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Himmelfahrten. Höllentrips.
 
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Himmelfahrten. Höllentrips. [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Orter
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 188 Seiten
  • Verlag: Ecowin Verlag; Auflage: 3., Aufl. (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3902404655
  • ISBN-13: 978-3902404657
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 188.080 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Friedrich Orter
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Pakistan, Irak, Iran, Jordanien, Libanon, Palästina, Türkei, Bulgarien, Rumänien, Mazedonien – das sind nur einige der Reiseziele des preisgekrönten ORF-Reporters Friedrich Orter. Als profunder Kenner dieser Regionen erzählt er von Begegnungen mit Menschen und ihren Lebenswelten, die zu den gefährlichsten Krisenherden unseres Planeten zählen. Seine Reportagen sind einfühlsame persönliche Berichte mit erhellenden politischen Hintergrundinformationen.

Über den Autor

Dr. Friedrich Orter studierte Geschichte, Slawistik, Germanistik und Philosophie in Wien. Seit 1975 arbeitet er als Redakteur und Reporter beim ORF. Für seine Reportagen und Dokumentationen aus den Balkankriegen, vom Afghanistan- und Irakkrieg, aus Zentralasien, dem Nahen und Mittleren Osten bekam er den Dr.-Karl-Renner-Preis für Publizistik, den Preis des Österreichischen Roten Kreuzes, den ROMY-Fernsehpreis, den OSZE-Preis für Journalismus und Demokratie, den Dr.-Felix-Ermacora-Preis für Menschenrechte und den Concordia-Preis für Publizistik. Sein erstes Buch, „Verrückte Welt“, erhielt für über 25.000 verkaufte Stück ein Goldenes Buch und wurde zum beliebtesten politischen Buch des Jahres 2006 gewählt.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Karl Kraus schrieb einst "Krieg ist zuerst die Hoffnung, dass es einem besser gehen wird, hierauf die Erwartung, dass es dem anderen schlechter gehen wird, dann die Genugtuung, dass es dem anderen auch nicht besser geht, und hernach die Überraschung, dass es beiden schlechter geht." und ganz im Sinne dieser Worte, eröffnet Friedrich Orter mit eben jenem Karl Kraus-Zitat sein neuestes Werk. Leser von Orters Verrückte Welt wissen bereits was hier zu erwarten ist und werden nicht enttäuscht, denn auch diesmal beweist Österreichs bekanntester Kriegsberichterstatter den qualitativen Unterschied zwischen Jornalisten die sich fern des Krisengebiets oft nur auf oberflächliche Recherchen stützen und den wahren Abenteurern der Branche, die sich direkt in die Hölle auf Erden begeben und für wenige Minuten Sendezeit ihr Leben aufs Spiel setzen.

Doch in Zeiten wo der Druck auf die Journalisten immer weiter steigt, einerseits exklusives Material zu liefern und anderenseits die Sendezeiten immer kürzer werden, detaillierte Berichte also außen vor bleiben, sind Bücher wie "Himmelfahrten Höllentrips" ein Segen und eine logischerweise notwendige Ergänzung der Nachrichten. Was alles in den minimalistischen Fernsehbeiträgen keinen Platz mehr finden darf, findet den Weg in Bücher wie dieses und schafft Respekt für den "Job" und jene Menschen die ihn ausüben. Friedrich Orter hat erneut Beiträge aus seiner Karriere von 1991 bis 2008 zusammengetragen und führt den Leser vom Balkan, über den Nahen Osten nach Pakistan und zurück in den Irak. Der Autor sucht dabei genauso die Christengemeinde Pakistans auf, der Chancen auf sozialen Aufstieg fast gänzlich verwehrt sind, wie er den Mythos Benazir Bhutto zu entzaubern vermag. Und er kommt dabei zum Schluss (S. 35) "Wer diesen Job macht, darf sich im Nachhinein nicht beklagen, er hätte um die Gefahren gewusst. Und sich auch nicht wundern, dass nach seiner Rückkehr keiner von 'Himmelfahrten und Höllentrips' die wenigsten zu Hause auch wirklich wissen wollen, wie es 'eigentlich gewesen' ist.
Verblüffend ist eher das echte oder nur gespielte Entsetzen friedensbewegter Zeitgenossen, die jede Armee für das schlechthin Böse halten. Dem ist nicht so. Die Völkermörder in Ruanda oder die massakrierenden Banden in Bosnien-Herzegowina hätte ein zeitgerechter Einsatz regulärer Truppenverbände stoppen können."

Nach dem Balkan (das Hauptthema von Verrückte Welt) widmet sich Orter nun mit besonderen Fokus Pakistan und dem Irak, so hat er dem Werdegang Abu Musab Al Zarkawis bis nach Jordanien nachgespürt und zugleich im Nordirak einen interessanten Einblick in die Autonomiebestrebungen der Kurden erhalten. Auch wenn die Irak-Invasion der USA bisher nicht von Erfolg geprägt war, Teilsiege im Kampf gegen den Terror konnte man allerdings erringen, wie der ORF-Reporter zu berichten weiß. So haben die USA Waffen und Geld an sunnitische Nationalisten und Stammesfürsten geliefert, um die Aufständischen der Al Kaida zurückzudrängen und es ist gelungen, zumindest für geraume Zeit, denn nach wie vor sind viele Existenzen ruiniert, die Lage aussichtslos und die Arbeitslosen ein potentielles Reservoir für die Anhänger Osama Bin Ladens.

