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Himmelssturz: Roman
 
 
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Himmelssturz: Roman [Taschenbuch]

Gregor Hens
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein elitärer Schnösel, der als Literaturprofessor irgendwo im Mittleren Westen lehrt und mit seiner schönen, erfolgreichen Frau Pläne für das gemeinsame Traumhaus schmiedet -- und das soll uns interessieren?! Ja, absolut, denn der Roman Himmelssturz ist eines der aufregendsten literarischen Debüts der letzten Jahre.

Schnell zeigen sich Haarrisse in der Fassade des idealen Paares und zu dem Zeitpunkt, als uns Farald die Geschichte -- oder (s)einen Teil davon -- erzählt, ist die allerdings schicksalhafte Katastrophe bereits passiert. Wie er und Skye sich auseinander gelebt haben, wird dabei nur angedeutet; vielleicht hat ja ihr gemeinsamer Freund, der Architekt Antonin, Recht, für den "Aussichtsmenschen" und "Deckungsmenschen" einfach nicht zusammenpassen. Oder liegt es an Helene, der jungen Deutschen, die Farald auf mysteriöse Weise an seine Kindheit in der Alten Welt erinnert und ihn so seiner durch und durch amerikanischen Frau entfremdet?

Jedenfalls wachsen die Vorbehalte des Professors gegenüber seinem Lebensentwurf und seiner Umgebung fast mit jeder Seite. Sobald er den Campus, "dieses andere, kühlere Land", verlässt, findet er sich in einer Konsumhölle wieder, in der Schuldenmachen eine Tugend und die Mitgliedschaft im Automobilklub staatsbürgerliche Pflicht ist. In der klimatisierten Kunstwelt der Shopping-Malls tobt sich "der Wohlstand der Clinton-Ära" aus, während draußen "nichts als diese unerträgliche, monströse Hitze" ist. Weder Farald noch der aus Puerto Rico stammende Antonin werden in diesem unwirklich-unwirtlichen Amerika jenseits der Metropolen am Ende richtig heimisch. Selbst die vermeintliche Oase des Geistes, die Kauffman-Universität, entpuppt sich als Schauplatz von Prüfungsfarcen und erstickender Bürokratie.

Das alles ist nun nicht besonders neu, aber trotzdem schlägt uns der Sprachmagier Gregor Hens in seinen Bann. Und wie bei jedem guten Zauberkunststück kann man nicht genau sagen, wie der Trick funktioniert. Sind es die kurzen, kürzesten Sätze, in denen jedes Wort passt; eine bald behutsame, bald zupackende Prosa; ein Tonfall, der scheinbar mühelos zwischen sarkastischer Sozialkritik und elegischen Tagträumereien variiert? Es könnte auch an der raffinierten Erzählkonstruktion liegen, in der sich die Zeit- und Erinnerungsebenen überlagern, ohne dass es je aufdringlich kunstvoll wirkt.

So gut das Verknappen, Andeuten, Weglassen über weite Strecken funktioniert -- die Figur Skyes bleibt für meinen Geschmack zu schemenhaft. Deshalb ist die beste Liebesgeschichte eigentlich die, die Helene einmal von ihrem Bruder erzählt. Die ist zugleich schreiend komisch und todtraurig und spielt -- nanu! -- in Los Angeles. --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ein meisterhaftes Stück Literatur." (LJOMA MANGOLD, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG )

"Endlich einmal ein nahezu makelloses deutsches Debüt. Ein ausgeklügeltes Buch, von der Konstruktion her atemberaubend." (DENIS SCHECK, 3SAT-KULTURZEIT )

"Das beste Debüt des Jahres!" (ELMAR KREKELER, LITERARISCHE WELT )

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Volker Weidermann, 14.04.2002

