Johann-Christoph Student ist Professor an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg im Breisgau und gilt als führend in der deutschen Hospizbewegung. Er leitet u.a. auch eine Arbeitsgruppe "Zu Hause sterben" und veröffentlichte mehrere Schriften zu den Themen "Hospiz", "Hospizbewegung" und "Hospizpflege". Das Buch vereint Beiträge verschiedener Autoren, deren gemeinsame Schnittstelle die Begegnung von Kindern mit dem Tod ist, meist infolge einer schweren chronischen Krankheit oder auch als Opfer von Unfällen. Es kommen Ärzte, Therapeuten, natürlich auch betroffene Eltern zu Wort. Das Buch soll dazu beitragen, die Sprache von sterbenden Kindern zu verstehen und auch dazu, den betroffenen Angehörigen Trost und neue Perspektiven anzubieten. Das Buch macht natürlich betroffen, rührt oft sogar zu Tränen. Es erzeugt aber auch einen tiefen Respekt vor der Reife und der Leidensfähigkeit von Kindern, die gezwungen sind, dem Tod zu begegnen. Das Buch schaltet sich auch in die aktuelle Diskussion um den Kindstod in der Schulmedizin ein. Es weist ausserdem ein ausführliches Literaturverzeichnis auf, Hinweise zur Gesprächsführung mit betroffenen Kindern, es listet ausgewählte Selbsterfahrungsworkshops und Weiterbildungsmöglichkeiten für Helferinnen und Helfer auf. Nicht zuletzt bringt es auch umfangreiche Informationen zu den Selbsthilfegruppen "Verwaiste Eltern" in Deutschland auf. Für mich ist das ein sehr wichtiges Buch, das mich sehr berührt und für diese Thematik sensibilisiert hat. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)