Es ist schade dass Verrückte Welt bisher nicht als Taschenbuch aufgelegt wurde und auch das Hardcover derzeit vergriffen ist, denn Friedrich Orter ist ein Autor und Reporter der sein Werk versteht. Die bereits sehr plastischen Darstellungen werden dabei noch um zahlreiche Fotos ergänzt, die sich im Gegensatz zu Verrückte Welt diesmal eher "harmlos" ausnehmen und eine geköpfte Leiche nirgendwo mehr zu finden ist. Durch seinen nüchternen Stil zwingt Orter dem Leser keine klaren Perspektiven auf, er erstattet eigentlich nur Bericht von seinen Erlebnissen und den Vorgängen in den von ihm aufgesuchten Ländern, doch genau dadurch fordert er es auch heraus, dass man sich selbst Gedanken macht.

Fazit:
Etwas "entschärfter" als sein Vorgängerwerk Verrückte Welt ist Himmelfahrten Höllentrips dennoch eine hochkarätige Reportage. Dessen ungeachtet lässt sich der Autor es nicht nehmen, zumindest objektiv die gegenwärtige Reduzierung von Nachrichtenbeiträgen auf ein Minimum anzugreifen
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Albert Knorr TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Himmelfahrten. Höllentrips ist ein sehr spannendes, wenngleich auch sehr unkonventionelles Buch von Friedrich Orter. Auf knapp 180 Seiten erhält man einen ersten Einblick in die Realität seines lebensgefährlichen ORF-Reporteralltags.

Die "bloße Ansammlung" von Zitaten, Pressemeldungen und persönlichen Anmerkungen kam für mich zunächst sehr überraschend. Ich brauchte einige Seiten, bis ich die einzelnen "Puzzleteile" als das sehen konnte, was sie in Summe sind: Eine sehr objektive Darstellung der Geschehnisse aus dem Blickwinkel vieler am Konflikt Beteiligter.

Durch die Verknüpfung von Interview-Ausschnitten, die Friedrich mit den jeweiligen Konfliktparteien geführt hat, entstehen eindrucksvolle "Diskussionen zwischen Kriegsgegnern", die so in der Realität nie stattfinden könnten. Bei diesen virtuellen Zusammentreffen erhalten beide Seiten die Möglichkeit, auf die Vorwürfe des jeweils anderen zu antworten.

Die Texte werden immer wieder durch eine Reihe aussagekräftige Bilder untermauert. Leider lässt das Lektorat an einigen Stellen zu wünschen übrig, was bei dem Preis eigentlich nicht sein dürfte.

Fazit: Friedrich Orter überlässt es seinen Lesern, sich selbst ein Bild anhand der gelieferten Fakten zu machen. Journalismus wie er eigentlich sein sollte.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kriege und Bürgerkriege 19. Oktober 2008
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Seit mehr als 30 Jahren ist Friedrich Orter als ORF-Reporter immer dort, wo es Kriege gibt (oder Krisen sich zu Kriegen ausweiten könnten).
Nach seinem sehr erfolgreichen Buch "Verrückte Welt" greift er in dem vorliegenden Werk einige "Höhepunkte" seiner journalistischen Tätigkeit heraus: in den einzelnen Kapiteln geht es etwa um den Konflikt zwischen Israel und den Arabern (Palästinensern) und seinen Weiterungen; ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit Pakistan und Benazir Bhutto, die ähnlich korrupt wie ihre Politikerkollegen war; ein anderes Kapitel mit Al Zarkawi, dem (inzwischen toten) Führer der Al Kaida im Irak; ein weiteres mit der Situation der Kurden im Nordirak.
Besonders beeindruckend schildert Orter den Tod des rumänischen Dikators Ceausescu und seiner Frau im Dezember 1989 (samt Interview mit seinem "Henker").
Aber wenn auch nicht überall Krieg ist, wo Friedrich Orter auftaucht, er findet noch genügend Menschen, die vom "Segen" unseres Wohlstands noch nichts gemerkt haben: etwa die letzten Leprakranken in Rumänien oder die medizinisch sehr schlecht versorgten Menschen in Bulgarien (trotz EU-Beitritts!)
Gerade der lakonische, fast leidenschaftslose Stil des Autors macht den Leser betroffen: praktisch übergangslos springt der Autor oft von einem Schauplatz zum nächsten, dabei aber nie den einzelnen Menschen, der unter diversen Ideologien, Regimen und Politikern zu leiden hat, aus den Augen verlierend. All dies wird "garniert" mit sehr vielen Details (und einer langen Literaturliste). Zwei Beispiele dafür: Im Irak ist die nichtmuslimische Bevölkerung besonders von Flucht und Vertreibung betroffen; in Pakistan werden die Christen diskriminiert und von radikalen Muslims verfolgt.
Aus 11 Kriegen und Bürgerkiegen berichtet der Autor in diesem Buch, dabei klare Worte nicht scheuend, wenn er etwa schreibt: "Die US-Besatzung destabilisiert den Irak."
"Himmelfahrten.Höllentrips" ist nicht unbedingt die berühmte "Nachtkastllektüre", sondern ein Werk, das den Leser über den Irrsinn, der in manchen Gegenden unseres Planeten herrscht, nachdenken lässt.
Fazit: Unsere österreichischen (und deutschen) Probleme sind eigentlich Problemchen!
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