1956 in München, studierte Geschichte, Politologie und Germanistik. Seit Herbst 1999 ist er Professor für Geschichte in York/England. Er veröffentlichte Arbeiten zur Hexenverfolgung, zur Geschichte der Kriminalität, des Fliegens und der Kommunikation.

Autorenportrait

Prof. Dr. phil. Wolfgang Behringer, geboren 1956 in München, studierte Geschichte, Politologie und Germanistik. Seit Herbst 1999 ist er Professor für Geschichte in York/England. Er veröffentlichte Arbeiten zur Hexenverfolgung, zur Geschichte der Kriminalität, des Fliegens und der Kommunikation. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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