„Gregor Hens ist mit „Himmelssturz“ ein grandioses Debüt gelungen. Ein Roman über die Einsamkeit, die Angst und das Leben als Lebensverfolgung, als Verfolgung eines Lebens, das sich die Welt vom Leben macht und das man sich selbst davon gemacht hat. Das Bild als Terror und Halt. Das Leben als Erinnerung und Zukunftswunsch, Zwischenstation des Unglücks. Sichtbar geworden in der Architektur des Glücks. […] Gregor Hens [hat] mit seinem ersten Roman schon eine Sprache und eine Form gefunden, die fast schon perfekt anmutet. Virtuos und souverän. Ein Literaturwissenschaftler als Sprachkünstler. Was für eine großartige Kombination.“ -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Berliner Zeitung, Uta Beiküfner, 04.05.2002

“ Wenn der in Köln geborene und als Professor für Germanistik an der Ohio State University in Columbus lehrende Gregor Hens erzählt, dann ist es trotz der bekannten Struktur- und Gattungsmuster, den viele Anspielungen und Perspektivenwechseln nicht das Klappern aus dem Werkzeugkasten eines Literaturwissenschaftlers, dem man als Leser lauscht. Vielmehr leiht man einer neuen, eigenen und melodiösen Stimme sein Ohr, die so in ihren Bann zieht, dass man dabei die Konturen seines Zimmers aus dem Blick verliert.“ -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Brigitte 09/2002

„ Gregor Hens, Germanistik-Professor in Ohio, spürt in seinem Debüt „Himmelssturz“ den Beziehungslücken eines scheinbar perfekten Paares nach, die sich am Ende genauso wenig mit Leben füllen lassen wie die bezugsfertigen Zimmer und Nischen ihres neuen Hauses. Ein Roman über Abhängigkeit und Architektur, kunstvoll gebaut, beeindruckend wie ein Sinnbild vom schönen Schein, das man zu Anschauungszwecken sofort unter Denkmalschutz stellen möchte.“ -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Skye und Farald sind das ideale Paar: Sie, die wohlhabende Tochter aus gutem Hause, ist beruflich höchst erfolgreich und kauft mit sicherem Gespür Kunstwerke für ihre Sammlung. Er ist angesehener Professor an der renommierten Kauffmann University, einer der schönsten Universitäten Amerikas. Und sie haben ein gemeinsames Projekt: Ein bekannter Architekt baut nach seinen Plänen ein Haus, maßgeschneidert auf ihr Leben - das Sinnbild ihrer harmonischen Ehe. Da erscheint eines Tages die Studentin Helene in Faralds Büro. Sofort fühlt er sich zu der jungen Frau hingezogen. Er lädt sie zu sich nach Hause ein, um sie Skye vorzustellen. Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb, sie werden Freundinnen. Je weiter jedoch der Bau an dem Haus voranschreitet, desto klarer wird Farald, dass sich seine Ehe in einer Sackgasse befindet. Schmerzlich muss er erkennen: Er wird niemals mit Skye in das Traumhaus ziehen.

Klappentext

"Ein grandioses Debüt! ... Der Germanist Gregor Hens hat mit seinem ersten Roman schon eine Sprache und eine Form gefunden, die fast perfekt anmutet. Virtuos und souverän. Ein Literaturwissenschaftler als Sprachkünstler. Was für eine großartige Kombination."
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

"Endlich einmal ein nahezu makelloses deutsches Debüt ... ein ausgeklügeltes Buch, von der Konstruktion her atemberaubend - es ist ein großes Glück, dass es in der deutschen Literatur im Moment solche Debüts gibt."
Denis Scheck, 3sat-Kulturzeit

"Ein sprachlich brillanter Amerika-Roman."
Marie-Claire

Über den Autor

Gregor Hens wurde 1965 in Köln geboren, studierte Sprach- und Literaturwissenschaften in Bonn, Missouri und Kalifornien (Berkeley). Er lebt in Columbus/Ohio, wo er Germanistik lehrt, und in Berlin. Sein erster Roman, „Himmelssturz“, wurde als „Meisterwerk“ (Süddeutsche Zeitung) gefeiert.
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