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Himmelstraße: Geschichte meiner Familie Taschenbuch – 1. Dezember 2008

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Dezember 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499245922
  • ISBN-13: 978-3499245923
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 2 x 19,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 584.518 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erica Fischer wurde als Tochter von Emigranten in England geboren, die 1948 nach Wien zurückkehrten. Dort studierte sie Sprachen, wurde zu einer der Gründerinnen der österreichischen Frauenbewegung und arbeitete als Journalistin. Heute lebt Erica Fischer als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin. Ihre dokumentarische Erzählung „Aimée & Jaguar“ (1994) wurde ein Bestseller, sie ist mitlerweile in zwanzig Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen „Himmelstraße“ (2007) und „Mein Erzengel“ (2010).

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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Kundenrezensionen TOP 500 REZENSENT am 20. Dezember 2008
Format: Taschenbuch
So lautet einer der zentralen Sätze in diesem beeindruckenden und gleichzeitig erschütternden Buch: Erica spricht diesen Satz anlässlich eines Treffens der 2. Generation von Holocaust-Überlebenden aus.
"Ich habe nicht lieben gelernt" sagt Erica; "Ich passe nicht in diese Zeit" ihr hochbegabter und Philosphie studierender Bruder Paul. Die beiden sind die Kinder von Eltern, die vor den Nazis aus Wien fliehen mussten (und auch konnten). Ericas Mutter ist polnische Jüdin und Kommunistin; ihr Vater "arischer" Wiener und Sozialist: damit sind beide extrem gefährdet. Die Flucht nach England gelingt; nach diversen Odysseen (Internierung; Transport nach Australien) kommen die beiden wieder zusammen und erleben das Kriegsende in England. Nach wenigen Jahren kehren sie - im Wesentlichen auf Betreiben des Vaters - nach Wien zurück.
Hier beginnt das Verhängnis: Die Mutter, deren Eltern sowie viele Verwandte in Treblinka ermordet wurden, kann sich in Wien und Österreich nie eingewöhnen. Sie sieht in jedem Wiener einen Nazi (etwas übertrieben, aber im Ansatz gar nicht so falsch); keiner will von den NS-Grausamkeiten etwas gewusst haben (auch nicht neu!) Ihre "Rache" trifft allerdings die Falschen: sie beginnt ihre Familie zu tyrannisieren - und diese zerbricht daran. "Hinter mir die Sintflut" lautet das Motto der Mutter. Ergebnis: der Vater von Erica, der sich seelisch - und nicht nur das - schon lange von seiner Frau entfernt hat, stirbt auf einer griechischen Insel während einer seiner vielen Reisen (und wird hier auch bestattet); Erica wird es übelgenommen, dass sie von daheim auszieht; Paul betreut jahrzehntelang seine Mutter - und zerbricht daran.
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