Hülya war in meiner Jugendzeit meine Lieblingssängerin in der Region. Ich kann mich gut daran erinnern, wie diese begabte Sängerin die Kneipe zum Platzen brachte und man nur schwer noch einen Platz bekommen hat.
Als ich dann in der SZ las, dass sie 2005 ihre Musikkarriere beendete und nun mit Kopfbedeckung durchs Leben geht, war ich doch sehr erstaunt.
Hülya versucht in ihren Buch - wie auch in ihrem Leben - Verständnis zwischen den Religionen zu erzeugen. Ein herzensguter Wunsch, vor allem in der heutigen Zeit von Terrorangst, aber auch wenn man sieht wieviel Vorurteile zwischen den Menschen herrschen. Sie steht für eine Welt ein in dem alle Menschen genauso entgegen getreten werden sollte. Und wenn sie erzählt, wie sie es mit ihrer offenen Art und ihrem Lächeln versucht, kann ich mir das sogar gut vorstellen.
Hülya berichtet in ihrer Biographie, wie sie in der Oberpfalz aufwuchs, wie sie das Gitarrespielen für sich entdeckt, ihrer Karriere sowie weiteren privaten Stationen und welch ein Bezug sie jeweils zu Allah hatte. Es ist interessant zu lesen, wie sie im Bezug auf ihre Religion sich gewandelt hat. Man kann sicherlich streiten, ob Hülya die Welt nicht etwas zu spirituell sieht. Aber sie zeichnet ein positives und friedliches Bild des Islams.
Interessant fand ich ihre Schilderungen ihren Mann kennen- und liebenzulernen ohne ihn auch nur die Hand gegeben zu haben oder privat allein mit ihm gewesen zu sein!
Mich hat es zum Ende des Buches sehr gefreut, dass sie mit ihrer "Wandlung" zur Muslimin geschafft hat, was ihr als Sängerin nicht gelingen konnte, Einfluss auf die Welt zu nehmen, als sie in München eine erfolgreiche Friedensdemonstration veranstaltete und dafür vom Oberbürgermeister ausgezeichnet wurde.