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Himmelsspitz
 
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Himmelsspitz [Taschenbuch]

Christiane Tramitz
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 277 Seiten
  • Verlag: Gmeiner; Auflage: 2., Aufl. (11. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839211824
  • ISBN-13: 978-3839211823
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.002 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christiane Tramitz
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Auf mystische Weise verweben sich menschliche Schicksale, die weit voneinander entfernt scheinen. Ein atmosphärisch dichter, ungemein spannend erzählter Kriminalroman vor grandioser Alpen-Kulisse. Und eine beklemmende Reise in die Abgründe der menschlichen Seele.

Kurzbeschreibung

Hamburg, Mitte der 60er. Isabel macht sich Sorgen um ihre achtjährige Tochter Lea, die schlafwandelt und von heftigen Alpträumen geplagt wird. Die Ärzte raten zu einem Urlaub in den Bergen. Zusammen mit Isabels Lebenspartner Horst machen sich Mutter und Tochter auf den Weg nach Fuchsbichl, einem kleinen Dorf in den Ötztaler Alpen, das am Himmelsspitz gelegen ist. Diesen Berg hat Lea im Fotoalbum ihrer Mutter entdeckt. Doch die Reise wird für die Familie zu einer harten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, die auf mystische Weise mit dem Schicksal der Fuchsbichler Bergbauern verwoben ist. Sie stoßen auf Missgunst, dunkle Geheimnisse, zerbrochene Beziehungen und tödliche Gewalt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Viel mehr als ein Krimi 22. September 2011
Von Gospelsinger TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Im Hamburg der 60er Jahre benimmt sich die achtjährige Lea seltsam. Sie schlafwandelt und hat heftige Albträume. Der verzweifelten Mutter Isabel empfehlen die Ärzte, mit der Tochter in die Berge zu fahren. Das passt, denn Lea hat im Fotoalbum ihrer Mutter eine Postkarte mit dem Berg Himmelsspitz in den Ötztaler Alpen entdeckt. Dorthin, genauer gesagt, in das Dorf Fuchsbichl, machen Mutter und Tochter sich jetzt mit dem finanziell gut ausgestatteten, aber ziemlich unleidlichen Lebensgefährten der Mutter auf den Weg.
Fuchsbichl ist auch Schauplatz des zweiten Handlungsstrangs, der in den 40er Jahren spielt. Das Leben der dortigen Bergbauern ist von harter Arbeit und Armut geprägt; in den Familien herrschen Gewalt und Lieblosigkeit. Die Dorfbewohner sind durch dunkle Geheimnisse, Tragödien und alte Fehden miteinander verwoben und werden von einem skrupellosen und gewalttätigen Mann tyrannisiert. Eine düstere Atmosphäre macht den Dorfbewohnern das Leben schwer. Besonders die Kinder leiden, aber auch die Frauen, die sich ihren Mann nicht selbst aussuchen dürfen. Die Liebe hat es schwer in dieser Zeit und Gegend.
In der Gegenwart gestaltet sich der Aufenthalt von Lea und Isabel von Anfang an ungewöhnlich. Isabel wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, als sie an einem unvermuteten Ort eine Ansichtskarte aus Hamburg entdeckt. Und Lea fügt sich sofort in die Umgebung ein, als ob sie dort hingehört; selbst einige Dorfbewohner sind der Meinung, sie schon einmal gesehen zu haben.
Nach und nach schält sich heraus, was in den 40er Jahren in Fuchsbichl passiert ist, und was die damaligen Ereignisse mit Lea und Isabel zu tun haben. Unschöne Dinge kommen da zum Vorschein, und nur deshalb, weil Lea mystische Träume hat.
Ich war hin und weg von diesem Buch, das einem die archaische Welt der Bergdörfer sehr nahe bringt. Das liegt zum einen an den genauen Beschreibungen der Umgebung, der Sitten und der Alltagsgegenstände und zum anderen an den immer wieder eingestreuten Dialektbegriffen, die das Buch authentisch machen, aber die Verständlichkeit für Flachländler zum Glück nicht beeinträchtigen.
Besonders gut gefallen hat mir die literarische Sprache des Buches, durch die eine atmosphärische Dichte entsteht, die in Kriminalromanen selten zu finden ist. Ich würde das Buch deshalb eher als Literatur einstufen.
Chapeau für einen überragenden Erstling!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fulli
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Leser wird in vergangene Zeiten und in das abgelegene Bergdorf Fuchsbichl entführt. Es ist kein typischer Krimi, aber ein spannender Roman mit märchenhafter Anmutung und viel Atmosphäre. Man fühlt sich in eine andere Welt versetzt und toleriert gelegentliche Realitätsferne. Trotz der Zeitsprünge und einigen Hauptpersonen bleibt die Geschichte überschaubar, wohl auch deshalb, weil man sie gerne am Stück verschlingt. Eine empfehlenwerte Abwechslung zu den üblichen Serien-Krimis!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alpenkrimi vs. Drama 19. Juli 2011
Von Sarahs Bücherwelt TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Krimis sind immer wieder schön zu lesen. Als Fan von alten, klassischen Krimis, ist es nicht unbedingt leicht mich mit einem Kriminalroman zu überzeugen. Dieser wirkte trotz Genre-Hinweis durch seinen Klappentext individuell, was mich persönlich schon neugierig machte.

