Vorab muss ich zugeben, mich nicht besonders für das Bergsteigen zu interessieren. Bisher schien es mir als das überflüssigste Hobby der Menschheit, so ein bisschen wie "die dummen Streiche der Reichen". Seit ich dieses Buch von Helga Hengge las, hat sich meine Meinung grundsätzlich geändert. Hier schreibt ein Mensch, der sich seinen Traum erfüllt. Helga Hengge beschreibt dieses Abenteuer ehrlich, offen, verletzlich, bezaubernd uneitel und ansteckend begeistert. Was mich ganz besonders beeindruckt, ist ihr Respekt vor den Gefahren. Ich glaube schon, dass sie eher umgekehrt wäre, als sich und andere in Lebensgefahr zu bringen. Warum jetzt ein Reinhold Messner eher ein Recht darauf haben soll, den Berg zu besteigen, als Helga Hengge, das weiß der Wind. Dieses Buch jedenfalls ist ein faszinierendes Leseerlebnis.