Hamburg, Mitte der 60er Jahre. Die 8jährige Tochter Lea von Isabel ist momentan in einer komischen Phase. Sie plagen Alpträume, sie lebt in einer Phantasiewelt und ihre Gedanken drehen sich um einen bestimmten Berg. Als Isabel den Rat von einem Psychologen bekommt mit ihrer Tochter zum besagten Berg zu fahren, plant sie den gesamten Sommerurlaub dort ein. Für sie ist es ein Urlaub, der sie an ihre große Liebe und Leas Vater erinnert.
Alpen, Mitte der 40er Jahre. Ein kleines Dorf wird von vielen Tragödien heimgesucht und von einem einzelnen Mann tyrannisiert. Dieser schreckt nicht mal davon zurück die große Liebe seiner eigenen Tochter zu verjagen, als diese von ihm ein Kind erwartet. Als einige Jahre später dieser Sohn spurlos verschwindet, ahnt jeder, dass er damit etwas zu tun hat.

Das Erste, was dem Leser auf den ersten Seiten auffällt, sind die verschiedenen Sprünge von Zeit und Schauplatz. Einerseits befindet sich der Leser in den 60er Jahren und begleitet Isabel und ihre Familie auf der Reise von Hamburg in die Alpenregion. Neben dieser Situation wird der Leser immer wieder mittels Rückblenden über ihre große Liebe und die Entstehung von Lea informiert, die in den 50er Jahren stattgefunden hat. Auf der anderen Seite befindet man sich in einem kleinen Bergdorf mitten in den Alpen in den 40er Jahren. Dort erfährt man nach und nach die gesamten Hintergründe, und wie diese mit Isabel und Lea zusammenhängen. Am Anfang bekommt man den Hinweis zu den unterschiedlichen Zeiten. Im Anschluss muss der Leser jedoch selbst herausfinden, welche Zeit gerade aktuell ist und wo man sich befindet. Was anfänglich noch sehr verwirrend erscheint, einfach weil die Zusammenhänge fehlen, wird es schnell zu einem abgerundeten und logischen Bild.

Der Großteil des Krimis spielt in den 40er Jahren in der Alpenregion. Typische Ausdrücke, wie 'Kimm' statt 'Komm' und typische Namen sind passend gewählt. Man versteht ohne Probleme was die Autorin sagen will und kann sich trotz der ungewöhnlichen Namen jeden Protagonisten vorstellen. Hier merkt man auch wie detailliert sich Christiane Tramitz mit den einzelnen Charakteren beschäftigt hat. Liebevoll, lebendig gibt sie jeder Figur eine eigene Note. Manche wirken total sympathisch, andere sind der Teufel persönlich. Ohne Probleme konnte ich die Gedanken und Handlungen nachvollziehen und mich in die Charaktere hineinversetzen.
Was mir bei den Charakteren noch sehr gut gelang, war zu Beginn des Buches eine kleine Herausforderung. Einfach weil zu schnell, zu viele Namen eingeführt wurden. Erst nach und nach bekam ich einen guten Überblick. Dieses kleine Manko erschwerte auch den Schauplatz in den Alpen. Oft wurde von einem Hof zum anderen erklärt und mit den Wechseln der Perspektive kam kein rechtes Bild über den Aufbau der Ortschaft zu Stande. Bis zum Schluss war der Ort eher verschwommen. Nichtsdestotrotz minderte dies nicht mein Lesevergnügen.

Beklemmend beschreibt die Autorin die einzelnen Schicksale der unterschiedlichen Protagonisten. Trotzdem fragte ich mich stets was diese Handlung mit einem Krimi zu tun hat. Für mich ist ein Krimi eben immer mit einem Mord und einem Ermittler verbunden. Beides ist hier nicht vorhanden. Zwar wird immer wieder ein Verbrechen bzw. Unglück angekündigt, aber worum es genau geht, erfährt der Leser erst auf den letzten Seiten des Buches. Auch wenn das Buch in meinen Augen mehr mit einem Drama als mit einem Krimi zu tun hat, konnte ich das angefangen Werk nicht mehr aus der Hand legen. Man möchte erfahren, welche Verbindung zwischen Isabel und dem Dorf besteht, warum Lea stets solche Träume hat und was damals genau vorgefallen ist. Mit diesen Fragen baut die Autorin gekonnt eine kontinuierliche Spannung auf und kann sie in meinen Augen bis zum Schluss aufrecht erhalten. Einige Punkte bleiben zwar am Schluss offen, aber es sind keine relevanten Aspekte, sondern nur einige mysteriöse Dinge, die sich um Leas Vater drehen. Dies fällt jedoch nur auf, wenn man den Roman sacken lässt und noch einmal darüber nachdenkt. Bis auf diese kleine Manko ist die eigentliche Handlung komplett und logisch abgeschlossen. Es ist nichts, was man unbedingt wissen muss und daher hat es mich auch nicht wirklich gestört.

Neben der Spannung ist für einige Leser auch ausreichend prickelnde Erotik eingebaut. In wenigen Worten wird des öfteren auf Liebesakt und die Bedürfnisse eingegangen. Es passt in die Handlung hinein und wirkt nicht vulgär. Es ist in einem angemessenen Verhältnis eingebaut.

Auch der historische Aspekt in Bezug auf die 40er Jahre empfand ich als grandios umgesetzt. Man erfährt viel über das Leben in einem Bergdorf zu dieser Zeit. Die schwere Arbeit, die Menschen, die Einstellung und das allgemeine Leben. Es ist interessant, aber wird nicht bis ins kleinste Detail geschildert. Dadurch wird die Geschichte nicht trocken oder sachlich.

Nachdem ich das Buch angefangen und in einem Zug durchgelesen habe, war ich hellauf begeistert. Es gibt zwar einige winzige Mankos, die dem Lesevergnügen jedoch in keinster Weise schaden. Im Gegenteil, meine anfängliche Skepsis bezüglich des Krimis wurde in absolutes Gefallen umgewandelt. Daher kann ich das Buch auch ohne Einschränkung empfehlen.

===Bewertung===
Spannend, individuell mit einem leichten historischen Hauch kommt der erste Roman von Christiane Tramitz daher. Ein fast perfekter Schluss, kontinuierliche Spannung, gelungene Perspektiv-Wechsel überzeugen den Leser, sodass kleine Mankos wie der verschwommene Ort und manches Unverständnis zu Leas Vater untergehen. Für mich fünf Sterne.
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